• Menü
  • Menü

Death Valley National Park – Hottest, Driest, Lowest

Als größter Nationalpark südlich von Alaska ist Death Valley bekannt für seine Extreme: Das Tal des Todes ist der heißeste und trockenste Ort Nordamerikas, aber auch das am niedrigsten gelegene Gebiete des ganzen Kontinentes.

Death Valley ist der Boden eines 518 km² großen, ausgetrockneten Salzsees, dessen tiefster Punkt bei 84 Metern unter dem Meeresspiegel liegt. Hohe Gebirge zwischen dem Tal und dem Pazifik halten dazu den Niederschlag fern, so dass es weniger als 50 mm Niederschlag pro Jahr gibt und sich die Hitze im Tal staut.

Dadurch sind die Sommer mit Temperaturen von durchschnittlich 40 Grad glühend heiß, sogar so heiß, dass Death Valley seit dem 10. Juli 1913 und damit seit 103 Jahren offiziell der heißeste Ort der Welt ist. Damals wurden bei der Greenland Ranch, heute bekannt als Furnace Creek Ranch, 56,7 Grad Celsius gemessen.

– Aktualisiert April 2021 – 

Anfahrt

Insbesondere aufgrund der hohen Temperaturen ist der Weg zur Furnace Creek Ranch, die mitten im Nationalpark liegt, von Warnhinweisen gesäumt.

Für Wohnmobilie ist die Durchfahrt in den Monaten Mai bis September sogar oftmals vom Vermieter untersagt. PKWs, aber auch RVs, mit denen Ihr durch Death Valley fahren möchte, sollten vollgetankt und in gutem Zustand sein. Außerdem solltet Ihr im Wagen genügend Trinkwasser mit Euch führen und – sofern es mal steil bergauf geht – die Temperaturanzeige Eures Wagens im Blick behalten und notfalls die Klimaanlage ausstellen, damit es nicht zu einer Überhitzung kommt.

Eine besonders schöne Anfahrt habt Ihr übrigens, wenn Ihr den Park von Westen kommend durchquert. Hier überwindet Ihr nämlich zwei Höhenzüge über 1.500 Meter und habt dadurch auf den schier endlosen Berg – und Talfahrten wundervolle Ausblicke auf die umliegende Landschaft.

Park Facts
  • Gegründet: 31. Oktober 1994
  • Größe: 13.756 km²
  • Höhenlagen: Von 85,95 Metern unter dem Meeresspiegel bis 3.366 Metern über dem Meeresspiegel
  • Lage: Mojave-Wüste, Kalifornien & Nevada
  • Öffnungszeiten: Ganzjährig
  • Eingänge: (1) Von Norden: Hwy. #267 über Scotty’s Castle & Hwy. #374 über Rhyolite Gosttown (2) Von Osten: Hwy. #190 über Parump (3) Von Süden: Hwy. #178 über Shoshone (4) Von Westen: Hwy. #136 & Hwy. #190 über Panamint Springs
  • Eintritt: 20 $ pro Wagen und Woche oder America The Beautiful Annual Pass
  • Besucher: Über 1,7 Millionen jährlich (Rank 16/63)
  • Mehr Infos: National Park Service Death Valley
Death Valley an einem Tag

Wenn Ihr nur einen Tag Zeit habt, dann solltet Ihr Euch auf die Sehenswürdigkeiten rund um Furnace Creek beschränken, insbesondere dann, wenn Ihr am selben Tag noch eine An- und/ oder Abfahrt vor Euch habt.

Folgendermaßen sah zum Beispiel unsere Tour durch das Valley aus, wobei wir morgens in Furance Creek gestartet und nachmittags nach Las Vegas weitergefahren sind:

Gerade, wenn Ihr nur einen Tag Zeit habt, lohnt es sich oft – trotz der ziemlich hohen Preise – in Furnace Creek zu übernachten. Zum einen erspart Ihr Euch – gerade, wenn Ihr aus Westen kommt – morgens die lange Anfahrt und zum anderen habt Ihr viele der Highlights von Death Valley direkt vor der Haustür.

Mequite Flat Dunes

Der erste Stopp im Park sollten die Mesquite Flat Dunes sein, die Ihr bei Stonepipe Wells, rund 30 Minuten von Firnace Creek entfernt findet. Kommt Ihr von Westen in den Park, liegen die Dünen ohnehin auf Eurer Strecke.

Die bis zu 30 Meter hohen Sanddünen sind aus feinstem Quarzsand und erstrecken sich auf einer Fläche von rund 36 km².

Von verschiedenen Parkbuchten am Hwy. #190 könnt Ihr die Sanddünen über unmakierte Trails gut erreichen. Lauft einfach soweit Ihr wollt, idealerweise zumindest bis zum ersten perfekten Fotostopp.

Aber Vorsicht, wenn Ihr aus dem gut klimatisierten Wagen steigt, kann der plötzliche Temperaturanstieg in Verbindung mit “durch den Sand stapfen” Euch ziemlich ins Schwitzen und eventuell auch aus der Puste bringen.

Golden Canyon/ Red Cathedral Trail

Direkt am Parkplatz des Golden Canyon startet der Golden Canyon Interpretive Trail zur Red Cathedral, der al einer der schönsten Trail in Park gilt.

Der insgesamt 4,8 Kilometer lange Trail führt Euch durch den farbenprächtigen Canyon, in dem die Felsen in den verschiedensten Schattierungen von Gold-, Orange- und Rottönen schimmern. Dazu bilden schokobraune Felsen einen tollen Kontrast.

Am Ende des Trails (Sackgasse) könnt Ihr dann noch ein paar Meter weiter bis zur sogenannten Red Cathedral gehen, die ein natürliches Amphitheater aus steilen, roten Sandsteinklippen ist.

Der Trail dauert hin und zurück circa zwei Stunden und obwohl der Weg weder besonders lang noch besonders schwierig ist, solltet Ihr ihn aufgrund der hohen Temperaturen (auch schon am frühen Morgen) nicht unterschätzen.

Unterwegs gibt es so gut wie keinen Schatten und im Canyon weht nur ab und an ein kleines Lüftchen, so dass Ihr gut auf Euren Kreislauf acht geben müsst. Nehmt auf jeden Fall ausreichend Wasser, Sonnencreme und einen Kopfschutz mit auf Eure Tour.

Übrigens: Selbst wenn Ihr keine Zeit habt, den gesamten Trail zu wandern: Schaut zumindest ein paar Meter in den Canyon hinein, es lohnt sich! 

Badwater Basin

Im Anschluss geht es über den Hwy. #178 vom Golden Canyon weiter zu den Salzflächen des Badwater Basin. Hier findet Ihr bei 86 Meter unter dem Meeresspiegel den tiefsten Punkt des nordamerikanischen Festlands.

Wenn Ihr vom Parkplatz dem kurzen Weg in Richtung Talmitte ein Stück folgt, dann steht bald auf einer endlos scheinenden auskristallisierten Salzfläche.

Devil’s Golf Course

Nur ein paar Kilometer vom Badwater Basin entfernt, trefft Ihr auf Devil’s Golf Course, wo Ihr ein ähnlich salziges Naturphänomen findet. Hier hat aufspritzendes Wasser Salzkristalle zu zahllosen Türmchen wachsen lassen, die mit ihren bis zu 25 cm hohen Säulen eine eindrucksvolle Landschaft bilden.

Einen richtigen Trail gibt es hier nicht, aber Ihr könnt einfach so durch die Salztürme hindurch spazieren. Dies solltet Ihr auch auf jeden Fall zumindest kurz tun, denn nur so könnt Ihr den bizarren Formationen richtig nahe kommen.

Devil’s Golf Course verdankt seinen Namen übrigens den zerklüfteten und spitzen Salzstrukturen, die die Menschen früher auf den Gedanken gebracht, dieser Platz müsse der Golfplatz des Teufels gewesen sein.

Artist’s Drive u. Artist’s Palette

Als nächstes geht es auf der Badwater Road wieder ein paar Kilometer zurück, denn hier liegt die Einfahrt zu dem sieben Meilen langen Artist’s Drive, der eine Einbahnstraße ist.

Entlang der Strecke findet Ihr auch die Artist’s Palette, eine Feldlandschaft, die berühmt für ihre vielfarbigen Gesteinsformationen ist. Ihr Farbenreichtum wird durch Oxidation verschiedener Metalle verursacht, die das Gestein z.B. gelb-, grün-, rot- oder ockerfarbene färben. Dabei sorgt Eisenerz für die roten, rosa und gelben, Mangan für die purpurnen und Kupfer für die grünen Farbtöne.

Zabriskie Point

Wieder in Furnace Creek angekommen, geht es nun in die andere Richtung weiter, wo Ihr nach rund 10 Minuten auf den ersten von zwei Aussichtspunkten trefft – den Zabriskie Point.

Vom Parkplatz führt Euch ein kurzer, aber steiler Weg hinauf zu Hügelkuppe, von der Ihr die atemberaubende Kulisse der bizarren Erosionslandschaft gut betrachten könnt. Entstanden sind diese Düne vor rund fünf Millionen Jahren, als der damals noch vorhandene Lake Manly austrocknete.

Dantes View

Der letzter Stopp führt Euch dann zu Dantes View, einem auf 1.669 Meter Höhe liegenden Aussichtspunkt.

Die Abfahrt dorthin zweigt circa 19 Kilometer vor/ nach Furnace Creek ab, dann sind es noch rund 21 Kilometer auf einer langen, steilen, kurvigen Straße nach oben.

Insbesondere das letzte Stück ist mit seinen sehr engen Kurven äußerst anspruchsvoll zu fahren und für RVs sogar verboten. Diese müssen ein ganzen Stück weiter unter auf einem separaten Parkplatz abgestellt werden.

Vom Parkplatz aus könnt Ihr dann die Hügelkuppe erkunden und auf einem kleinen Trampelpfad noch näher an den Abgrund heran laufen.

Von hier oben habt Ihr einen unglaublichen Blick auf die gesamte Länge des Tals, den Telescope Peak, der mit seinem 3.366 hohen Gipfel die höchste Erhebung des Parks ist und auf das Badwater Basin

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.