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Los Angeles – Im Stau zwischen Downtown und Hollywood

Los Angeles, auch die Stadt der Engel genannt, steht für Hollywood-Glamour, endlose Strände und ein einzigartigen Lifestyle-Gefühl.

L.A. hat viele Facetten, doch es ist natürlich vor allem die dort ansässigen Film- und Fernsehindustrie, die jedes Jahr unzählige Touristen anzieht. Egal ob Hollywood Boulevard, Venice Beach, Rodeo Drive, Beverly Hills oder Santa Monica Pier, viele der bekannten Straßen und Plätze hat man schon so oft im Fernsehen gesehen, dass es so scheint, als sei man schon mal hier gewesen.

Allerdings sind das sind das nur einige von vielen Aspekten. Los Angeles ist eine moderne und abwechslungsreiche Stadt, die mit knapp vier Millionen Einwohner im Stadtgebiet und fast 18 Millionen im Großraum, auch die zweitgrößte Stadt der USA ist. Wobei L.A. eigentlich gar keine richtige Stadt ist, sondern viel mehr eine wild zusammengewachsene Ansammlung aus Städten, Stränden und Canyons, die durch ein verwirrendes Netz von Freeways verbunden sind.

Sofern Ihr nicht einen überdurchschnittlichen Hang für amerikanische Großstädte und/ oder Hollywood habt, ist L.A. wahrscheinlich keine Stadt, der Ihr überdurchschnittlich viel Zeit widmen müsst. Ein Besuch von einem oder mehreren der bekannten Stadtviertel, wie Downtown, Hollywood oder Malibu oder einem der wunderschönen Strände ist allerdings trotzdem keine Zeitverschwendung und sollte – gerade bei einem der ersten USA-Urlaube – ruhig mit auf der Bucket-List stehen.

Wir selbst waren bisher zwei halbe Tage in L.A. und zeigen Euch, was Ihr in dieser Zeit alles schaffen könnt.

Für einen nächsten Besuch würde bei uns dann ggf. noch mal das Griffith-Observatorium, eine Wanderung zum Hollywood Sign und/ oder in den Hollywood Hills anstehen.

Tag 1: Downtown L.A.

Anders als zum Beispiel San Francisco oder San Diego hat L.A.  kein richtiges Zentrum, sondern Downtown Los Angeles ist eher eine Art Geschäftsviertel mit dicht zusammenstehenden Hochhäusern aus Glas und Stahl.


Achtung: Autofahren in L.A. ist einfach nur grausam und tendenziell habt Ihr Euch – trotz Navi – entweder verfahren oder Ihr steht im Stau. Es lohnt sich daher in einem Motel in der Nähe des Stadtteils, den Ihr besichtigen wollt, unter zu kommen und den Wagen während Eurer Sightseeingtour dort auf dem Parkplatz abgestellt zu lassen.

In der Süddeutschen Zeitung gibt es dazu übrigens auch einen netten Artikel: Der längste Parkplatz der Welt – L.A. ist offiziell die amerikanische Stadt mit dem meisten Stau.

 


Die Tour am ersten Tag führt Euch vom Westin Bonaventure Hotel bis Walt Disney Concert Hall einmal durch Downtown L.A. Die Strecke ist rund 3,5 – 4 Kilometer lang und dauert 1 1/2 – 2 Stunden.

Der erste Stopp der Tour ist das Westin Bonaventure Hotel. Mit 118 Meter und 35 Etagen ist das Gebäude das größte Hotel der Stadt, wobei

Danach geht es weiter in Richtung des Museum of Contemporary Art (MOCA) in der Grand Avenue, in dessen Hinterhof ein riesengroßen, aus Schrott bestehender Vogel thront. Auf dem Weg stoßt Ihr vorher aber zunächst noch auf ein anderes interessantes Gebäude und zwar das Museum für zeitgenössische Kunst The Broad.

Direkt hinter dem MOCA gibt es außerdem noch eine tolle Kulisse zum Fotos schließen.

Weiter geht es zum Angels Flight Railway.

Die nostalgische Zahnradbahn befährt die kürzeste Bahnstrecke der Welt, nämlich nur 91 Meter. Laut Reiseführer könnt Ihr seit der Restaurierung in 2010 für o,50 US-Dollar mit der Bahn die kurze Strecke rauf oder runter fahren, allerdings müssen wir bei unserer Ankunft enttäuscht feststellen, dass die Bahn wegen Sicherheitsbedenken seit über zwei Jahren geschlossen ist (Stand Mai 2015).

So müssen wir die 91 Meter wohl oder übel laufen. Gut, dass wir von oben nach unten und nicht andersherum wollen.

Einige Minuten später erreicht Ihr dann den Pershing Square. Von hier könnt Ihr gut schöne Fotos von der Skyline von Downtown machen.

Weiter geht es nun zur 138 Meter hohen Los Angeles City Hall, die 32 Stockwerke hat und Sitz der Stadtverwaltung ist. Eigentlich soll sich in der 27. Etage eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform befinden, wir haben heute anscheint jedoch kein Glück, denn als wir ankommen sind alle Eingangstüren der City Hall fest verschlossen.

Übrigens: Auf dem Weg zur City Hall dahin kommt Ihr am Grand Central Market vorbei, dass heißt sofern sich mittlerweile bei Euch Hunger oder Durst eingestellt hat, hier gibt es für jeden Geschmack etwas.

Danach geht es weiter zur Cathedral of Our Lady of the Angels, eine Bischofskirche mit einer Länge von insgesamt unglaublichen 120,62 Metern, in der fasst 3.000 Menschen Platz haben. Diesmal haben wir ein wenig mehr Glück, denn als wir uns im Inneren umsehen, probt der Organist gerade auf der Orgel und so kommen wir unverhofft in den Genuss eines (wirklich schönen) kleinen “Privatkonzertes”.

Und nun neigt sich die Tour auch schon dem Ende entgegen, bevor Ihr Euren letzten Stopp ansteuert, kommt Ihr jedoch zunächst noch am oberen Ende des Grand Parks vorbei, von wo Ihr eine fantastische Aussicht auf die City Hall habt.

Eure letzte Station ist dann die Walt Disney Concert Hall, wo unter anderem das Los Angeles Philharmonic Orchestra beheimatet. Das Gebäude, dass die die Form eines großen Segelschiffes mit gebogenen und gewellten Umrissen hat, ist wirklich beeindruckend, passt allerdings leider nicht ganz auf ein normales Foto…

Und zum Abschluss – auf dem Weg zu unserem Wagen – gibt es noch einen “Abschieds-Eindruck” von L.A.:

Tag 2: Von Hollywood zum Santa Monica Pier

Unser erster Stopps in Hollywood führt uns über den Mulholland Drive in die Hollywood Hills. Hier gibt es die beiden Aussichtspunkte Hollywood Bowl Overlook und Universal City Overlook, von denen Ihr eine tolle Aussicht auf die Stadt habt. Wir haben an diesem Tag aber leider ein wenig Pech mit dem Wetter, ein total verhangener Himmel macht die Aussicht weniger eindrucksvoll, als sie bei Sonnenschein wahrscheinlich ist.

Danach geht es weiter zum Hollywood Boulevard.

Hier einen Parkplatz zu finden gleicht einem Wunder, es sei denn Ihr seid bereit tief in die Brieftasche zu greifen. Achtet unbedingt auf (eventuell zugewachsene) Parkverbotsschilder, wir haben ein solches nämlich übersehen, so dass uns eine Stunde Parken 68$ gekostet hat. Dagegen wäre das Parkhaus noch günstig gewesen.

Trotzdem solltet Ihr Euch einen Besuch hier nicht entgehen lassen. Egal, wie Hollywood-verliebt Ihr seid, es ist schon ein cooles Gefühl einmal selbst auf dem berühmten Walk of Fame zu stehen oder vor dem TCL Chinese Theatre seine Hände und/oder Schuhe in die Zementabdrücke der Stars zu legen.

Der Walk of Fame erstreckt sich übrigens über eine Länge von 18 Häuserblocks und mittlerweile sind über 2.500 Namen aus den fünf Kategorien Film, Fernsehen, Musik, Radio und Theater hier eingelassen.

Nur ein paar Meter neben dem TLC Chinese Theatre findet Ihr dann das Dolby Theatre (bis Februar 2012 Kodak Theatre), in dem seit 2002 jedes Jahr Ende Februar die Oscars verliehen werden.

Lauft Ihr am Dolby Theatre vorbei oder biegt vor der Treppe zur Eingangstür nach rechts ab, so gelangt Ihr quasi neben das Gebäude. Dort gibt es einen Aussichtspunkt, von dem Ihr – bei gutem Wetter – einen tollen Blick auf das berühmte Hollywood-Sign habt.

Danach geht es vom Hollywood Boulevard über den Sunset Boulevard nach Beverly Hills und schließlich über den Rodeo Drive weiter zum Santa Monica Pier, wobei wir für die rund 25 Kilometer aufgrund des Staus rund 2 1/2 Stunden brauchen. Ihr solltet also für die Strecke sicherheitshalber ausreichend Zeit mitbringen.

Kurz vor dem Santa Monica Pier entspannt sich die Verkehrslage dann glücklicherweise ein wenig und ganz in Nähe des Strandes könnt Ihr sogar für einen halbwegs annehmbaren Preis parken.

Der Santa Monica Pier selbst ist eine der größten Sehenswürdigkeiten in L.A. und das Wahrzeichen der kalifornischen Stadt Santa Monica. Im Sommer finden hier diverse Veranstaltung statt, unabhängig davon findet Ihr hier aber unter anderem auch ein Karussell aus den 1920-iger Jahren, ein Aquarium, diverse Geschäfte und natürlich das Riesenrad.

Abstecher: Crystal Cathedral

Wenn Ihr eher aus süd-östlicher Richtung (z.B. von San Diego, Palm Springs oder Joshua Tree Nat’l Park) nach L.A. fahrt oder Ihr sonst Zeit übrig habt, dann lohnt sich der Abstecher zur Crystal Cathedral, die nur wenige Blocks südlich von Disneyland entfernt steht.

Das architektonische Wunderwerk aus Glas ist zwar ziemlich beeindruckend, gerade aufgrund des Verkehrs lohnt es sich aber trotzdem nicht hier “mal so nebenbei” vorbei zu fahren. Wenn die Crystal Cathedral aber ohnehin auf Eurem Weg liegt, ist sie auf jeden Fall einen kurzen Abstecher wert.

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