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Cobá – Weitläufige Maya-Stätte und einsame Cenoten

Im Dreieck von Tulum, Cancún und Playa del Carmen liegen direkt am gleichnamigen Ort die weitläufigen Maya-Ruinen von Cobá.

Die Stadt war in der Blütezeit der Maya eine der größten Maya-Stätten auf Yucatán, man vermutet, dass hier seinerzeit bis zu 50.000 Menschen gelebt haben.

Die teilweise restaurierten Gebäude sind weit in dem umliegenden Dschungel verstreut, was daran liegt, dass Cobá einen sogenannten “offenen Siedlungscharakter” hatte. Das bedeutet, dass es ein dicht bebautes Zentrum gab, die Gebäudedichte aber zu den Ränder hin stark abnahm.

 

Zona Arqueológica de Cobá
Anreise

Die archäologische Stätte von Cobá könnt Ihr mit dem Mietwagen von Tulum (45 min.), Valladolid (50 min.) oder auch noch von Cancún (2 Std.) gut im Rahmen eines Tagesausfluges erreichen.

Alternativ bieten auch viele Tourenanbieter von den verschiedenen Städten aus Ausflüge zu der Maya-Stätte an.

Öffnungszeiten, Tickets u. Zeitbedarf

Wie die meisten archäologischen Stätte in Mexiko ist Cobá von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Vor dem Areal steht Euch ein großer Parkplatz zur Verfügung, dessen Benutzung 60 MXN pro Wagen kostet.

Der Eintritt in die Ruinenstätte kostet 100 MXN pro Person. Ihr müsst in bar bezahlen.

Aktuelle und offizielle Informationen findet Ihr auch auf der Homepage der Zona Arqueológica de Cobá.

Da die verschiedenen Gebäude überall im Dschungel verteilt liegen und das Gelände sehr weitläufig ist, ist es sinnvoll, wenn Ihr Euch für die Besichtigung direkt hinter dem Eingang ein Fahrrad ausleiht. Diese kosten für den ganzen Tag 60 MXN pro Person.

Alternativ könnt Ihr Euch auch ein Zwei-Personen-Fahrradtaxi inklusive Fahrer mieten oder die Wege zu Fuß zurücklegen. Die Strecke zwischen Eingang und dem letzten Gebäude beträgt etwa 1,5 Kilometer one-way, dazu kommen noch die unterschiedlichen Nebenstrecken.

Sofern Ihr mit dem Fahrrad unterwegs seid, solltet Ihr für Euren Besuch rund 1 ½ Stunden einplanen, zu Fuß würdet Ihr entsprechend länger brauchen.

In Cobá sind zwar deutlich mehr Touristen unterwegs, als beispielsweise in Uxmal oder Edzná, im Vergleich zu Tulum oder Chichén Itzá geht es hier aber trotzdem eher beschaulich zu. Zudem verteilen sich die Besucher auf dem großen Gelände auch sehr gut, so dass es eigentlich niemals irgendwo eng wird. Ihr seid daher hinsichtlich Eurer Besuchszeit auch flexibel.

ACHTUNG: Derzeit (2022) heißt es auf den offiziellen Kanälen, dass die Ruinen von Cobá zur Restaurierung bis auf weiteres geschlossen sind. Dies stimmt jedoch nicht.

Offensichtlich gibt es derzeit Streit zwischen der Regierung, die die Ruinen gerne für die Restaurierung schließen würde und der Bevölkerung, der durch die Schließung – nach zwei Jahren COVID – die kompletten Einnahmen wegbrechen würden. Daher halten die Einheimischen die Ruinen derzeit geöffnet.

Die wichtigsten Bauten

Nur wenige Meter hinter dem Eingang trefft Ihr direkt auf die erste der fünf Gebäudegruppen, in welche die Ruinenstätte von Archäologen eingeteilt wird.

In der sogenannten Grupo Cobá findet Ihr unter anderem die rund 20 Meter hohe La Iglesia (Kirche) und einen Juego de Pelota (Ballspielplatz).

Hinter der Grupo Cobá trefft Ihr dann auf die Grupo Macanxoc. Die Ruinen, auf die Ihr hier findet, sind zwar weniger spektakulär, dafür könnt Ihr hier aber etliche Altäre und Stelen (beschriftete Steinsäulen) bewundern.

Außerdem legt Ihr auf dem Weg ein Stück auf einer der mehr als 20 Sacbeob zurück, die es in Cobá gibt. Die weißen Straßen der Maya haben früher Zeremonienbauten innerhalb der Siedlung oder nahe gelegene Städte miteinander verbunden.

Ganz in der Nähe findet Ihr dann die Grupo D mit der Conjunto Pinturas und einem zweiten Juego de Pelota, an dessen Wänden Ihr noch zwei sehr gut erhaltene Reliefs finden könnt.

Anschließend radelt oder lauft Ihr einige Zeit durch den Dschungel, bist Ihr auf das Observatorium oder Xaibé, eine halbkreisförmige Basisstruktur von 14 Metern Höhe trefft. Das Bauwerk verfügt über vier Ebenen, von denen man annimmt, dass sie die Jahreszeiten und die 20 Stufen der Treppe die Tage des Mondes im Maya-Kalender repräsentieren.

Anschließend ist es nicht mehr weit bis zum Ende der Anlage, wo Ihr in der Grupo Nohoch Mul mit der gleichnamigen Nohoch Mul Pyramide auf das Highlight der Ruinenstätte trefft.

Mit 42 Metern ist sie die höchste Maya-Pyramide auf der Yucatán-Halbinsel und die dritthöchste Maya-Pyramide der Welt. Früher durftet Ihr die Pyramide noch besteigen, dies ist heute jedoch zum Schutz des Gebäudes aber nicht mehr möglich.

Cenoten in Cobá

Wenn Ihr nach dem, in der Regel schweißtreibenden, Besuch der Ruinen eine kleine Abkühlung braucht oder auch einfach nur dem Tulum-Trubel entkommen wollt, bietet sich ein Besuch in den drei wunderschönen Cenoten an, die nur 10 Fahrtminuten von der archäologischen Stätte Cobá entfernt liegen.

Der Eintritt kostet 100 MXN pro Cenote, die Tickets könnt Ihr an dem kleinen Tickethäuschen kaufen, dass direkt an der Hauptstraße liegt, bevor Ihr nach links oder rechts zu den Cenoten abbiegt. 

Unsere Erachtens lohnt sich übrigens der Besuch in allen drei Cenoten. Zum einen hat jede ihre Besonderheiten und zum anderen sind hier deutlich weniger Touristen, als in vielen anderen Cenoten in Tulum.

Choo-Ha

Die Choo-Ha war für uns die optisch schönste der drei Cenoten. In der unterirdischen Höhle hängen riesige Stalaktiten von der Decke und Ihr könnt in dem kristallklaren Wasser durch schmale Durchgänge teilweise bis an das (dunkle) Ende der Cenote schwimmen.

Bei unserem Besuch waren allenfalls noch fünf andere Besucher mit in der Cenote, was die geheimnisvolle Atmosphäre noch verstärkt hat.

Tankach-Ha

Die Cenote Tankach-Ha liegt nur eine Fahrtminuten von der Choo-Ha entfernt, optisch ist sie jedoch ganz anders. Im Gegensatz zu der Tankach-Ha ist sie deutlich größer und sehr viel tiefer, zudem hat das Wasser eine fast unheimliche tief-dunkelblaue Farbe.

Zum Grund der Cenote steigt Ihr über eine lange Wendeltreppe hinab, alternativ könnt Ihr auch von zwei Sprungtürmen aus 10 Metern oder 5 Metern Höhe einfach hinunter springen.

In der Tankach-Ha waren wir die einzigen Besucher, was den Besuch für uns einzigartig gemacht hat.

Multum-Ha

Auf der anderen Straßenseite liegt dann noch die Multum-Ha, die ebenfalls eine unterirdischen Höhle ist, in die durch ein Loch im Höhlendach natürlich Licht einfällt.

Sie wirkt – auch durch den Holzsteg – nicht ganz so mystisch, wie die anderen beiden, dafür fanden wir das Wasser hier am klarsten.

More

Wenn Ihr jetzt Lust auf noch mehr Maya-Ruinen habt, dann empfehlen wir Euch zum Beispiel einen Besuch in Chichén Itzá, Uxmal, Edzná oder Calakmul. Zudem gibt es entlang der MEX 186 diverse weitere kleine Maya-Stätten, die alle ebenfalls sehr sehenswert sind, siehe unser Beitrag Maya-Ruinen entlang der Ruta Río Bec.

Weitere tolle Cenoten findet Ihr insbesondere noch in der Nähe von Valladolid.

Neben Maya-Ruinen und Cenoten gibt es auf Yucatán aber auch noch mehr zu sehen. Ideen für weitere Stopps findet Ihr in unserem Beitrag 13 Tage in Mexiko – Ein Routenbeispiel für die Halbinsel Yucatán.

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