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Campeche – Die pastellfarbene Kolonialstadt

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten auf Yucatán geht es in San Francisco de Campeche, wie die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates offiziell heißt, noch unglaublich unaufgeregt und authentisch zu.

Seit 1999 ist die gesamte Altstadt inklusive der historischen und noch recht gut erhaltenen Befestigungsanlage, die die Stadt einst umgab, als UNESO-Weltkulturerbe geschützt. Trotzdem verirren sich bisher glücklicherweise eher wenig Touristen hierher.

Insoweit könnt Ihr bei einem Spaziergang durch die sauberen Straßen ganz in Ruhe die vielen wundervoll bunten, oft renovierten Kolonialhäuser mit ihren schmiedeeisernen Balkonen und Fenstergittern bewundern.

Campeche war für uns die schönste Stadt auf unser Rundreise.

Im Gegensatz zu Mérida, das wir als sehr verstopft empfunden haben, war Campeche deutlich luftiger und die Kolonialarchitektur um ein Vielfaches schöner. Zudem ist Campeche unsere Erachtens sehenswerter als Valladolid und längst nicht so überlaufen wie Tulum. Am Ende waren wir ein wenig traurig, dass unser Stopp hier eher kurz ausfiel.

Sehenswürdigkeiten in Campeche

Einen Stadtspaziergang durch Campeche startet Ihr am besten an der zentralen Plaza de la Independencia. Rund um den Platz sind – wie in den meisten mexikanischen Städten – vielen der wichtigsten Bauwerke angesiedelt.

In Campeche findet Ihr hier unter anderem die doppeltürmige Catedral de Nuestra Señora de la Purísima Concepción, welche mit einem Baubeginn im Jahre 1540 die älteste Kirche Yucatáns ist.

Von der Plaza de la Independencia ist es dann gar nicht weit zu der barocke Kirche Ex Templo de San Jose, die mit ihrem mosaikverzierte Eingang sicherlich zu einem der kontrastreichsten Gebäude in Campeche gehört.

Zusätzlich könnt Ihr auf dem Weg, wie überall in der Altstadt, noch viele der grandiosen, bunten Kolonialhäuser bewundern.

Danach geht es – immer entlang weiterer wunderschöner bunter Häuserfassaden – weiter zu der gelben Iglesia de San Roque y San Francisquito, die sich direkt an der Kreuzung zur Calle 59 befindet, die das Essensparadies in Campeche ist.

Die gesamte Straße ist verkehrsfrei und die unzähligen Restaurants und Bars, die sich hier befinden, haben ihre Tische auf der Straße aufgebaut. Auch wenn dies dann doch ein wenig touristisch wirkt, ist die Atmosphäre gerade an einem lauen Sommerabend sehr nett. Wir zumindest haben unser Abendessen hier sehr genossen und uns gleich auch noch den ein oder anderen Sundowner gegönnt.

Am Ende der Calle 59 trefft Ihr dann auf die historische Stadtmauer, die im 17. Jahrhundert zum Schutz vor Piraten errichtet wurde.

Die Mauer und einige der acht dazugehörigen Baluartes (Türme) könnt Ihr heute noch besuchen, zudem besteht auch die Möglichkeit einen Teil der Stadtmauer zu begehen. Der Zugang hierfür erfolgt über das Museo de La Arquitectura Maya und ist im Eintrittspreis für das Museum enthalten.

Bei unserem Besuch war das Museum allerdings aufgrund von Renovierungsarbeiten leider geschlossen, so dass wir auf den Besuch auf der Stadtmauer verzichten mussten.

Habt Ihr dann noch Zeit und Lust, solltet Ihr auf jeden Fall noch einen Ausflug an den Malecón, der kilometerlangen Uferpromenade von Campeche machen. Hier findet Ihr diverse Restaurants, Skulpturen und auch Outdoor Sportgeräte.

Ziele in der Umgebung

Sofern es Euch nach Campeche verschlägt, solltet Ihr – entweder als Halbtagesausflug oder auf der Weiterreise – auf gar keinen Fall die architektonische Meisterwerke der Ruinen von Edzná verpassen. Die Maya-Stätte liegt nur rund eine Stunde von Campeche entfernt und ist unseres Erachtens auf jeden Fall einen Besuch wert.

Außer Maya-Ruinen gibt es auf Yucatán aber noch viel mehr zu sehen. Ideen für weitere Stopps findet Ihr in unserem Beitrag 13 Tage in Mexiko – Ein Routenbeispiel für die Halbinsel Yucatán.

Wir selbst haben uns von Campeche über die Ruinen von Edzná weiter auf den relativ langen Weg nach Xpujil gemacht. Hier könnt Ihr zum einen diverse kleinere, aber sehr sehenswerte Maya-Stätte entlang der MEX 186 besichtigen (siehe unser Beitrag Link folgt) und zum anderen auch einen Tagesausflug zu den Dschungel-Ruinen Calakmul machen.

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