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Gardasee – Via Ferrata Fausto Susatti

In Biacesa del Ledro, rund 10-15 Minuten von Riva del Garda entfernt, startet eine der schönsten, aber auch beliebtesten Klettersteigrunden am Gardasee – die Via Ferrata Fausto Susatti.

Der auch anfängertaugliche Klettersteig verläuft auf einem langen Grat entlang der senkrechten Wände des Rocchetta-Massivs bis auf den Südkamm des Cima Capi und bietet neben einem wundervollen Klettervergnügen auch einmalige Tiefblicke auf den Gardasee, das Alto Garda und die Kulisse der Bergkette des Monte Baldo.

Die Tour kann außerdem wunderbar mit den drei weiteren leichten Via Ferrate Mario Foletti, Sentiero Camminamenti und Sentiero delle Laste kombiniert werden. Dabei führt Euch die Via Ferrata Sentiero Camminamenti – teilweise durch alte Tunnel  – entlang von ehemalige Schützengräben und Verteidigungsposten aus den Zeiten des Ersten Weltkriegs auf den Cima Roca, während die kurze Via Ferrata Sentiero delle Laste Euch wieder zum Start der Tour zurückbringt.

Die abwechslungsreiche Klettersteigrunde startet vom Ortskern in Biacesa del Ledro.

Hier stehen Euch im Bereich der Bushaltestelle eine (wenige) Parkbuchten zur Verfügung. Sofern diese belegt sind, könnt Ihr Eurer Glück aber noch in den kleinen Gassen rund um die Hauptstraße versuchen, auch hier steht der ein oder andere Parkplatz zur Verfügung.


Trail Facts

  • Lage: Gardasee, Italien
  • Start: Ortskern Biacesa del Ledro
  • Traillänge: 7,1 Kilometer
  • Schwierigkeit: A-B
  • Höhenunterschied: 830 Höhenmeter
  • Dauer: 6 3/4 Stunden
  • Besonderheit: Klettersteig, Blick auf den Gardasee, Schützengräben und Verteidigungsposten aus dem Ersten Weltkriegs, Cima Capi, Cima Roca
  • Mehr Infos: Via Ferrata.de und Klettersteige.de

Von der Bushaltestelle an der Hauptstraße geht es dann zunächst ein wenig durch den Ort. Zunächst wandert Ihr auf dem Weg Nr. 417 ,bis Ihr nach kurzer Zeit an einer Abzweigung nach rechts auf den Weg Nr. 470 wechselt.

Schnell verlasst Ihr dann Biacesa del Ledro und findet Euch auf einem schmalen Wanderweg wieder, der immer leicht ansteigend, eine Bergflanke quert. Schließlich erreicht Ihr eine Kreuzung, an der Ihr den Schildern in Richtung Via Ferrata F. Susatti folgt und nach einem weiteren steilen Aufstieg den Einstieg des Klettersteiges erreicht. Insgesamt müsst Ihr für den Zustieg mit rund 1 bis 1 1/2  Stunden rechnen.

Nun geht es – immer gut gesichert – an Stahlseilen und über Felsen und Eisenbügel den Grat hinauf. Die Schwierigkeit liegt den gesamten Aufstieg im A/B-Bereich und so könnt Ihr sicher das ein oder andere Mal anhalten und wunderbare Aussicht genießen.

Am Ende der Via Ferrata Fausto Susatti erreicht Ihr dann auf einer Höhe vom 909 Metern den mit einer Blechfahne markierten Gipfel des Cima Capi, der sich wunderbar für eine erste Rast anbietet.

Nach dem Gipfel führt Euch der Weg zunächst wieder steil bergab bis zu einem – bereits von oben sichtbarem – Hubschrauberlandeplatz und von dort auf nahezu ebenem Weg weiter bis zur einer Abzweigung.

Hier folgt Ihr dem Weg 460 in Richtung “Via Ferrata M. Foletti; Biacesa” und durchquert zunächst einen alte Stellung, bevor wenige Meter später die Via Ferrata M. Foletti mit einer gut gesicherten Plattenquerung über Stahlstufen beginnt.

Direkt dahinter müsst Ihr noch – erst bergauf und anschließend bergab – eine Rille im Schwierigkeitsgrad B bewältigen, danach erreicht Ihr einen guten Wanderweg, der Euch zum Bivacco Arcioni führt, das sich wunderbar für eine weitere kleine Rast eignet.

Kurz nach dem Bivacco Arcioni erreicht Ihr dann auf 858 Metern die Kirche San Giovanni, an der Ihr entscheiden müsst, ob Ihr den Aufsteig zum Cima Rocca auf euch nehmen möchtet.

Sofern dies der Fall ist, wandert Ihr mit dem Wegweiser “Cima Rocca, Camminamenti” steil nach rechts hoch und überwindet bei Eurem Aufstieg nicht nur einen beträchtlichen Höhenunterschied, sondern der historisch geprägte Sentiero dei Camminamenti (A/B) führt Euch auch durch alte Kriegsstellungen und Kriegsstollen mit kurzen Leitern.

Nach dem zweiten Tunnel erreicht Ihr eine Kreuzung, an der Ihr wahlweise links oder rechts weiter aufsteigen könnt – der andere Weg wird dann Eurer Rückweg sein – und erreicht dann endlich den Gipfel des Cima Rocca auf einer Höhe von 1.089 Metern.

Danach folgt – mit Ausnahme der kleinen Schleife – der Abstieg auf demselben Weg, bis Ihr schließlich wieder an der Kirche San Giovanni steht.

Von hier folgt Ihr nun dem Wegweiser zur Via Ferrata Laste (A), auf der Ihr über diverse gesicherte Stufen und Rampen und letztendlich über einen steilen Wanderweg wieder nach Biacesa und zu Eurem Wagen absteigt.


Die Cima Capi Runde über die vier Klettersteige hat uns sehr gut gefallen. Die Ausblicke von der Via Ferrata Fausto Susatti sind wunderbar und die Via Ferrata Mario Foletti ist zwar ein sehr kurzer, dafür aber mit der Plattenquerung und den Rinnen, ein sehr abwechslungsreicher Klettersteig. Der Sentiero Camminamenti ist als Klettersteig eher unspektakulär, dafür sind die Aussichten vom Cima Roca nochmal sehr schön.

Die Sentiero delle Laste ist ein “Abstiegsklettersteig”, zu dem man eigentlich schon gar nicht mehr Klettersteig sagen kann. Da wir Abstiege aber grundsätzlich meistens eher als notweniges Übel empfinden, kann der Part des Weges ohnehin schwer bei uns punkten.

Zusammengefasst eine wunderschöne, abwechslungsreiche Runde, die sich vor allem bei gutem Wetter lohnt. Wer es zeitlich einrichten kann, sollte seine Tour außerdem auf einen Wochentag legen, da es hier auch schnell mal voll werden kann. Ein Klettersteigset ist natürlich – wie bei allen Klettersteigen – Pflicht.

Rund um Arco gibt es noch viele weitere Klettersteige – wir haben uns zum Beispiel noch auf die Via Ferrata dell’Amicizia gewagt. Schaut doch einfach mal rein.

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