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Die Stadt auf dem Felsplateau – Ein Tag in Ronda

Obwohl sie nur rund 33.000 Einwohner hat, gehört die Kleinstadt Ronda neben der Alhambra in Granada zu einem der größten Highlights in Andalusien und das nicht ohne Grund.

Auf einer Höhe von 723 Metern thront sie auf einem Felsplateau, wobei die Alt- und Neustadt durch die tiefe Schlucht Tajo de Ronda geteilt sind und nur durch drei Brücken verbunden werden.

Und auch geschichtlich hat Ronda einiges zu bieten, immerhin war die Region bereits in der Altsteinzeit besiedelt und schon 132 v. Chr. entstand hier eine aus einer Befestigungsanlage der Römer bestehende Ortschaft mit dem Namen Arundo.

Von Málaga aus sind es knapp 113 Kilometer nach Ronda, auf direktem Weg könnt Ihr die Strecke mit dem Wagen gut in 1 1/2 Stunden schaffen.

Anreise

Habt Ihr ein wenig mehr Zeit, bietet es sich ggf. an Hin- oder Rückweg den etwas langeren Weg über Marbella zu wählen, da Ihr dann zunächst wunderschön auf der A-7 entlang des Meeres und dann ab San Pedro de Alcántara auf der A-397 steil bergauf und bergab wunderschöne Berglandschaften passiert.

Sofern Ihr Euch für diese Strecke entscheidet, achtet unbedingt darauf, dass Euch das Navi nicht über die – parallel zur A-7 verlaufenden – mautpflichtige AP-7 führt. Die Fahrtdauer von rund 2  Stunden verändert sich dadurch nämlich nur marginal.

Parken

Ronda ist längst kein Geheimtipp mehr. Dies werdet Ihr am Verkehr sofort erkennen, wenn Ihr die Stadt erreicht. Um eine langwierige (und wahrscheinlich erfolglose) Parkplatzsuche in den engen Gassen der Stadt zu vermeiden, fahrt Ihr am besten direkt in das Parkhaus unter der Plaza del Socorro.

Dort steht Eurer Wagen nicht nur erlaubt und sicher, sondern Ihr seid auch direkt in der Stadt. Vom Parkhaus sind es gerade mal 2 Minuten zur Stierkampfarena.

Parken kostet hier 0,04 EUR pro Minute (Stand Oktober 2019).

Sehenswürdigkeiten
Puerta de Almocabar

Bevor Ihr das Zentrum der Stadt erreicht, solltet Ihr an dem alten Stadttor Puerta de Almocabar halten. Das architektonisch ziemlich eindrucksvolle Tor war früher der Eingang zu einer Festung aus dem 13. Jahrhundert und erinnert heute an das ehemalige Verteidigungssystem von Ronda.

Der Aussichtspunkte “Ronda Bridge View Point”

Quasi direkt neben dem Stadttor, führt Euch eine erst ziemlich enge, dann auch eher holprige Straße hinab zu dem wundervollen Ronda Bridge View Point, von dem Ihr (unserer Meinung nach) den besten Blick auf die berühmte Brücke Puente Nuevo bekommt.

Zwar führt von der Stadt auch ein Fußweg zu dem Aussichtspunkt, wenn Ihr aber wenig Zeit habt und/ oder den Aufstieg scheut, der Euch am Ende wieder bevorsteht, dann könnt Ihr auch bequem mit dem Wagen fahren.

Die Neustadt El Mercadillo

Habt Ihr dann Euren Wagen im Parkhaus abgestellt und das Parkhaus verlassen, findet Ihr Euch direkt in der Neustadt “El Mercadillo” wieder, wo sich z.B. die Parroquia de Nuestra Señora del Socorro, die Plaza de Toros und der Park Alameda de Tajo befindet.

Außerdem findet Ihr hier auch die Carrera Espinel, die wichtigste Fußgängerzone der Stadt. Hier gibt es neben diversen (kleinen) Läden, auch eine Vielzahl von Restaurants und Cafés.

Die Plaza de Toros

Nur zwei Minuten vom Parkhaus entfernt steht die Plaza de Toros de Ronda, die als eine der ältesten und schönsten Stierkampfarenen Spaniens gilt. Sie wurde bereits von 1783 bis 1789 gebaut und bot Platz für bis zu 6.000 Besucher. Auch heute finden hier gelegentlich noch Stierkämpfe statt.

An allen anderen Tagen kann die Arena besichtigt werden. Die Öffnungszeiten variieren je nach Monat, am besten schaut Ihr sicherheitshalber einfach immer auch der Homepage nach. Der Eintritt kostet 8,- EUR p.P. (Stand Oktober 2019).

Wir selbst haben die Arena allerdings nicht besichtigt, von daher können wir Euch leider keine Empfehlung geben, ob sich der Besuch lohnt oder nicht.

Park Alameda de Tajo

Direkt hinter den Platz mit der Stierkampfarena schließt sich der kleine Park Alameda de Tajo an.

Diesem sollten wir vor allem deswegen einen Besuch abstatten, da sich an seinem Ende am Rande der Schlucht der Mirador de Ronda befindet, von dem Ihr einen wundervollen Ausblick auf die umliegende Landschaft habt.

Die Puente Nuevo & die Schlucht El Tajo

Danach könnt Ihr am Rande der Schlucht in Richtung Puente Nuevo schlendern. Kurz bevor Ihr die berühmte Brücke dann betretet, könnt Ihr einen ersten Blick auf sie und in die tiefe Schlucht El Tajo, die die Neu- von der Altstadt trennt, werfen.

Dann habt Ihr schließlich die Hauptattraktion von Ronda erreicht. Die Puente Nuevo – neue Brücke – ist mittlerweile schon über 220 Jahre alt und ist eine von drei Brücken, die über die Schlucht El Tajo führt.

Von und auch nach der Brücke, habt Ihr auf der einen Seite eine tolle Sicht auf die Sierra de Grazalema und auf der anderen Seite auf die vielen weißen Häuschen, die direkt an den Rand der Schlucht gebaut wurden.

Die Brücke selbst, könnt Ihr am besten vom Ronda Bridge View Point (siehe weiter oben) sehen oder wenn Ihr auf der Altstadtseite der Brücke ein Stück in die Schlucht hinunter geht.

Die Altstadt „La Ciudad”

Nun habt Ihr “La Ciudad”, die Altstadt Rondas erreicht. Auch hier findet Ihr diverse Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Casa del Rey Moro.

Ansonsten solltet Ihr Euch hier einfach ein wenig Zeit nehmen und Euch durch das enge Gassenlabyrinth treiben zu lassen. Rondas Altstadt ist einfach zauberhaft – hübsche kleine Häuschen, versteckte Plätze, bunte Kirchen und natürlich viele Restaurants und Cafés.

Baños Arabes

Ein wenig außerhalb der Stadt liegen dann noch die Baños Arabes, die bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts von den Mauren errichtet wurden.

Lange Zeit waren sie verschüttet und unter der Erde versteckt, bevor sie frühen 20. Jahrhundert wieder entdeckt wurden und mittlerweile können die Ruinen besichtigt werden können. Der Eintritt kostet 3,50 EUR p.P., auch hier variieren die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit, so dass Ihr Euch vorab ggf. am besten online informiert.

Da wir uns die Bäder nicht angesehen haben, können wir Euch allerdings auch hier keine Empfehlung geben, ob sich ein Besuch lohnt.

Empfehlung?!

Ronda ist sehr touristisch, aber auch einfach zuckersüß. Es macht schrecklich Spaß durch die Gassen der Altstadt zu schlendern und sich von dem Charme der kleinen Stadt gefangen nehmen zu lassen.

Und natürlich ist auch die Brücke ein echter Blickfang.

Insoweit, wenn Ihr es einrichten könnt, ein klares “Ja” für Ronda.

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