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Calakmul – Die Maya-Ruine im Dschungel

Im südlichen Teils Yucatáns, mitten im tiefsten Dschungel, liegt die Maya-Ruine Calakmul. Mit einer Ausdehnung von knapp 30 qm2 und insgesamt mehr als 5.000 Gebäuden ist sie eine der größten jemals entdeckten Maya-Stätte überhaupt.

Zudem wurde hier um die 200 Stelen (= 2 bis 3 Meter hohe, freistehende Pfeiler, die Auskunft über bedeutende Ereignisse geben) und damit mehr als im gesamten Maya-Gebiet sonst entdeckt.

Seit 2002 ist die Anlage durch die UNESCO als Weltkulturerbe und die umliegende Umgebung durch das Reserva de la Biosfera Calakmul geschützt.

Anreise

Durch die verstecke Lage mitten im Dschungel ist Calakmul wahrscheinlich eine der abgelegensten Maya-Ruinen, allerdings ist die Anreise nicht ganz so kompliziert, wie im Internet oft behauptet wird.

Der beste Ausgangspunkt für einen Ausflug nach Calakmul ist der kleine Ort Xpujil, den Ihr von Campeche aus innerhalb von 4 Stunden über die MEX 180 und die MEX 186 und von Bacalar aus innerhalb von 1 ½ Stunden über die MEX 307 und die MEX 186 erreicht.

Von Xpujil sind es dann nochmal rund 2 Stunden Fahrt bis zur Maya-Ruinen, wobei die Stichstraße in den Dschungel rund 50 Kilometer von Xpujil entfernt von der MEX 186 abzweigt.

Dort an der Kreuzung müsst Ihr bereits auch Eure Eintrittskarten erwerben, zudem ist hier die letzte Möglichkeit nochmal Wasser oder ähnliches zu besorgen, denn an den Ruinen selbst gibt es am Parkplatz nur noch eine Toilette und sonst nichts.

Die lange Fahrtdauer liegt übrigens nicht an dem Zustand der Straße, sondern an der Geschwindigkeitsbegrenzung. Da sich die Ruine im Biosphärenreservat befindet, dürft Ihr auf einem Großteil der Strecke zum Schutz der Tierwelt nämlich nur 40 km/h fahren.

Öffnungszeiten, Tickets u. Zeitbedarf

Der Eintritt in die Ruinenstätte kostet insgesamt 245 MXN. Der Preis teilt sich in den “normalen” Eintritt i.H.v. 160 MXN und die staatliche Gebühr i.H.v. 85 MXN, die Ihr nur in bar bezahlen könnt.

Da die Anlage sehr weitläufig ist und die Temperaturen oft sehr hoch sind, solltet Ihr für Euren Besuch so um die 2 ½ bis 3 Stunden einplanen. Hinzu kommen rund 4 Stunden Fahrt für die An- und Rückreise von/ nach Xpujil. Insgesamt solltet Ihr Euch daher für den Besuch in Calakmul fast einen gesamten Tag Zeit nehmen.

Bei einem täglichen Besucherdurchschnitt von meist unter 100 Besuchern bekommt Ihr dafür aber ein einmaliges Ruinenerlebnis und könnt ganz nebenbei im Biosphärenreservat mit etwas Glück auch noch diverse Tiere, wie zum Beispiel Affen, Pfauentruthähne oder Tukane, erspähen.

Die wichtigsten Bauten

Für die Besichtigung der Anlage könnt Ihr normalerweise zwischen einem kurzen, einem mittleren und einem langen Rundgang wählen. Bei unserem Besuch waren aufgrund von COVID jedoch noch einige Abschnitte gesperrt und ein einheitlicher Weg für alle angelegt. Dieser entsprach grob dem mittleren Rundweg.

Unser erster Stopp war die Gran Plaza, die einst Versammlungsort und Zentrum der Stadt war. Der Platz ist von diversen Bauwerken umgeben, von denen die eindrucksvollsten die Estructura VII im Norden und die Estrucatura II im Süden sind.

Die Estructura II ist das Hauptgebäude von Calakmul und mit einer Höhe von rund 50 Metern eine der höchsten Maya-Ruinen überhaupt. Wie auch die Estructura VII könnt Ihr die Pyramide erklimmen und von oben den Ausblick auf den Dschungel und die anderen Ruinen genießen.

Weiter geht es dann zur Estructura I, die mit 40 Metern das zweithöchste Gebäude der Anlage ist. Auch diese Pyramide könnt Ihr besteigen und von oben ein weiteres Mal den Ausblick auf den endlosen Dschungel, der Euch umgibt, genießen.

Anschließend geht es dann entlang einiger kleinerer Gebäude und weiterer Stehlen langsam zurück zum Ausgang.

More

Wenn Ihr jetzt Lust auf noch mehr Maya-Ruinen habt, dann empfehlen wir Euch zum Beispiel einen Besuch in Uxmal, Edzná oder Chichén Itzá.

Zudem gibt es entlang der MEX 186 diverse weitere kleine Maya-Stätten, die alle ebenfalls sehr sehenswert sind (siehe unser Beitrag Maya-Ruinen entlang der Ruta Río Bec) und die Ihr von Xpujil prima erreichen könnt.

Außer Maya-Ruinen gibt es auf Yucatán aber auch noch mehr zu sehen. Ideen für weitere Stopps findet Ihr in unserem Beitrag 13 Tage in Mexiko – Ein Routenbeispiel für die Halbinsel Yucatán.

Für uns selbst ging es von Xpujil weiter nach Bacalar, zu der Laguna de los siete colores, einen Stopp, den Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet.

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