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Monument Valley

Das Bild der gigantischen, sich isoliert aus einer sonst leeren, flachen Wüstenebene erhebenden roten Tafelberge (engl. Buttes) hat sicherlich jeder schon einmal gesehen. Die Landschaft ist das Symbol für den Wilden Westen der USA und sie diente schon unzählige Male als Kulisse für Filme oder wurde für Werbung und Prospekte fotografiert.

Die beiden bekanntesten Formation sind die beiden Mitten Buttes, zwei erodierte Erhebungen mit daumenähnlichen Türmen. Doch die anderen Buttes mit charakteristischen Eigennamen wie Camel Butte, Three Sisters oder Totem Pole brauchen sich dahinter nicht zu verstecken.

Im Gegensatz zu vielen anderen Schutzgebieten in Utah und Arizona steht das Monument Valley übrigens nicht unter stattlichem Schutz, sondern unter der Verwaltung der Navajo Nation, so dass die Verantwortung alleine bei den Navajo Indianer liegt. Deswegen gelten dort auch teilweise andere Regeln als im National Park, so sind z.B. die Möglichkeiten sich abseits der Hauptpiste zu bewegen stark begrenzt und/ oder reglementiert.

– Aktualisiert Juli 2021 –

Mit Erreichen des Monument Valleys wird (zumindest für uns) auch der Bundesstaat gewechselt, nach vielen Tagen in Utah sind wir nun in Arizona angekommen. Die Zeitverschiebung wird uns jedoch trotzdem erst am nächsten Tag treffen.

Um den Touristenmassen zu entkommen, die alltäglich ins das Tal stürmen, solltet Ihr Monument Valley bereits früh am Morgen erreichen. So habt Ihr noch die Chance die Einzigartigkeit der Landschaft in Ruhe zu genießen und Fotos ohne Massen von Menschen und/ oder Autos zu machen. Und auch das Vorankommen auf dem Scenic Drive durch das Valley ist bei wenig Verkehr natürlich deutlich angenehmer.

Da wir jedoch wirklich gut in der Zeit sind, gönnen wir uns vor dem Valley noch einen 5 Minuten Foto-Abstecher zum Mexican Hat Rock.

Um 07.15 Uhr erreichen wir dann die Umgebung von Monument Valley. Bevor wir dann allerdings tatsächlich im Park ankommen, gibt es doch noch ein wenig Zeitverzögerung, denn bereits die Anfahrt über den Hwy. #163 ist – zumindest von Osten kommend – einfach grandios und bietet wahnsinnige Aussichten auf das Monument Valley.

Um 07.45 Uhr erreichen wir dann die Entrance Station, der Eintritt kostet pro Wagen 20 $.

Am Visitor Center angekommen müsst Ihr Euch dann entscheiden, ob Ihr den 27 Kilometer langen Scenic Drive selbst oder auf einem Pritschenwagen der Navajo befahren wollt.

Dabei ist zu bedenken, dass es sich bei dem Scenic Drive um eine staubige, ungeteerte Dirt Road handelt, die von Schlaglöchern und Spurrillen übersät ist. Mit einem Midsize SUV ist die Strecke, wenn Ihr vorsichtig fahrt, ohne Probleme machbar, allerdings haben wir auch viele Touristen mit normalen Autos oder sogar Sportwagen auf der Stecke gesehen. Scheint also auch zu gehen?! Nur: Von der Mietwagenfirma erlaubt ist es weder in dem einem, noch in dem anderen Wagen.

Trotzdem solltet Ihr das selber Fahren in Betracht ziehen, den die geführten Touren sind nicht nur unverhältnismäßig teuer (je nach Anbieter ab ca. 70 $ pro Person), sondern die offenen Pritschenwagen fahren auch ziemlich zügig über die unebene, holprige Straße und schütteln damit die Touristen auf den harten Sitzbänken ziemlich durch. Außerdem staubt es während der Fahrt relativ stark, sodass viele Besucher fast das ganze Gesicht abgebunden hatten und damit fast gar nichts mehr sehen konnten.

Dann doch lieber komfortabel im eigenen Wagen ohne Hast und Zeitdruck. Also auf die Schotterpiste!

Vom Visitor Center aus geht es in Serpentine hinab ins Tal und zum ersten Aussichtspunkt, von dem Ihr einen wundervollen Blick auf die Mitten Buttes habt.

Kurz danach rücken rechts die Three Sisters in Euer Blickfeld, während Ihr auf der linken Seite einen Blick auf den Camel Butte werfen könnt.

Direkt danach gelangt Ihr an eine eine Kreuzung. Hier wird der Scenic Drive zur Einbahnstraße, so dass Ihr nur geradeaus weiterfahren könnt.

Es besteht allenfalls vorher noch die Möglichkeit rechts abzubiegen und einen Abstecher zum John Ford’s Point zu machen, einem Aussichtspunkt, der sich etwas näher an den Three Sisters befindet. Außerdem liegt er ein wenig höher, so dass Ihr auch nochmal einen spektakulären Blick auf die Buttes habt.

Danach geht es die Stichstraße zurück und wieder auf den eigentlich Scenic Drive.

Die Three Sisters liegen nun hinter Euch, aber links erhebt sich nun die Rain Gold Mesa, rechten hingegen The Hub und die Thunderbird Mesa.

In der Ferne könnt Ihr außerdem bald den Totem Pole sehen, die Strecke dorthin ist allerdings leider nicht für die Öffentlichkeit freigegeben und kann nur im Rahmen von speziellen Touren besucht werden.

Danach folgt auf der rechten Seite die Spearhead Mesa. Hier zweigt auch eine weitere Stichstraße zum Artist Point Overlook ab, einen Abstecher, den Ihr Euch trotz der schlimmen Schlaglöcher aufgrund der grandiosen Aussicht nicht entgehen lassen solltet.

Zurück auf dem Scenic Drive kommen nun schon wieder die Three Sisters ins Blickfeld, denn nun seid Ihr schon auf dem Rückweg zur ersten Kreuzung.

Vorher geht es jedoch über eine weitere kurze Stichstraße zum North Window Overlook. Hier habt Ihr sogar die Möglichkeit Euch auf einem kleinen Trampelpfad ein wenig die Beine zu vertreten und ein paar Meter um den riesigen Felsblock herumzulaufen.

Kurz danach erreicht Ihr die Gabelung und kehrt rechts auf dem nunmehr bereits bekannten Weg zum Visitor Center zurück. Insgesamt hat die Rundtour bei uns circa 2 Stunden gedauert.

Wieder dort oben solltet Ihr es dann auch auf keinen Fall versäumen, nochmal vom Visitor Center hinab in das Tal zu blicken. Von hier bekommt Ihr nämlich eine weitere sehr bekannte Aussicht auf die Buttes.

Uns hat es in Monument Valley unglaublich gut gefallen und die eindrucksvollen Buttes sind wirklich zum Staunen.

Da wir sehr früh waren, hatten wir das Valley auch nahezu für uns alleine, was unglaublich viel zu der guten Atmosphäre beigetragen hat. Als wir Monument Valley gegen halb elf verlassen, sieht das schon ganz anders aus, da düst ein Pritschenwagen nach dem nächsten über die staubige Schotterpiste und auch die Selbstfahrer drängen sich schon ziemlich auf der Straße. Von daher: Früh aufstehen lohnt sich.

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