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Kennedy Space Center – Der Wettlauf ins All

Wettlauf ins All, Space Shuttles, Atlantis, Raketen, Saturn V, SpaceX und Vehicle Assembly Building. Alles Begriffe um die niemand herum kommt, wenn er das Kennedy Space Center, den Weltraumbahnhof der NASA, besucht.

Das insgesamt 55 Kilometer lange und 10 Kilometer breite Gelände liegt ungefähr eine Stunde von Orlando und 3 1/2 Stunden von Miami entfernt auf Merritt Island vor der Ostküste Floridas. 17.000 Menschen arbeiten hier, hinzu kommt ein riesiges Besucherzentrum, das jährlich mehr als zwei Millionen Touristen anzieht.

Das Kennedy Space Center ist der einzige Ort der westlichen Welt von dem aus Menschen ins All fliegen können. Von hier aus starteten daher von Dezember 1968 bis Juli 2011 auch alle bemannten Raumflüge der USA, beginnend mit den Apollo-Missionen bis hin zum Space Shuttle Programm.

– Aktualisiert Juni 2021 –

Das Kennedy Space Center umfasst neben dem frei zugänglichen Besucherzentrum drei Bereiche:

Die KSC Industrial Area, wo sich überwiegend Verwaltungsgebäude befinden, die Shuttle Landing Facility, eine 4,6 km lange Landebahn für die US-Raumfähren, sowie den Launch Complex 39 mit dem Vehicle Assembly Building und den beiden Startrampen LC-39A und LC-39B.

Die meisten Bereiche hiervon sind für die Öffentlichkeit gesperrt, der Launch Complex wird allerdings im Rahmen der Bustour zum Saturn V Building zumindest teilweise durchfahren.

Allein das Besucherzentrum des Kennedy Space Centers ist riesig. Hinzu kommt ein gigantisches Angebot an Ausstellungen, Filmen, Führungen, Bustouren usw.

Aufgrund der vielen Besucher kommt es allerdings – insbesondere an Wochenenden oder in den Ferien – an vielen der Stationen zu langen Schlangen, so dass es eines guten Plans bedarf, wenn Ihr alles an einem Tag sehen möchtet.

Zum Glück hat unser Airbnb-Host Brad einige Zeit in der Nähe des Space Centers gewohnt und dieses sehr oft besucht, so dass wir in den Genuss seines, in vielen Besuchen und Versuchen ausgearbeiteten Masterplans, wie man alles an einem Tag schaffen kann, kommen. Und diesen wollen wir Euch nicht vorenthalten.

Ein Tag im Kennedy Space sollte daher wie folgt ablaufen:

Früh ankommen

Das Kennedy Space Center öffnet um neun Uhr. Seid auf jeden Fall mindestens 15 Minuten vorher da. Vorteil: Der Parkplatz ist noch umsonst (sonst 10 $) und Ihr seid, wenn Ihr vorher noch keine Tickets gekauft habt, die ersten in der Kassenschlange.

Kauft für 57 $ pro Person Eure Tickets und stellt Euch als nächstes direkt vor die Eingangstüren. Genau um 09.00 Uhr wird die amerikanischen Nationalhymne gespielt, dann öffnen sich die Tore und es gibt eine Sicherheitskontrolle. Danach seit Ihr schon drin, jetzt ist Zielstrebigkeit gefragt.

Atlantis

Geht am Rocket Garden vorbei. Auch, wenn die Raketen in der Sonne funkeln und interessant aussehen, ignoriert Sie. Ihr habt später noch Zeit dafür. Guckt weder nach links noch nach rechts, geht am I-Max vorbei direkt bis zu Atlantis, dass Ihr nicht verfehlen könnt.

Geht in das Gebäude hinein und lauft den ganzen Weg über die Rampe nach oben bis zum Absperrband. Hier seid Ihr im Idealfall jetzt die ersten und könnt entspannt warten, bis die erste Vorführung beginnt. Geht Ihr erst später zu Atlantis haben sich hier in der Regel lange Schlangen gebildet und Ihr verbringt sehr viel Zeit mit Warten.

Im ersten Raum gibt es einen kurzen Film, im Anschluss geht es durch die sich dann öffnenden Türen in den nächsten Raum. Geht hier bis nach ganz vorne an die Linie heran. Für die jetzt kommende Vorführung ist es noch egal, am Ende ist es jedoch von Vorteil, wenn Ihr die Pole Postion inne habt.

Die Darbietung endet mit einem beeindruckenden Bild der Atlantis, die sich – Achtung Spoiler – im Anschluss, nachdem die Wand hochgefahren wurde, in Ihrer ganzen Pracht den Besuchern präsentiert. Unglaublich, aber Ihr steht hier tatsächlich vor der original Raumfähre, die viele, viele Male im All gewesen ist.

In der sich darum herum befindenden Ausstellung könnt Ihr alles erdenkliche über die Atlantis, aber auch über das Space Shuttle Programm der USA lernen. So z.B., dass von 1981 bis 2005 insgesamt 135 Flüge mit den fünf verschiedenen Space-Shuttles Columbia, Challenger, Discovery, Atlantis und Endeavour durchgeführt wurden, von denen zwei tragisch endeten.

Außerdem gibt es seit Mai 2007 hier auch die Shuttle Launch Experience, bei welcher der Start eines Space Shuttles simuliert wird. Auch hier lohnt es sich jetzt früh da zu sein, da hier in der Regel später lange Schlagen entstehen. Die “Erfahrung” an sich muss man unserer Meinung nicht gemacht haben: Ihr sitzt im nachgebauten Space Shuttle, anfangs rüttelt es ein wenig, später mehr und dann ist es auch schon vorbei. Positiv ausgedrückt ist es sehr familienfreundliches Entertainment.

Bus Tour

Wenn Ihr mit der Ausstellung fertig sein (wir haben rund 2 Stunden gebraucht), macht Euch auf zum Bus-Terminal, wo die Bustouren über das Gelände zum Saturn V Building starten. Auch, wenn Euch die Schlang hier ein wenig lang erscheinen sollte, es gibt genug Touren, so dass Ihr in der Regel nicht lange warten braucht.

Die Fahrt dauert rund 45 Minuten und beinhaltet die Fahrt zum Vehicle Assembly Building und den Startrampen LC-39A und LC-39B. Leider ist aussteigen nicht gestattet, aber der Launch Complex 39 und das VAB sind auch so ziemlich beeindruckend.

Das Gebäude ist eines der größten der Welt und das Wahrzeichen des Kennedy Space Centers. Es hat eine Höhe von 160,3 Metern, ist 218,2 Meter lang und 157,9 Meter breit. Außerdem hat es mit 139 Metern die höchsten Tore der Welt, kein Wunder, hier mussten ja früher auch die zusammengebauten Saturn V Raketen senkrecht durch passen.

Während der Fahrt gibt es außerdem diverse Erklärungen durch den Busfahrer, sowie mehrere Informationsfilme.

Apollo-/Saturn V Center

Am Ende der Tour erreicht der Bus das Apollo-/ Saturn V Center. Hier geht es direkt wieder mit einem kleinen Film los, bevor sich die Tore zu Haupthalle öffnen, die von der riesigen Saturn V Rakete dominiert wird.

Zusätzlich gibt es natürlich auch hier diverse kleine Ausstellungen und Exponate, die über die Raketen und die Reise zum Mond informieren.

 

Sobald Ihr Euch hier alles angesehen habt, geht zurück zur Busstation und nehmt den nächsten Bus zurück zum Besucherzentrum. Die Rückfahrt dauert mangels Umwege und Erklärungen diesmal nur rund 20 Minuten.

I-Max

Wieder im Besucherzentrum angekommen, solltet Ihr Euch auf den Weg zum I-Max machen und Euch dort einen der rund 40 bis 45 Minuten langen Filme anschauen. Achtung: Bei uns war es im Kinosaal sehr, sehr kalt.

Danach (oder auch davor, wenn bis zum nächsten Film noch Zeit ist), habt Ihr dann Zeit für die übrigen Attraktionen und Ausstellungen. Auch das Gebäude selbst beherbergt eine weitere Ausstellung.

Jetzt könnt Ihr auch endlich den Rocket Garden besichtigen, den Ihr am Anfang so schweren Herzens ignorieren musstet.

Rocket Garden

Im Rocket Garden könnt Ihr nun zwischen den riesen Raketen flanieren und ganz nebenbei auch wieder was über die Gesichte der Raumfahrt lernen.

Weitere Ausstellungen

Wenn Ihr jetzt noch Lust und Zeit habt, dann bleiben Euch unter anderem noch die US Astronaut Hall of Fame oder die Ausstellung Journey to Mars. 

Und dann ist der Tag auch schon locker rum.

Für uns selbst geht es im Anschluss zurück nach Miami, wo wir unseren Mietwagen abgeben. Danke Rush Hour und Stau wird es zwar spät, aber irgendwann haben wir dann doch endlich unsere nächste und letzte Airbnb-Unterkunft in Miami Beach erreicht.

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