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Canyonlands National Park – Needles District (Chesler Park Loop via Joint Trail)

Der Needles-District bildet die südöstliche Ecke der Canyonlands und wurde nach den bunten Türmen des Cedar Mesa Sandsteins benannt, die das Gebiet dominieren.

Bereits die Anfahrt nimmt einige Zeit in Anspruch, denn von Moab sind es rund 116 Kilometer und von Monticello immer noch 78 Kilometer. Allein die Fahrt über die UT-211, die im Needles-District endet und welche die einzige asphaltierte Straße ist, die in das Gebiet hinein und hinaus führt, ist 56 Kilometer lang.

Hinzu kommt, dass anders als zum Beispiel im Arches Nat’l Park oder in der Island in the Sky, die meisten der Felsformationen nicht mit dem Wagen oder über kurze Fußwege zu erreichen sind, sondern wenn Ihr den Needles-District kennen lernen wollt, dann müsst Ihr Euch auf lange Wanderwege in das Backcountry oder Jeep-Touren über abenteuerliche Dirt Roads einstellen.

– Aktualisiert Juni 2021 – 

Einer der schönsten Trails im Needles-District ist der Chesler Park Loop.

Dieser führt Euch nämlich nicht nur zu einer der größten Ansammlungen der bunten, namensgebenden Sandsteintürme, sondern ein Teil des Loops verläuft über den Joint Trail, wo Ihr durch einen engen Canyon wandern und ein/ zwei spaßige Rock-Scrambling Einlagen geboten bekommt.


Trail Facts

  • Lage: Canyonlands National Park, Utah
  • Start: Soda Spring, Elephant Hill Trailhead
  • Traillänge: 18 km
  • Höhenunterschied: 640 Meter
  • Dauer: 6 Stunden
  • Besonderheit: Chesler Park, Joint Trail
  • Mehr Infos: Modern Hiker (engl.)


Der Trail beginnt bei Soda Spring am Elephant Hill Trailhead, der am Ende einer gut 5 Kilometer langen, unasphaltierten Dirt Road liegt.  Die Straße ist allerdings grundsätzlich soweit in Ordnung, als dass Ihr sie auch mit einem normalen PKW befahren könnt. Nach oder bei Regen solltet Ihr vorher trotzdem in vorsichtshalber im Visitor Center nachfragen.

Die Wanderung startet direkt am Parkplatz und geht sofort über Slickrock Felsen steil bergauf. Die meisten Zeit der ersten Kilometer seid Ihr damit beschäftigt entweder entlang riesiger Felsen einem nur schwach erkennbaren Fußpfad zu folgen oder Euch anhand von Cairns von Felsen zu Felsen zu navigieren.

Dazu kommen noch schmale Treppen und enge Canyons, aber auch immer wieder kleine Aussichtspunkte, von denen Ihr die ersten bunten Felstürme sehen könnt, den der District seinen Namen verdankt.

Nach rund 2,5 Kilometern trefft Ihr in einem Wash auf die erste Kreuzung, an denen Ihr den Schildern nach Chesler Park folgt (der andere Weg führt zu einer weiteren bekannten Formation – dem Druid Arch).

Danach steigt der Trail wieder steil an, bis Ihr schließlich die höchsten Punkte des Trails erreicht. Von hier ist die Aussicht auf die bunten Needles einfach gigantisch und Ihr könnt zum ersten Mal den Chesler Park – ein großes, breites Tal, das auf fast jeder Seite von den hoch aufragenden bunten Felsnadeln eingefasst wird – sehen.

Nach circa 4,7 Kilometern kommt Ihr erneut an eine Kreuzung. Hier müsst Ihr Euch nun entscheiden, in welche Richtung Ihr den jetzt beginnenden Loop durch den Cheslser Park bewandern wollt.

Wir entscheiden uns auf Rat der Rangerin dafür, entgegen des Uhrzeigersinnes zu laufen, was den Vorteil hat, dass Ihr in die andere Richtung lauft, als 99% der anderen Besucher und Ihr somit meist völlig alleine seid.

Bereits kurze Zeit nach der Kreuzung gewinnt Ihr nochmal einiges an Höhe, bis Ihr schließlich auf eine breite Dirt Road trefft. Auf dieser wandert Ihr nun entlang bis Ihr einen kleinen Picknickplatz mit Tischen und einem Toilettenhäuschen erreicht.

Kurze Zeit später beginnt der Joint Trail. Dabei handelt es sich um einen rund 2,4 Kilometer langen Abschnitt des Trail, auf dem Ihr Euch durch riesige Felsbrocken quetscht, manchmal nur mit einer Schulterbreite dazwischen.

Sobald Ihr erstmal zwischen den hohen Felswänden seid, nimmt der Trail eine ganz neue Gestalt an. Statt bunte Felsen und weite Ausblicke auf die Canyons und Mesas zu genießen, steigt Ihr nun in einem wenige Meter breiten Spalt zwischen zwei riesigen Felsblöcken hinauf.

Am Ende der schmalen Felsspalte gibt es noch eine nette kleine Scrambling-Einlage, denn hier müsst Ihr über einen eingekeilten Ast, eine Holzleiter oder beides, die letzten Felsbrocken zu erklimmen, bevor Ihr wieder im Tageslicht steht.

Nach der abwechslungsreichen Route erreicht Ihr dann endlich den Chesler Park. Nun steht Ihr inmitten des Tals, um Euch herum die gigantischen und wunderschönen Felsnadeln – ein grandioser Anblick. 

Hier zeigt sich jetzt der nächste Vorteil, den Loop gegen den Uhrzeigersinn gelaufen zu sein: Die Sonne steht Euch nun im Rücken, so dass Ihr die wunderbar leuchtenden Needles die ganze restliche Zeit auf dem Loop in Eurem Blickfeld habt.

Schneller als Euch lieb ist, steht Ihr wieder da, wo Ihr den Loop begonnen hat. Ab hier geht es über den vom Hinweg bekannten Trail wieder zurück zum Wagen.

Wenn Ihr nach dem Trail noch Lust habt, dann könnt Ihr noch ein wenig den kurzen Scenic Drive entlang fahren und einen Stopp am Wooden Shoe Arch machen, der – nach den Wundern des Tages – jedoch leider nicht mehr richtig beeindrucken kann.

Wenn Ihr auch die Island in the Sky, einen anderen Distrikt von Canyonlands, erkunden wollt, dann schaut doch auch in unseren Beitrag Canyonlands National Park – Island in the Sky. 

Hier haben wir ein paar schöne (diesmal kleine) Hikes gemacht und tolle Aussichten von den verschiedenen Aussichtspunkten genossen. Viel Spaß dabei!

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