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Harz- Von Wendefurth zur Rappbodetalsperre

Mit einer Länge von 415 Metern und einer Höhe von 106 Metern ist die im Oberharz, unmittelbar am Eingang des Bodetals liegende Rappbodetalsperre, die größte Talsperre Deutschlands.

Schon seit über 50 Jahre schützt sie die im Tal liegenden Orte vor Hochwasser, zudem dienst sie der Trinkwasser- und Stromversorgung vieler umliegender Ortschaften.

Rund um die Staumauer wurden über die Jahre – insbesondere für Adrenalinjunkies – außerdem diverse Attraktionen installiert, so zum Beispiel 2012 die Megazipline, die mit einer Länge von 100 Metern die längste Europas ist.

Direkt daneben wurde 2017 die Hängebrücke Titan RT eröffnet. Von ihren insgesamt 483 Metern hängen rund 458 Meter komplett frei, was sie zu der längste Brücke dieser Bauart auf der Welt macht. Ungefähr in der Mitte der Brücke befindet sich unter ihr außerdem eine gondelartige Konstruktion, von der Mutige einen Pendelsprung aus 100 Metern in die Tiefe wagen können. Alternativ besteht auch die Möglichkeit an der Wendenfurther Staumauer beim Wallrunning 43 Meter die Staumauer herunterzulaufen.

Die Wanderung beginnt an den wenigen Parkplätzen an der Besucherinformation Talsperre Wendefurth und dem Gasthaus “Zum Fischer”.


Trail Facts

  • Lage: Wendefurth, Nordharz
  • Start: Besucherinformation Talsperre Wendefurth
  • Traillänge: 14,7 Kilometer
  • Höhenunterschied: 415 Meter
  • Dauer: 4 1/4 Stunden (inkl. Titan RT)
  • Besonderheit: Harzköhlerei Stemberghaus, Aussichtspunkte Schöneburg und Rotestein, Rappbodetalsperre, Titan RT, Wendefurther Talsperre, Abschnitt des Harzer Hexenstieges
  • Stempelstellen: HWN 63 (Schöneburg), HWN 60 (Stemberghaus Köhlerei), HWN 54 (Rotestein), HWN 62 (Talsperre Wendefurth/ Talsperrenblick), Sonderstempel Titan RT

Vom Parkplatz aus geht Ihr an der Gaststätte vorbei und taucht bereits kurze Zeit später in den Wald ein. Hier führt Euch ein schmaler, naturbelassener Hangweg, der parallel zur Straße verläuft, erst steil bergauf, dann jedoch relativ eben bis zu einem Parkplatz am Rande des Pumpspeicherbeckens/ Oberbeckens Wendefurth.

Hier überquert Ihr nun die B 81 und taucht sofort wieder in den dichten Wald ein, in dem Ihr nun eben und leicht absteigend rund 1,2 Kilometer bis zur Abzweigung zur Schutzhütte Schöneburg wandert. Von der Abzweigung sind es dann gerade mal rund 400 Meter bergauf bis Ihr den Aussichtspunkt erreicht. Dort könnt Ihr nicht nur den schönen Blick auf Altenbrak bewundern, sondern auch gleich Stempel Nummer 63 einsammeln.

Danach kehrt Ihr die rund 400 Meter auf dem Hauptweg zurück und wandert auf einem breiten Waldweg, der übrigens ein Teil des Harzer Hexenstiegs ist, im leichten auf und ab weiter zu der circa 2 Kilometer entfernten Harzköhlerei Stemberghaus, ein produzierender Handwerksbetrieb mit angeschlossenem Museum und Köhler-/ Souvenirladen.

Zudem befindet sich neben der Köhlerei eine Köhlerhütte, in der sich ein gemütliches Restaurant mit Biergarten befindet. Auch Stempel Nummer 60 könnt Ihr hier dann einsammeln.

Ihr überquert nun erneut die B 81 und wandert dann wieder – zunächst steil bergab – in den Wald hinein, nur um bereits kurzes Zeit später Euren Aufstieg zum Rotestein zu beginnen, der – nachdem Ihr an einer großen Abzweigung dem Weg und der Ausschilderung nach links folgt – gar nicht mal so unanstrengend ist.

Seid Ihr aber erstmal an dem Aussichtspunkt angekommen, dann erwartet Euch hoch über der Rappbodetalsperre ein toller Ausblick über die Talsperre bis hin zum Brockengipfel. Zusätzlich findet Ihr hier auch Stempelstelle Nummer 54, die im Jahr 2010 zu schönsten Stempelstelle gekürt wurde.

Vom Rotestein wandert Ihr dann ein Stück den Weg zurück und biegt dann relativ bald nach links auf einen kleinen Waldpfad ein, der in einer kleinen Schlaufe dann schon bald wieder auf breiten Weg trifft, von dem Ihr vor einiger Zeit abgebogen seid.

Nach kurzer Zeit erreicht Ihr dann schon den anderen Rand des Pumpbeckens/ Oberbeckens Wendefurth und beginnt am Beckenrand entlang den zunächst relativ steil an-, dann jedoch auch absteigenden Weg zur Rappbodetalsperre.

Von dieser habt Ihr einen wunderschönen Ausblick auf den Stausee und die zulaufenden Flüsse und von hier könnt Ihr – wenn Ihr Lust und Zeit habt – auch gut einen Abstecher auf die 2017 errichtete Hängebrücke Titan RT machen.

Normalerweise könnt Ihr die Brücke von beiden Seiten betreten, in Zeiten von Corona gilt jedoch eine Einbahnstraßenreglung, so dass Ihr zunächst die Staumauer überqueren und zum Nordeingang aufsteigen müsst.

Dort besorgt Ihr Euch dann entweder im Besucherzentrum oder an einem der Kassenautomaten Eure Tickets, die – Stand November 2020 – 6,- EUR pro Person kosten.

Anschließend könnt Ihr Euch dann an der Schlange für die Dreh-/ Einlasstür anstellen und schließlich steht Ihr dann schon mitten auf der imposanten Brücke und könnt die Aussichten auf den Staudamm und die Flüsse genießen.

Nach dem Überqueren der Brücke folgt Ihr direkt nach dem Ausgang dem linken Weg bergab in Richtung “Ausstieg Megazipline” und wandert dann auf einer Kopfsteinpflasterstraße bis zur Talsperre Wendefurth.

Und obwohl Ihr nun schon wieder am Parkplatz und Eurem Ausgangspunkt angekommen seid, solltet Ihr noch kurz die Talsperre überqueren und auf der anderen Seite den kurzen, steilen Aufstieg zum Talsperrenblick auf Euch nehmen, denn – neben dem Ausblick auf die Talsperre – findet Ihr hier auch noch Stempel Nummer 62.

Nachdem Ihr diesen eingesammelt habt, geht es denselben Weg wieder zurück zum Parkplatz, wo die Tour dann endet.


Diese Tour ist unser Meinung nach eine der schönsten im Harz. Nahezu der gesamte Weg verläuft auf sehr schön angelegten Waldpfaden, was – gerade im Herbst – unglaublich abwechslungsreich ist. Zudem gibt es es einige sehr schöne Aussichtspunkte!

Ein echtes Highlight ist dann natürlich auch die Rappbodetalsperre, von der Ihr – insbesondere weil die Tour eher kurz ist – wunderbar einen Abstecher zur Hängebrücke Titan RT machen könnt.

Eine rundum gelungene Wanderung, die wir zu 100% empfehlen können.

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