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Island – Wanderung zum Glymur

Lange Zeit galt der Glymur, der am Ende des Fjordes Hvalfjörður liegt, mit seinen 196 Metern als der höchste Wasserfall Islands. 2011 wurde dann jedoch festgestellt, dass der erst 2007 durch einen Gletscherrückzug entstandene Morsárfoss mit 227 Metern noch höher ist.

Unabhängig davon, bleibt der Glymur ein beeindruckender Wasserfall und die Wanderung, die zu einer der schönsten und abwechslungsreichsten auf Island gehört, ein echtes Halbtagsvergnügen.

Der Trail startet auf dem Parkplatz Botnsá, den Ihr von der Straße 47 nach circa 2 Kilometern erreicht.

Von dort geht es zunächst über einen steinigen, aber gut ausgebauten Weg dem Fluss entgegen. Gerade zu Beginn gibt es einige Abzweigungen, die jedoch alle gut ausgeschildert sind.


Trail Facts

  • Lage: Hvalfjörður, Westisland
  • Start: Parkplatz Botnsá
  • Traillänge: 8,2 Kilometer
  • Höhenunterschied: 470 Meter
  • Dauer: 3 Stunden
  • Besonderheit: Glymur (zweithöchster Wasserfall Islands)

Schließlich erreicht Ihr eine kleine Höhle, die Ihr durchqueren müsst, anschließend steigt Ihr zum Fluss Botnsá hinab und folgt diesem noch einige Meter.

Als nächstes müsst Ihr nun den Fluss überqueren. Im Sommer steht hierfür ein befestigter Baumstamm mit einem Metallseil zum Festhalten zur Verfügung, trotzdem gehört schon ein wenig Mut dazu, erst über die Steine und anschließend über den Baumstamm zu balancieren. Zudem können – je nach Wasserstand des Flusses – die Füße trotz der Überquerungshilfe nass werden.

Nun folgt der anstrengende Teil der Wanderung. Über einen sehr steilen Pfad, der etappenweise auch mit einem Seil gesichert ist, geht es – oft über große Steine – stetig bergauf dem Plateau entgegen, bis Ihr schließlich einen ersten Aussichtspunkt erreicht. Von diesem könnt Ihr dann erstmals einen Blick auf den beeindruckenden Wasserfall werfen, aber auch die Aussicht in die andere Richtung kann sich sehen lassen.

Anschließend führt Euch der Weg weiter bergauf und mit jedem Felsvorsprung wird die Aussicht auf den Wasserfall nun besser, bis Ihr schließlich den letzten Aussichtspunkt erreicht, der sich quasi direkt gegenüber des Glymur befindet.

Hier müsst Ihr Euch nun entscheiden, wie Ihr den Weg fortsetzen wollt. Dafür stehen Euch zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

(1) Zum einen könnt Ihr über den selben Weg zum Parkplatz zurückkehren, oder (2) Ihr wandert weiter zum Plateau hinauf, überquert den Fluss oberhalb des Wasserfalls und wandert anschließend auf einem gut ausgebauten Weg wieder zurück in das Tal.

Wir selbst entscheiden uns für die zweite Option und steigen nach dem Aussichtspunkt über einen sehr steinigen Pfad weiter bergauf dem Plateau entgegen. Auch wenn es immer so scheint, als hättet Ihr die Abbruchkante des Wasserfalles fast erreicht, es dauert schon noch ein wenig, bis Ihr dann wirklich endlich den höchsten Punkt der Wanderung erreicht.

Nun müsst Ihr erneut den Fluss überqueren, diesmal jedoch ohne Hilfe. Am besten ist es daher, wenn Ihr Badeschuhe oder ähnliches und ein kleines Handtuch dabei habt.

Der Fluss ist hier sehr breit und – je nachdem an welcher Stelle Ihr ihn überquert – bis Mitte der Unterschenkel tief, es geht also auf keinen Fall mit trockenen Füßen.

Habt Ihr die Überquerung dann geschafft, wird es einfach. Folgt einfach den Trampelpfaden bis zur nächsten Abzweigung und anschließend den Schildern zurück zum Parkplatz. Der Weg ist gut ausgebaut und nur am Ende ein wenig steiler. Er ist auf jeden Fall deutlich einfacher zu laufen, als der Hinweg.

Kurz vor dem Parkplatz stoßt Ihr dann wieder auf den Hauptweg, von dort sind es nur noch wenige Minuten bis Ihr schließlich wieder an Eurem Wagen steht.


Die Wanderung zum Glymur können wir Euch sehr empfehlen. Zum einen ist der Wasserfall wundervoll anzuschauen und zum anderen ist auch der Weg wirklich nett und abwechslungsreich angelegt.

Trotz des Baumstammes, des Metallseile und der Flussüberquerung ist der Weg nie wirklich schwierig, ein wenig Abenteuerlust solltet Ihr aber mitbringen.

Zudem solltet Ihr Euch nicht ohne vernünftige Wanderausrüstung (insb. Wanderschuhe) auf den Weg machen. Da es oben am Wasserfall oft ziemlich windig ist, solltet Ihr – auch bei gutem Wetter – sicherheitshalber eine Jacke dabei haben.

Neben dem Glymur gibt es auf Island aber natürlich noch sehr viel mehr zu sehen.

Eine Übersicht über unsere Route findet Ihr in unserem Beitrag 12 Tage in Island – Ein Routenbeispiel, von dort kommt Ihr auch in die weitere Beiträge.

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