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Loving London – Von St. Paul’s bis zur Westminster Abbey

Sie sind die beiden bekanntesten Kirchen der britischen Hauptstadt und gehören zu dem am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten Londons: Die St. Paul’s Cathedral und die Westminster Abbey.

Die St. Paul’s Cathedral von 1711, die dem Petersdom im Rom nachempfunden wurde, gilt als Meisterwerk des berühmten Architekten Sir Christopher Wren. Ihre Kuppel war außerdem jahrhundertelang der höchste Punkt der Stadt und bietet auch noch heute einen einmaligen Weitblick. Bis zum höchsten Aussichtspunkt müssen zuvor jedoch 538 Stufen überwunden werden.

Die weltberühmte Westminster Abbey hingegen ist bereits seit dem Jahr 1066 das wichtigste geistliche Bauwerk der Krone Englands. Seit Jahrhunderten werden in dem architektonischen Meisterwerk alle Könige von England gekrönt, vermählt und betrauert.

Strahlender Sonnenschein in London Ende Februar und das bereits um 07.00h morgens? Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet, als wir an einem Freitag den Flughafen Stansted erreichen. Aber beschweren wollen wir uns darüber natürlich nicht.

Mit dem Stansted Express geht es direkt los in die City (Ihr könnt zwar auch mit dem Bus von Terra Nova fahren, aber der Express ist deutlich komfortabler, schneller und kostet nur 8 Pfund, wenn man die Fahrkarten vorher rechtzeitig online kauft).

Unser  Hotel, das “Corus Hotel Hyde Park”, liegt – wie der Name vermuten lässt- direkt am Hyde Park und damit quasi im Herzen Londons. Normalerweise kann sich kein normal Sterblicher ein Hotel in London Mitte leisten, es sei denn man verzichtet auf Privatsphäre, ein eigenes Badezimmer und bezieht eine – trotzdem total überteuerte – Bleibe in einem gemischten 8-Bett-Schlafsaal mit Gemeinschaftsbad für die ganze Etage, aber wir haben irgendwie Glück gehabt. Nach langer Recherche haben wir das Hotel nämlich für unglaubliche 176 EUR (ohne Essen) für zwei Nächte gefunden. Das Zimmer ist riesig, das Bett noch größer und wir müssen uns das Bad nicht teilen. Als wir 3 Tage vor Abflug nochmal aus Interesse nach den Preisen gucken, kostet der selbe Zeitraum fast das Doppelte! So früh wie möglich buchen macht sich also bezahlt.

Nach dem Einchecken starten wir sofort unsere “wir-müssen-in-3 Tagen-so-viel-wie-möglich-sehen”-Entdeckertour.

Unsere erster Stop ist die St. Pauls Cathedral. Die beeindruckende Kirche wurde ab dem Jahre 1666 anstelle der beim großen Brand von London zerstörten Kathedrale geplant und nach einer Bauzeit von rund 40 Jahren im Jahre 1711 eröffnet.

Seitdem war St. Paul’s häufig Schauplatz für wichtige Zeremonien, wie z.B. des Staatsbegräbnisses von Lord Nelson in 1806, den Feierlichkeiten des goldenen Thronjubiläums von Königin Elisabeths II. im Jahre 2002 oder der Trauung von Lady Diana und Prinz Charles 1981.

Die Eintrittskarten solltet Ihr vorher online bestellen, so spart Ihr nämlich immerhin 3,50 Pfund. Und bei den Eintrittspreisen und sonstigen Ausgaben in London solltet Ihr jeden Rabatt mitnehmen, der sich Euch bietet.

Der Audioguide ist dafür umsonst und auch die Kuppel, die jahrhundertelang der höchste Punkt der Stadt war, dürft Ihr ohne weitere Zuzahlung ersteigen. 528 Stufen sind es bis nach ganz oben, drei verschiedene Aussichtspunkte werden beim Aufstieg passiert: Die Whispering Gallery nach 257 Stufen, die Stone Gallery nach weiteren 152 Stufen und die Golden Gallery nach nochmals 152 Stufen.

Die Anstrengung lohnt sich, denn von oben habt Ihr eine einfach wundervolle Aussicht über London.

Von St. Pauls sind es dann nur ein paar Schritte und schon steht Ihr Mitten auf der Millennium Bridge. Von dort könnt Ihr einen ersten Blick auf die Tower Bridge werfen. Außerdem habt Ihr von der anderen Seite aus einen herrlichen Blick auf St.Pauls.

Mit der Tube geht es weiter nach Covent Garden. Hier bieten sich unzählige Gelegenheiten für ein frühes Mittagessen.

Im Anschluss könnt Ihr Euch zu Fuß auf dem Weg zum Trafalgar Square machen. Der größte öffentliche Platz der Stadt gilt als zentraler Treffpunkt, denn hier laufen die von Westminster, vom Buckingham Palace und vom St James’s Palace kommenden Straßen zusammen.

Am Platz befindet sich außerdem auch die National Gallery, die größte Gemäldegalerie der Welt. Wer Interesse hat: Der Eintritt ist frei, allerdings braucht Ihr für die Besichtigung wohl mindestens einen halben Tag.

Das Denkmal in der Mitte des Platzes erinnert am Lord Nelson, der 1805 die britische Flotte in der Schlacht zu Trafalgar  zum Sieg geführt und damit England die Seeherrschaft auf allen Weltmeeren gesichert hat.

Danach machen wir uns auf den Weg nach Westminster und damit auch zu den Houses of Parliament, Big Ben und dem London Eye.

Wenn Ihr etwas Zeit und Glück mit dem Wetter hat, dann lohnt es sich die Whitehall (Straße vom Trafalgar Square bis zur Westminster) zu Fuß runter zu schlendern, da Ihr auf dem Weg erst an den Horse Guards und kurz danach am Eingang der Downing Street vorbei kommt. Wer weiß, vielleicht erhascht ja der ein oder andere einen Blick auf den Premierminister. Wir hatten diesmal allerdings kein Glück.

Und dann ist es soweit: Ihr erreicht eines der Wahrzeichen von London, die Houses of Parliaments mit dem Elizabeth Tower (Big Ben). Für “Nicht-Engländer” gibt es seit 2010 übrigens keine Möglichkeit mehr den Turm von innen zu besichtigen. Allein englische Staatsbürgern werden unter engen Voraussetzungen zu den limitierten Touren zugelassen. Ziemlich unfair.

Wer mag, kann im Anschluss noch einen Abstecher zum London Eye machen. Das größte Riesenrad Europas ist mit ca. 35 Mio. Passagieren pro Jahr die meist besuchte Sehenswürdigkeit der Stadt und befindet sich direkt auf der anderen Seite der Westminster Bridge.

Diese Attraktion lassen wir uns jedoch entgehen: Kai ist vor Jahren mal mit dem London Eye gefahren und meint, damals seien die Scheiben so zerkratzt und betatscht gewesen, dass man nur einen verschmierten Ausblick auf die Stadt habe…Ob das heute immer noch so ist, keine Ahnung, aber bei mindestens 20 Pfund Eintritt sind wir nicht gewillt es drauf ankommen zu lassen. Die Stadt bietet auch andere wunderschöne Aussichtspunkte.

Da es aber erst 14.00h Uhr und die Schlange übersichtlich ist, entscheiden wir uns spontan für einen Besuch in der Westminster Abbey, die sich direkt hinter dem Elizabeth Tower erhebt.

Mehr als eine Millionen Besucher besuchen jedes Jahr die über 700 Jahre alte Kirche, seit der Zeit von Wilhelm dem Eroberer wurden hier alle Könige von England und dem Vereinigten Königreich gekrönt, letztmalig Queen Elizabeth II. in 1953. Die letzte royale Hochzeit fand jedoch erst in 2011 statt, als Prinz William und Kate heirateten.

Der Eintritt ist mit 18 Pfund zwar mal wieder alles andere als günstig, aber es lohnt sich wirklich. Die Abbey ist wunderschön und für einen Moment verschlägt es uns fast die Sprache. Etwas, dass Ihr in London auf jeden Fall machen solltet.

Danach sind wir schon sehr, sehr lange auf den Beinen und todmüde, allerdings ist der Tag ist noch lange nicht vorbei. Mit der Tube fahren wir zurück ins Hotel und nach einem kurzes Nickerchen geht es dann schon wieder weiter.

Mittlerweile ist es dunkel geworden. Aber gerade dann ist der Piccadilly Circus besonders sehenswert.

Unser eigentliches Ziel ist jedoch das Majesty Theatre, denn wir haben uns bereits im Voraus Karten für das Phantom der Oper besorgt. London ist ein wahres Musical- und Theaterparadies. Rund um den Leicester Square reiht sich Theater an Theater, die Auswahl ist quasi grenzenlos.

Sofern Ihr ein bestimmtes Stück im Blick hat, besorgt Ihr Euch die Karte am Besten vorher online. Seid Ihr flexibel könnt Ihr die Tickets auch morgens am Leicester Square bei der TKTS Half Price Tickets Booth kaufen. Dort gibt es Theatertickets für denselben Abend zum halben Preis.

Nach dem Stück ist es bereits nach Mitternacht und nun sind wir mittlerweile fast 24 Stunden wach. In der Tube können wir kaum noch die Augen offen halten und sind froh, als wir endlich im Bett sind.

Und dann steht Tag 2 quasi bereits vor der Tür und wir haben wieder viel vor.

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