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Grand Teton National Park – Cascade Canyon to Lake Solitude

Eine der beliebtesten Wanderungen im Grand Teton National Park ist der Trail durch den Cascade Canyon.

Dieser führt von den Ufern des Jenny Lake zunächst zu den 60 Meter hohen Hidden Falls und anschließend hoch zum Inspiration Point, der einen wunderschönen Blick auf den Jenny Lake und die Ostseite des Grand Teton National Parks bietet.

Viele Besucher kehren hier bereits um, es lohnt sich jedoch weiter in Richtung Hurricane Pass und Lake Solitude zu wandern und den sich dort bieten Blick auf die Cathedral Group zu genießen.

Der Hike startet am Jenny Lake Trailhead.

Um diesen zu erreichen, habt Ihr zwei Möglichkeiten: Entweder Ihr nehmt den Jenny Lake Trail um den See herum oder Ihr lasst Euch vom Jenny Lake Visitor Center mit dem Boot über den See shuttlen. Das Boot ist zwar kostenpflichtig, dafür spart Ihr jedoch 3,8 Kilometer (one-way) ein, was sich auf jeden Fall lohnt, wenn Ihr vorhabt ein wenig weiter zu wandern.

Der Shuttleservice beginnt im Sommer um 07.00 Uhr, danach fährt das Boot bis 19.00 Uhr alle 10-15 Minuten.

Tickets können nicht reserviert werde, es gilt also first-come-first-serve. Die Fahrt dauert rund 12 Minuten.

Die Tickets werden direkt am Anleger in bar bezahlt und kosten für Erwachsene 18$ für den Round Trip oder 10$ one-way. Eine Ausnahme hiervon besteht für die erste Tour, diese kostet als Round Trip nur 5$ pro Person.

Mehr Infos zu dem Shuttle findet Ihr auf der Seite des Shuttle Services.


Trail Facts

  • Lage: Grand Teton National Park
  • Start: Jenny Lake Trailhead
  • Traillänge: 25,3 Kilometer
  • Höhenunterschied: 772 Meter
  • Dauer: 7 1/4 Stunden
  • Besonderheit: Jenny, Lake, Hidden Falls, Inspiration Point, Cascade Canyon, Cathedral Group, Lake Solitude
  • Mehr Infos: Teton Hiking Trails (engl.)

Wir starten mit dem ersten Shuttle um 07.00 Uhr. Während wir am Anleger warten, ist es zu Beginn fast noch dunkel, doch kurze Zeit später werden wir mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt.

Bald kommen immer mehr Besucher, am Ende ist das Boot fast voll.

Kurz nach 07.00 Uhr geht es dann los und schnell bringt uns das Boot auf die andere Seite des Sees.

Von der Bootsanlegestelle beginnt der Trail zunächst durch einen Nadelwald aufzusteigen. Kurze Zeit später überquert Ihr bereits den Cascade Canyon Creek und Ihr erreicht den Valley Trail, der auch Teil der Rundwanderung um den Jenny Lake ist.

Nach 800 Metern und einem Höhenunterschied von knapp 170 Metern erreicht Ihr den kurzen Seitenweg zu den 60 Meter hohen Hidden Falls.

Wieder auf dem Hauptweg geht es weiter in Richtung Inspiration Point. Der Weg, der übrigens teilweise in den 1930er Jahren vom CCC (Civilian Conservation Corps) gebaut wurde, wird nun sehr felsig und steigt in mehreren Serpentinen zum Aussichtspunkt an.

Vom Bootsanleger sind es rund 1,8 Kilometer und 215 Höhenmeter bis zum zunächst höchsten Punkt des Trails.

Endlich oben angekommen, habt Ihr dann einen wundervollen Blick auf den Jenny Lake und die umliegenden Teton Mountains.

Vom Inspiration Point aus geht der Weg weiter Richtung Westen und der Trail bleibt nun überwiegend eben, so dass Ihr schnell den Anfang des Cascade Canyon erreicht.

Auf den ersten Kilometern führt dieser Euch zunächst entlang des Cascade Canyon Creeks, wo sich häufig Bären aufhalten. Macht daher ausreichend Lärm und tragt auf jeden Fall Bärenspray mit Euch.

Im weiteren Verlauf wird der Canyon dann enger und Ihr erreicht die erste Reihe von großen Geröllfeldern. Hier bekommt Ihr auch erste gute Aussichten auf den Mt. Owen, der mit fast 4.000 Metern der zweithöchste Berg im Grand Teton National Park ist.

Wenn Ihr noch weiter in den Canyon hineinwandert, werdet Ihr neben den eher offenen Abschnitten aber auch immer öfter stark bewaldete Gebiete passieren.

Nach rund 8 Kilometern und einem abschließenden steilen Anstieg erreicht Ihr dann endlich die Fork des Cascade Canyon. Hier führt der linke Trail in Richtung Hurricane Pass und Alaska Basin, während Euch der Weg rechts die North Fork des Canyons bis zum Lake Solitude hinauf bringt. Diesen Weg wollen wir heute nehmen.

Ein wenig wandert Ihr zunächst noch im Wald weiter, dann jedoch geht es ins freie Gelände. Hier wird der Weg nun nach und nach auch immer felsiger, während er stetig und immer steiler zum See hinaufsteigt.

Es lohnt sich übrigens, wenn Ihr Euch ab und an umdreht, um die grandiosen Ausblicke auf den Mt. Owen und den Grand Teton zu genießen.

Nach rund 12 Kilometern erreicht Ihr dann endlich den auf einer Höhe von 2.754 Metern liegenden der Lake Solitude.

Eine kleiner Felsvorsprung, ragt in den See hinein und ist ein prima Platz, damit Ihr Euch von dem anstrengenden Aufstieg erholen und gleichzeitig noch die super Aussicht genießen könnt.

Wenn ihr in Richtung Osten schaut, könnt Ihr den weiteren Weg sehen, der steil bergauf auf die Paintbrush Divide führt. Vom Pass aus führt der Trail dann durch den Paintbrush Canyon hinunter zum String Lake und danach wieder zum Jenny Lake.

Fitte Wanderer, die früh starten können die ganze Tour an einem Tag schaffen, der gesamte Loop ist um die 32 Kilometer. Die meisten begehen den Trail jedoch als Zweitagestour.

Wir selbst waren die ganze Zeit unschlüssig, ob wir nach dem Lake Solitude noch weiter wandern sollen, allerdings nimmt uns das Wetter die Entscheidung ab.

War es morgens noch halbwegs sonnig, zieht der Himmel nach und nach immer weiter zu. Vereinzelt regnet es auch. Da wir nicht ausschließen können, dass das Wetter noch schlechter wird, siegt die Vernunft und wir machen uns über den bekannten Weg zurück zum Jenny Lake.

Endlich wieder unten ankommen, geht ein langer und anstrengender Tag zu Ende und wir sind froh, dass wir direkt auf dem ersten Boot ein Plätzchen ergattern.

Trotzdem hat sich der Weg zum Lake Solitude gelohnt – der See und die Aussichten auf dem Weg dorthin waren einfach grandios! Das Wetter hätte allerdings ein wenig besser sein können.

Unabhängig davon hat uns auch der Cascade Canyon ganz gut gefallen, allerdings würden wir nicht empfehlen ganz bis zur Fork zu laufen, wenn Ihr nicht auch vorhabt weiter zu gehen. Irgendwann verändern sich die Aussichten nicht mehr sonderlich und der Weg wird einfach nur lang.

Falls Ihr übrigens nach dem Cascade Canyon noch nicht genug habt, können wir Euch den Trail zum Delta Lake nur ans Herz legen. Kurz, dafür auch sehr schön ist sonst auch der Trail zum Taggert Lake.

Daneben lohnt es sich auf jeden Fall auf den beiden Scenic Drives zu fahren und die Aussichten auf eines der schönsten Gebirge der Welt zu genießen!

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