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Jordanien – Jeep Tour in Wadi Rum

Nur rund eine Stunde von Akaba entfernt liegt bereits eines der wichtigsten touristischen Ziele Jordaniens – das Wadi Rum. In dem größten Trockental des Landes erheben sich auf einer Fläche von 740 km2 riesige, monolithische Felsformationen aus dem kargen Wüstenboden.

Aufgrund seiner einmaligen Landschaft und der hier zu findenden bis zu 4.000 Jahre alten Felszeichnungen wurde es 2011 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen und war auch schon Kulisse für diverse Filme, unter anderem Lawrence von Arabien, Transformers 2 oder Der Marsianier.

Durch das Wadi führen keine festen Straßen, vielmehr müsst Ihr die Gegend entweder im Rahmen einer geführten Jeep-/ Kamel-/ Reit- oder Wandertour erkunden. Auch eine Übernachtung in einem Beduinencamp ist möglich.

Unser erster richtiger Tag in Jordanien führt uns zunächst zu der Mietwagenstation in Akaba, wo wir unseren fahrbaren Untersatz mit etwas Verspätung in Empfang nehmen. Danach geht es auf direktem Weg zum knapp 60 Kilometer entfernt Wadi Rum Visitor Center.

Zu Beginn seid Ihr zunächst auf dem Akaba Highway (Route 80) und dem Desert Highway (Route 15) unterwegs. Die Straße ist super ausgebaut, allerdings müsst Ihr kurz hinter Akaba zwei fest installierte Polizeikontrollpunkte passieren. Außer einem freundlichen “Welcome to Jordan” passiert hier aber nicht viel, die Beamten sind zu Touristen sehr nett.

Vom Desert Highway führt Euch dann eine schmale, aber trotzdem gut befahrbare Straße zum Eingang des Wadi, wo Ihr am Visitor Center zunächst zumindest den Eintritt von 5 JOD p.P. bezahlen und Euch registrieren müsst. Wenn Ihr vorab noch keine Tour oder Übernachtung gebucht habt, könnt Ihr dies hier ebenfalls tun.

Wir selbst hatten bereits vorher bei Bedouin Directions online die Mehedi Special (Jeep-)Tour reserviert. Hier könnt Ihr wählen, ob Ihr die Tour nur zu zweit (dann 45 JOD p.P.) oder mit mehreren machen wollt. Uns war das egal, so dass uns letztendlich noch drei sehr nette Franzosen begleitet haben. Der Preis lag dann (inkl. Mittagsessen) bei 30 JOD p.P.

Auch hinsichtlich der Startuhrzeit ist der Anbieter relativ flexibel. Da wir unseren Mietwagen erst um 08.00 Uhr abholen könnten und die Station dann tatsächlich erst um 08.20 Uhr aufgemacht hat, ging es eben los, als wir da waren. Zurück am Wagen waren wir dann gegen 18.00 Uhr.

Neben den klassischen Tagesjeeptouren, könnt Ihr bei Bedouin Directions auch Touren mit Übernachtungen im Beduinencamp, Mehrtagestouren, Hikingtouren, Kameltouren und vieles mehr buchen. Vor Ort sprechen natürlich alle Englisch.

Unsere mitreisenden Franzosen haben zum Beispiel im Camp übernachtet, wir hingegen wurden zu unserem Wagen zurückgebracht.

Insgesamt war die Organisation und die Tour super und unser Guide sehr, sehr nett! Wir können bei Bedouin Directions daher uneingeschränkt empfehlen.

Folgendermaßen sah der Tag dann aus:

Nach Passieren des Polizeikontrollpunktes sind es noch rund 5 Kilometer zu fahren, bis Ihr Wadi Rum Village erreicht. Direkt auf dem ersten großen Parkplatz rechts werdet Ihr von einem Beduinen von Bedouin Directions abgeholt und Ihr fahrt mit Eurem Wagen hinter ihm her, bis Ihr den Meeting-Point erreicht. Hier könnt Ihr dann auch Euren Wagen abstellen.

Zu Begrüßung gibt es erst einmal ein Tässchen Tee, im Anschluss geht es auf die Bänke auf der Ladefläche eines Jeeps und los in die Wüste.

Lawrence Spring

Der erste Stopp auf der Tour ist bereits nach wenigen Minuten Lawerence Spring. Hier entspringt hoch oben an den gewaltigen Felsen eine natürlich Quelle. Es ist möglich nach oben zur Quelle zu wandern bzw. besser gesagt über riesige Felsen und Felsbrocken zu scrambeln, den einen richtigen Wanderweg gibt es hier nicht.

Die Quelle selbst soll sich nicht lohnen, also haben wir alle darauf verzichtet. Ein wenig den Felsen hinaufklettern solltet Ihr aufgrund der grandiosen Aussicht allerdings trotzdem.

Wer mag kann hier (gegen extra Gebühr) auch einen kurzen Kamelritt einlegen. Im gemütlichen Beduinenzelt am Fuße des Felsens gibt es kostenloses Tee.

Red Sand Dunes

Eurer nächster Stopp ist eine riesige rote Sanddüne, die Ihr auf jeden Fall hinaufklettern solltet, um die grandiose Aussicht von oben zu genießen. Es sind nur ein paar Meter und dauert höchstens 10 Minuten. Am besten funktioniert das Ganze übrigens ohne Schuhe.

Zur Entspannung nach der ganzen Bergaufrennerei gibt es im Anschluss erstmal nen Teechen. Wer mag kann übrigens auch an jedem der Stopps Souvenirs kaufen.

Khazali Canyon

Der nächste Stopp ist dann Khazali Canyon, ein imposanter Slot-Canyon, der einst von den lokalen Beduinen genutzt wurde, um sich im heißen Sommer im Schatten auszuruhen.

Ihr könnt in den Canyon hineingehen, wie weit hängt davon ab, wie weit Ihr schafft. Einen richtigen Weg gibt es nämlich auch hier nicht. Da es bei uns am Tag davon außerdem auch noch geregnet hatte, stand im Canyon noch einiges an Wasser, so dass es auch hier bereits nach kurzer Zeit wieder hieß: Schuhe ausziehen. Ein wirklich wundervolles, kurzes Abenteuer.

Felszeichnungen und Fußabdrücke an den Canyonwänden gibt es übrigens zusätzlich auch noch.

Little Bridge & Lunch

Wenn die Füße wieder getrocknet sind, geht es weiter zur Little Bridge. Während Ihr auf den Felsen und den natürlich Arch hinaufklettern und Fotos machen könnt, kocht unser Guide für uns Mittagessen. Als wir daher zurückkommen, wartet auf uns neben Mezze und Salaten, auch ein warmen Eintopf, frisch über dem Wüsenlagerfeuer gekocht. Total lecker!

Gegessen wird abseits der anderen Touristen mitten auf dem Boden und mehr mit Brot, als mit Besteck – herrlich romantisch. Danach noch ein kleines, zehn minütiges Mittagsschläfchen in der Sonne und schon sind wir alle bereit für mehr Jeeptour.

House of Lawrence

Weiter geht’s zum House of Lawrence. Dabei handelt es sich um ein, teilweise zerfallenes Steinhaus, dass Lawrence von Arabien angeblich während der Großen Arabischen Revolution zur Lagerung von Waffen benutzt hat. Das Steinhaus selbst ist mäßig imposant, dafür ist aber der Ausblick von dem darüber liegenden Felsen, den Ihr erklettern könnt, wie immer einfach nur grandios.

Mushroom Rock

Der nächste kurze Stopp ist der Mushroom Rock. Hier sagt der Name eigentlich schon alles.

Burdah Arch

Der nächste Halt ist dann einer der berühmtesten Stopps im Wadi Rum – der Burdah Arch, auch Big Arch genannt. Die natürliche Felsbrücke befindet sich allerdings hoch oben im Felsen, so dass Ihr sie nur von unten aus der Ferne bestaunen könnt

Im Rahmen einer geführten Hiking-Tour ist es möglich zum Arch hinauf zu wandern/ kraxeln. Dies ist – je nachdem wie Ihr Eure Jeep-Tour geplant habt – bei  Verzicht auf eine oder zwei andere Attraktionen auch während der Classic-Jeep Tour möglich. Alternativ am nächsten Tag, nachdem Ihr im Beduinencamp übernachtet habt.

Der Hike/ Scamble dauert zwischen zwei bis drei Stunden und kostet (zusätzlich) 35 JOD p.P.

Bei Interesse fragt einfach per Mail nach, grundsätzlich ist fast alles irgendwie machbar.

 Um Frouth Arch

Doch selbst, wenn Ihr auf den Hike auf den Burdah Arch verzcihtet müsst, heißt das nicht, dass Ihr nun auf gar keinem Arch mehr stehen werdet. Vielmehr ist Eurer nächster und quasi letzter Stopp Um Frouth Arch, eine durch Wasser und Wind entstandene natürlich Felsbrücke, auf die Ihr hinaufsteigen könnt, sofern Ihr keine Höhenangst habt und den circa zwei-minütigen Scramble hinauf schafft. Danach könnt Ihr Euch (mal wieder) mit Tee im Beduinenzelt stärken.

Sonnenuntergang

Nun ist der Tag und die Tour schon fast vorbei, denn die Sonne geht bereits unter. Zeit eine große Sanddüne zu suchen, um auf einem Wüstenfeuerchen Tee zu kochen, Kekse auszupacken und den atemberaubenden Sonnenuntergang zu genießen.

Ist die Sonne dann verschwunden, ist die Tour damit leider auch vorbei. Unser Guide bringt unsere Mitfahrer in das Beduinencamp und – damit wir nicht den ganzen Weg noch mitfahren müssen – werden wir in einen anderen Jeep verfrachtet, der uns schnell und sicher zu unserem Auto zurück bringt.

Da es mittlerweile ziemlich kühl geworden ist, seid Ihr jetzt froh, wenn Ihr – trotz der warmen Temperaturen am Tag – genügend zum Anziehen dabei habt.

Wieder am Meetingpoint angekommen bezahlen wir noch kurz die Tour und machen uns in unserem eigenen Wagen mit Heizung auf voller Pulle auf den Weg nach Wadi Musa, den morgen steht Petra auf unserem Programm.

Empfehlung?

Ganz klar: Ja!

Wir selbst haben uns total verliebt. Die Schönheit und die einzigartige Landschaft des Wadi Rum hat uns unglaublich beeindruckt. Die eindrucksvollen Felstürme, die weitläufige Wüste und die nahezu unberührte Gegend sind wirklich einmalig. Daher darf ein Besuch hier bei einem Jordanien Trip unserer Meinung nach auf gar keinen Fall fehlen.

Sollten wir beim nächsten Mal mehr Zeit haben, würden wir auch auf jeden Fall eine der verschiedenen Wanderungen und eine Übernachtung im Beduinencamp ausprobieren. Für diesmal hat es zeitlich leider nicht für mehr, als die Jeep-Tour gereicht, aber diese solltet Ihr als Minimum auf gar keinen Fall verpassen!

Ohnehin können wir Jordanien nur empfehlen! Mehr allgemeine Infos zu einem Jordanientrip findet Ihr hier, mehr über Petra hier.

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