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Bryce Canyon – Auf dem Muli durch die Hoodoos

Der Peekaboo Loop gilt als einer der schönste Abschnitte im Bryce Canyon National Park. Viele unternehmen die Wanderung dorthin zu Fuß, es gibt jedoch auch eine ganz andere Möglichkeit: Auf dem ältesten (und zuverlässigsten) Verkehrsmittel überhaupt – dem Pferd bzw. dem Muli.

Auf einem der im Bryce Canyon angebotenen Canyon Rides könnt Ihr die ganze atemberaubende Schönheit vom Pferderücken aus sehen und das auch, wenn Ihr noch nie zuvor in Eurem Leben geritten seid.

– Aktualisiert Januar 2020 – 

Canyon Trail/ Muli Ride

Gegen 12.00 Uhr erreichen wir dann pünktlich den Parkplatz der Lodge at Bryce Canyon, so dass wir genügend Zeit haben uns umzuziehen, Sachen zusammenzupacken und uns für den nächsten Trip, der um 13.00 Uhr starten soll, einzuchecken – den Canyon Trail Ride.

Nachdem wir in den letzten Tagen sehr viel gelaufen und gewandert sind, freuen wir uns diesmal auf dem Pferde- bzw. genau genommen auf dem Muli-Rücken  durch Byrce Canyon getragen zu werden.

Rund 3 bis 3 1/2 Stunden dauert der Ausritt über den Peekaboo Loop, bei dem Ihr in das Herz des Canyon vordringt und an bekannten Formationen wie z.B. the Wall of Windows, the Chessmen und Silent City vorbeikommt.

Es ist übrigens nicht erforderlich jemals auf einem Pferd gesessen zu haben, sondern die Tour ist auch für völlige Reitanfänger möglich.

Die Tickets für den Trip haben wir vorab bereits online gebucht, die Halbtagestour kostet 90 $ pro Person. Empfehlenswert sind lange Hosen und feste Schuhe. Außerdem dürft Ihr keinen Rucksack mit Euch führen. Wir haben uns für Kamera, Autoschlüssel, usw. mit einem Hipbag beholfen.

Die Tour startet pünktlich um 13.00 Uhr, wobei die Touristen in kleine Gruppen zu 6-8 Leuten aufgeteilt werden, die jeweils von einem Guide begleitet werden.

Bevor es losgeht, bekommt Ihr ausführlich erklärt, wie Ihr lenkt, bremst und Gas gebt, wobei die Mulis den Weg auch von alleine kennen und meist nur überzeugt werden müssen ein wenig schneller voran zu gehen.

Und dann startet der Ausflug zu und durch die Hoodoos!

Auf dem Mulirücken den Canyon zu erkunden ist eine tolle und andersartige Erfahrung, auch wenn Ihr Euch bei dem vielen auf und ab (zum Teil nahe am Abgrund) manchmal eventuell mehr auf Euer Muli, als auf die Landschaft konzentriert.

An den wichtigsten Stellen wird jedoch ohnehin gehalten, so dass auch diejenigen, die sich das während des Reitens nicht getraut haben, genügend Möglichkeiten haben, das ein oder andere Foto zu schießen.

Nach rund 1 1/2 Stunden gibt es einen kurzen Halt. Hier gibt es (im Preis inbegriffenes) Wasser zum Erfrischen und etwas, dass eine Toilette darstellen soll, vielmehr aber ein ziemlich dreckiges, übel riechendes Plumpsklo ohne Klopapier ist. Wer Taschentücher dabei hat, ist spätestens jetzt bei seinen Mitreisenden sehr beliebt.

Wenn alle sich in wenig erfrischt haben, geht die Tour durch den Canyon im nunmehr schon gewohnte Maße weiter. Nur an die Landschaft und die Hoodoos hat man sich zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht gewöhnt. Vielmehr ruft jede einzelne Steinsäule erneut Begeisterung hervor.

Langsam nährt sich die Tour dann dem Ende und – was wir nicht verschweigen wollen – die meisten sind so langsam froh. Trotzdem sollte man bis zum Schluss durchhalten und versuchen die schmerzenden Körperteile zu ignorieren, denn die Aussicht bleibt den gesamten Ritt einfach einzigartig und hat es verdienst ohne Ablenkung bestaunt zu werden.

Gegen 15.45 Uhr erreichen wir dann mit schmerzenden Glieder und ziemlich erledigt unseren Ausgangspunkt. Nun müssen wir noch die rund 130 Kilometer zu unserem nächsten Übernachtungsort Kanab hinter uns bringen.

Unter uns: Die Muli Tour hat Spaß gemacht, aber im Vergleich ist das Wandern durch den Canyon ein viel schöneres und viel eindrucksvolleres Erlebnis, als der Muli-Ritt, von daher würden wir Euch immer zu einer Wanderung raten, sofern dies für Euch möglich ist.

Kanab selbst ist eher unattraktiv und hat nicht sonderlich viel zu bieten, auch die Restaurantauswahl ist eher dürftig. Dummerweise folgen wir dem Rat der Rezeptionistin und kehren bei dem – auch bei Goolge und Tripadvisor gut bewerteten – angeblich besten Mexikaner der Umgebung mit dem Namen “Escobar’s Mexican Restaurant” ein.

Der Laden ist brechend voll und nur mit Mühe können wir noch einen freien Tisch ergattern. Zwar kommt das Essen schnell und die Portionen sind groß, allerdings haben wir geschmacklich nach dem ganzen Lob ein wenig mehr erwartet.

Aber wir sind so hungrig, dass wir dies quasi kommentarlos hinnehmen und froh sind, als wir endlich wieder im Motel sind. 

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Aber natürlich gibt es im Bryce Canyon noch viel mehr zu sehen und zu erleben.

Da sind zum einen die vielen wundervollen Viewpoints entlang des 30 Kilometer langen Scenic Drives, daneben gibt es noch unzählige grandiose Trails durch das Amphitheater.

Scenic Drive

Im Jahr 2015 haben wir vor unserem Muli-Ritt auch noch an diversen Aussichtspunkten des Scenic Drive gehalten. Insgesamt 14 Viewpoints gibt es entlang der Straße, von denen Ihr die Hoodoos aus allen möglichen Perspektiven und Höhenlagen betrachten könnt.

Da wir diesmal allerdings bereits gegen 12.00 Uhr wieder am Visitor Center sein müssen, haben wir uns im Jahr 2015 auf die bekanntesten Aussichtspunkte beschränkt.

Seitdem waren wir jedoch erneut in Bryce und haben mittlerweile an allen Viewpoints entlang der Scenic Road gehalten. Jeden einzelnen Stopps zeigen wir Euch in unserem Beitrag Bryce National Park – Rote Felsen, rosafarbene Klippen und endlose Aussichten

Trails

Der Scenic Drive und die Aussichtspunkte sind toll, Ihr solltet aber unbedingt noch Zeit für den einen oder anderen Hike einplanen. Es ist nochmal ein ganz eigenes (besonderes) Erlebnis in die Hoodoos hinabzusteigen und sie vom Canyonboden aus zu betrachten.

Habt Ihr 4-5 Stunden Zeit, dann lohnt sich der sogenannte Figure 8 Loop am meisten. Er verbindet nämlich die drei schönsten Trails des Parks – den Queens Garden, den Navajo Trail und den Peekaboo Loop – in einer großen Schleife miteinander. Mehr zu dem Trail findet Ihr in unserem Beitrag Bryce Canyon National Park – Figure 8 Loop

Habt Ihr nicht genug Zeit für die gesamte Schleife, versucht zumindest einen oder zwei der genanten Trails zu machen. Ihr werdet es nicht bereuen. Daneben gibt es natürlich auch noch diverse weitere Trail, eine Übersicht findet Ihr auf der Seite des National Parks

Wenn Ihr gerne Brislecone Pines sehen möchtet, dann solltet Ihr außerdem den kurzen und einfachen Brislecone Loop am Rainbow Point nicht verpassen.

Bristlecone Loop Trail

Von Rainbow Point, dem letzten und südlichsten Viewpoint des Scenic Drives startet der einfache 1,6 Kilometer lange Bristlecone Loop.Auf diesem wollen wir uns, nachdem wir den halben Morgen im Auto gesessen haben, ein wenig die Beine vertreten, bevor wir uns auf den Rückweg in Richtung Visitor Center machen.

Auf dem Weg habt Ihr nicht nur noch einmal mehr einen tollen Ausblick auf die Hoodoos, sondern Ihr kommt auch an den knorrigen, bis zu 1.800 Jahren alten, Bristlecone Pines (Grannen-Kiefern) vorbei. 

Sunset-Stimmung

Ist Bryce tagsüber schon wunderschön, so bekommt er bei Sonnenauf- oder Sonneuntergang nochmal eine ganz andere Atmosphäre. Besonders gut eignen sich hier Sunrise und Sunset Point, aber auch einige der anderen Viewpoints lohnen sich.

Einen Eindruck vom Sonnenuntergang in Bryce findet Ihr in unserem Beitrag Sunset in Bryce Canyon National Park – Some impressions.

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