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Madeira – Vom Pico do Arieiro auf den Pico Ruivo

Wohl der Höhepunkt jedes Madeira-Wanderers ist der auch als Königstour bezeichnete Panoramaweg vom Pico do Arieiro auf den Pico Ruivo. In luftigen Höhen verbindet hier ein anspruchsvoller Gipfelweg den Pico do Arieiro, den dritthöchsten Berg Madeiras, mit dem höchsten Berg der Insel, dem Pico Ruivo.

Die Tour ist mehr als anstrengend, 1.300 Höhenmeter im Auf-  und Abstieg müsst Ihr – überwiegend über Naturtreppen – überwinden. Als Belohnung dafür gibt es jedoch spektakuläre Aussichten, eindrucksvolle Bergpanoramen und das Erlebnis den höchsten Berg Madeiras erklommen zu haben.

– Aktualisiert Juni 2021 – 

Vom Pico do Arieiro auf den Pico Ruivo

Die Tour startet am Parkplatz des Pico do Arieiro, von wo aus Ihr den dritthöchste Gipfel Madeiras (1.818 Meter) über eine kleine Treppe unproblematisch erreichen könnt. Dementsprechend voll kann es hier auch schnell werden.

Um kurz vor neun ist der Parkplatz jedoch noch fast leer, allerdings ist es trotz des relativ guten Wetters an der Küste hier oben sehr kalt und dazu weht noch ein ziemlich starker Wind.


Trail Facts

  • Lage: Zentralmadeira
  • Start: Parkplatz Pico do Arieiro
  • Traillänge: 11,5 Kilometer
  • Höhenunterschied: 1.300 Höhenmeter
  • Dauer: 5 3/4 Stunden
  • Besonderheit: Gipfel des Pico do Arieiro und des Pico Ruivo

Links neben den Treppen zum Gipfel des Pico do Arieiro beginnt der PR 1. Dieser führt Euch zunächst – meist über Treppen – ziemlich steil bergab zu einer Kreuzung, an der Euch ein kurzer Weg nach rechts zum Miradouro Ninho da Manta bringt. Von dem sogenannten Bussardnest könnt Ihr dann den ersten grandiosen Ausblick auf die umliegenden Berge und das Tal genießen.
Wieder an der Kreuzung erreicht Ihr geradeaus nach einem kurzen Anstieg einen luftigen und steil bergab führenden Gradweg, der Euch zu beiden Seiten wundervolle Bergpanoramen bietet.

Für den nächsten Teil sollten dann Eure Knie wirklich in Topform sein, denn über tausende von unterschiedlichen hohen Treppen beginnt nun der lange, sehr steile Abstieg. Als kleine Belohnung gibt es jedoch immer wieder tolle Aussichten auf die umliegenden Berge.

Seid Ihr dann endlich unten angekommen, müsst Ihr direkt wieder einen steilen Anstieg zum dem rund 50 Meter langen Tunnel Pico do Gato bewältigen. Kurz danach gabelt sich der Weg. Die Ostroute zur Rechten ist bereits seit geraumer Zeit gesperrt, so dass Euch nur der Weg nach links bleibt.

Hier läuft der Pfad nun eng an der Felswand entlang, bis Ihr einen rund 100 Meter lange Tunnel erreicht, der aufgrund einer Krümmung auf den ersten Metern stockdunkel ist. Kurz danach folgt der nächste Tunnel, der mit knapp 200 Metern der Längste der Strecke ist. Danach folgen in kurzen Abstände zwei weitere, aber nur rund 10 Meter lange Tunnel.

Erneut müsst Ihr nun erst steil bergab und anschließend direkt wieder bergauf steigen, danach führt Euch der Weg zunächst einige Zeit an der Felswand entlang, bevor Ihr über sehr viele, teilweise steile Metalltreppen erneut aufsteigen müsst.

Nach einer kurzen Verschnaufpause führt Euch der Weg über einige Treppen bergab, unten angekommen müsst Ihr Euch dann nach links wenden.

Nun geht es erst einmal einige Zeit nahezu eben durch einen vor einiger Zeit abgebrannten Wald, bevor der Weg wieder ansteigt. Erst gemächlich, dann immer steiler werdend bringt er Euch schließlich zur Casa de Abrigo unterhalb des Gipfels des Pico Ruivo.

Nun beginnt der letzte steile Anstieg zum höchsten Gipfel Madeiras. Und es lohnt sich, denn die Aussicht ist wirklich spektakulär.

Habt Ihr die Aussichten ausreichend genossen, geht es zurück zur Casa de Abrigo. Diese ist bei unserem Besuch zwar leider geschlossen, aber immer hin gibt es ein WC-Häuschen und wir finden für unsere Mittagspause sogar ein windstilles Plätzchen in der Sonne.

Frisch gestärkt geht es danach denselben Weg wieder zurück. Da sich mittlerweile der morgendliche Nebel zumindest teilweise verzogen hat, bekommen wir auf die ein oder andere Aussicht nochmal ein ganz anderen (sonnigeren) Blick, was uns wirklich freut.

Fast am Ende des Weges sind dann noch die tausenden von Treppen und der steile Anstieg zurück zum Pico do Arieiro zu bezwingen, was einiges an Kondition und Durchhaltevermögen erfordert. Dann steht Ihr jedoch endlich wieder auf dem Parkplatz und dürft den restlichen Tag in Ruhe ausklingen lassen.

Aussichtspunkt Eira do Serrado

Sofern Ihr nach dieser Tour noch nicht genug habt, empfehlen wir Euch noch einen Abstecher zum Aussichtspunkt Eira do Serrado.

Mit dem Wagen braucht Ihr für den Weg circa 30 Minuten, danach müsst Ihr vom Parkplatz – mal wieder – diverse Treppen nach oben erklimmen, dafür bekommt Ihr dann jedoch einen grandiosen Ausblick auf das 450 Meter tiefer liegende Nonnental  (Curral das Freiras), dass bis vor wenigen Jahrzehnten noch nicht an das Straßennetz angeschlossen war.

Dementsprechend führen auch viele alte Weg hinab in das Tal, die heute noch als Wanderwege genutzt werden. Wir haben eine dieser Touren leider nicht mehr geschafft, sind aber froh trotz der relativ langen Anfahrt wenigstens zum Aussichtspunkt gefahren sind.

Wir selbst sind übrigens nicht nach Pico do Arieiro – Pico Ruivo Tour nach Eirra do Serrado gefahren, sondern nach unserer Wanderung entlang der Levada da Bica da Carna, vom Pico do Arieiro ist die Anfahrt jedoch deutlich kürzer.

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Wenn Ihr Lust auf noch mehr Wanderungen habt, dann schaut doch auch in unsere anderen Beiträge, in denen Ihr viele klassische Levadawanderungen in Westmadeira und Paul da Serra und an der Nordküste und Ribeiro Frio an. Oder vielleicht habt Ihr ja auch Lust auf eine Tour auf die Halbinsel São Lourenço?

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