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Harz – Vom Oderteich über den Rehberger Graben zur Hahnenkleeklippe

Im Oberharz in der Nähe von Braunlage und St. Andreasberg liegt der Oderteich, eine historische Talsperre, die – gemeinsam mit diversen anderen Bauwerken – seit 2010 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört .

Gespeist von der Oder, wurde der Oderteich errichtet, um über den Rehberger Graben die Wasserräder der Bergwerke in St. Andreasberg mit Wasser zu versorgen. Aufgrund seines Fassungsvermögens – er ist der größte aller Oberharzer Teiche – konnten damals Trockenperioden von rund 3 Monaten überbrückt werden.

Heute führt ein beliebter Wanderweg mit dem Namen Rehberger Grabenweg auf dem einst unmittelbar neben dem Rehberger Graben angelegten Inspektionsweg entlang. Diverse Informationstafeln informieren über den Graben, seine Geschichte und die ihn umgebende Natur.

Der Wanderweg startet am Parkplatz Oderteich direkt an der B 212.


Trail Facts

  • Lage: St. Andreasberg, Oberharz
  • Start: Parkplatz Oderteich
  • Traillänge: 22,2 Kilometer
  • Höhenunterschied: 390 Meter
  • Dauer: 4 3/4 Stunden
  • Besonderheit: Oderteich, Rehberger Graben, Rehbergergrabenhaus, Rinderstall, Hahnenkleeklippe
  • Stempelstellen HWN: Nr. 115 (Rehberger Grabenhaus), Nr. 123 (Rinderstall), Nr. 148 (Naturmythenpfad) und Nr. 75 (Hahnenkleeklippe)

Von dort geht es direkt auf den die meiste Zeit völlig eben verlaufenden Rehberger Grabenweg, dem Ihr nun rund 6 Kilometer bis zum Rehberger Grabenhaus folgt.

Nachdem eine erste Version des Rehberger Grabens bereits von 1602 bis 1604 errichtet wurde, wurde der neue Rehberger Graben im Oktober 1703 vollendet.

Das Rehberger Grabenhaus folgte dann ab 1772 als Dienstwohnung für das Bedienungspersonal des Rehberger Grabens. Genau wie der Graben selbst, wurde auch das Gebäude in den Folgejahren immer wieder umgebaut und verbessert. Heute findet Ihr hier eine wunderschöne Waldgaststätte und außerdem Stempelstelle Nr. 115.

Zudem ist der Rehberger Grabenweg Teil der südlichen Brockenumgehung des Harzer Hexenstieges.

Insgesamt ist der immer parallel zum Rehberger Graben verlaufende Rehberger Grabenweg 7,25 Kilometer lang und führt vom Oderteichdamm bis zur Jordanshöhe.

Auf dieser Tour folgen wir dem Weg jedoch nur bis kurz hinter das Rehberger Grabenhaus und steigen danach auf der Lochchaussee durch den Wald zur Gaststätte Rinderstall ab.

Die hübsche Waldgaststätte ist ebenfalls ein historisches Gebäude, denn einst wurde der Rinderstall als Wohnung für die Hirten und als Stall für das sogenannte Harzer Rotvieh genutzt, die die Sommermonate hier im Odertal und in den umliegenden Wäldern verbrachten.

Direkt hinter dem Rinderstall führt Euch der Weg dann durch den Wald steil bergauf, bis Ihr Eurer nächstes Ziel – den Silberteich, einem künstlich angelegten Kunstteich, der ebenfalls zu den Anlagen des Oberharzer Wasserwirtschaft gehört.

Wenn Ihr die Treppen neben dem Silberteich hinaufsteigt, könnt Ihr oben außerdem Stempel Nr. 148 einsammeln.

Nun geht es zunächst den Weg zurück, bis Ihr wieder an der letzten Kreuzung steht, von dort macht Ihr Euch auf der Hahnenkleer Waldstraße an den Aufstieg zur Hahnenkleeklippe, eine 700 Meter breite Felswand oberhalb des Odertales, deren Name sich von der alten Flurbezeichnung „Hohe Klippen” herleitet.

Von hier habt Ihr einen wundervollen Blick auf den Rehberg und den Rehberger Graben. Unten im Tal könnt Ihr außerdem die Oder erkennen, die sich durch die Wiesen des Odertales schlängelt, dort wo sich früher die Sommerweiden für das Harzer Rotvieh befanden.

Seid Ihr wieder auf dem Hauptweg angekommen, könnt Ihr weniger Meter später an einer Schützhütte noch Stempel Nr. 75 einsammeln, danach geht es eben und auf gut ausgebauten Wegen in Richtung Königskrug und dann auf dem Königskruger Planweg zurück zum Oderteich und zum Parkplatz.

Insbesondere der erste Teil dieser Wanderung bis zum Silberteich ist wunderschön,vor allem die Stecke am Rehberger Graben entlang haben wir sehr genossen. Danach ist es nicht mehr so spektakulär, dafür ist der Ausblick von der Hahnenkleeklippen den Weg schon wert. Später auf dem Königskruger Planweg habt Ihr schöne Ausblicke auf das Tal, bei uns war es allerdings aufgrund der Jahreszeit noch ziemlich kahl. Dieser Teil der Tour ist ab dem Frühjahr sicherlich noch deutlich schöner.

In diesem Sinne: Happy Hiking!

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