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Cathedral Peak Nature Reserve – Doreen Falls

Das wunderschöne Cathedral Nature Reserve westlich von Winterton ist das erste Schutzgebiet in den Zentralen Drakensbergen. Hier bieten gigantische grünen Steilhänge, versteckte Wasserfälle und die Gipfel des Bell mit 2.930 Metern, des Horns und des Cathedral Peak mit jeweils 3.005 Metern und des Cleft Peak mit 3.281 Metern eindrucksvolle Fotomotive.

Aber das ist noch nicht alles. Das 32.000 Hektar große Gebiet bietet auch diverse Trails aller Längen und ist damit ein Paradies für Wanderer.

Und das Beste: Die meiste Zeit seid Ihr hier völlig alleine.

Nach dem vernebelten Tag im Royal Natal National Park begrüßt uns der neue Tag schnell mit strahlendem Sonnenschein, aber auch mit heiß-schwülen 32 Grad.

Nach einem geruhsamen Frühstück in der Valley Bakery in Cathkin Park in der Nähe unserer Unterkunft machen wir uns auf den Weg zum Cathedral Peak Nature Reserve. Die Fahrt ist nicht besonders lang, die Fahrt dauert nur circa 1 1/2 Stunden, allerdings ist ein Teil der Strecke nicht geteert und die Zufahrtsstraße ist ziemlich kurvig und versteckt auch das ein oder andere tiefe Schlagloch. Dafür gibt es aber immer wieder wunderschöne Aussichten auf die Umgebung, die schnell Lust auf mehr machen und am Ende kommen wir auch unbeschadet am Eingang des Cathedral Nature Reserve an.

Der Eintritt kostet 40 ZAR p.P., dafür bekommen wir eine – ein wenig rudimentäre – Wanderkarte. Für heute haben wir uns eigentlich den Trail zu den Doreen Falls und anschließend zu den Ribbon Falls ausgesucht, dieser soll, ausweislich der Trailbeschreibung, am Wanderparkplatz kurz vor der Einfahrt des Cathedral Peak Hotel starten.


Trail Facts

  • Lage: Cathedral Peak Nature Reserve
  • Start: Wanderparkplatz oder Cathedral Peak Hotel
  • Traillänge: 8,4 Kilometer
  • Höhenunterschied: 150 Höhenmeter
  • Dauer: 3 1/2 Stunden (mit ausgedehnter Pause am Wasserfall)
  • Besonderheit: Doreen Falls


TIPP: Ihr könnt den Trail tatsächlich von hier aus wandern, besser und übersichtlicher ist es allerdings, wenn Ihr direkt am Hotel startet. Für 5 ZAR dürfen dort auch Tagesgäste parken. Wir haben dies leider erst zu spät gemerkt, würden es beim nächsten Mal aber auf jeden Fall lieber so machen.

Am Wanderparkplatz müssen wir erstmal den Weg finden. Die einzige Möglichkeit scheint der Weg rechts neben der Infotafel zu sein, aber der ist so zugewachsen, dass wir zunächst nicht ganz sicher sind. Mangels Alternativen starten wir dann aber trotzdem über diesen (tatsächlich auch richtigen) Weg.

Der kennt keine Gnade und steigt – bei schweißtreibenden Temperaturen – direkt steil auf eine Hochebene auf und führt dann auf einem dicht bewachsenen Pfad zunächst parallel zum Fluss bis er schließlich auf eine Gabelung trifft.

Haltet Euch hier rechts, dann trefft Ihr nach wenigen Metern auf eine weitere Kreuzung.

Der Weg geradeaus bringt Euch zum Fluss und im weiteren Verlauf zum Cathedral Peak Hotel, der Weg nach rechts führt – wie auch ausgeschildert – zum Ashlea’s Amble – und auch zu den Wasserfällen.

Die Aussichten sind fantastisch, allerdings gibt es kaum Schatten und das hohe Gras lässt auch wenig Wind zu.

Wir sind daher froh, als wir die obere Ebene wieder verlassen und mit dem Trail zum Fluss hinunter steigen. Diesen gilt es dann zu überqueren, was dank einiger großer Steine jedoch kein großes Problem darstellt.

Danach geht es mal wieder bergauf, bis kurze Zeit später ein Weg nach links zu den Doreen Falls abzweigt. Erneut gilt es einen relativ steilen Anstieg und im Anschluss auch wieder Abstieg zu überwinden, dann steht Ihr schließlich vor dem netten kleinen Wasserfall.

Es gibt sicherlich eindrucksvollere Wasserfälle, aber bei den Temperaturen finden wir es richtig nett hier am Wasser zu sitzen, eine kleine Mittagspause einzulegen und die Ruhe zu genießen, in der ganzen Stunde die wir hier entspannen kommt tatsächlich kein anderer Wanderer vorbei – total schön.

Eigentlich wollten wir noch weiter zu den Ribbon Falls wandern, allerdings sind wir mittlerweile so durchgekocht, dass wir uns dafür entscheiden zum Parkplatz zurückzukehren.

Hierfür geht es einfach auf dem Hauptweg weiter geradeaus und – da Ihr Euch nun auf dem Weg vom/ zum Hotel befindet – gibt es auch keinerlei Überraschungen mehr. Der Trail ist nahezu ebene und verläuft netterweise teilweise auch durch ein kleines schattiges Waldstück.

Ein wenig abgekühlt genießen wir nochmal die Aussichten, bevor wir schließlich die Hotelanlage erreichen.

Danach geht es quer über das Hotelgelände bis Ihr schließlich die Straße erreicht und auf dieser – immer bergab – zum Eingangstor zurückkehrt.

Endlich wieder am Wanderparkplatz angekommen, heißt es Klimaanlage auf volle Pulle und zurück in unseren furchbar netten Bungalow. Ein wenig Zeit um für ein paar Paviane am Wegesrand und Bergpanoramen anzuhalten, bleibt vorher jedoch noch.

Im Cathedral Peak Nature Reserve könnt Ihr wundervoll wandern, allerdings solltet Ihr lieber am Hotel und nicht auf dem Wanderparkplatz starten. Vom Hotel aus sind die Wege deutlich besser beschildert und auch viel gepflegter, der Weg vom Wanderparkplatz hingegen war meistens total zugewachsen und auch an den Kreuzungen war die Richtung nicht immer klar, da Schilder fehlten. Zusätzlich ist der Weg vom Wanderparkplatz auch noch länger, so dass die normalen Kilometer-/ und Zeitangaben nicht stimmen.

Die Doreen Falls selbst haben uns allerdings super gefallen, besonders weil das Plätzchen so ein nettes, verlassenes Kleinod war. Insoweit lohnt sich der Weg dorthin auf jeden Fall. Startet Ihr vom Hotel ist dieser auch relativ kurz und nahezu eben, so dass Ihr danach eventuell sogar noch Zeit für einen anderen Trail habt.

Ansonsten gibt es auch in den anderen Schutzgebieten in den Drakensbergen wunderschöne Wanderwege, z.B. der Chain Ladder/ Sentinel Peak Hike zu den Tugela Falls im Royal Natal National Park oder im Monk’s Cowl Nature Reserve der Trail zur Sphinx oder zur Blindmans Corner.

Lohnen tut sich auf jeden Fall auch die Sani Pass Tour in den südlichen Drakensbergen, die Euch über den höchsten Pass Südafrikas nach Lesotho bringt.

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