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Olympic National Park – Beaches & Rainforests

117 Kilometer der Pazifikküste gehören zum Olympic National Park und keine 5 Kilometer sind gleich. Von Stränden, die sandig, felsig oder steinig sind bis hin zu zerklüfteten Klippen, die ins Meer stürzen – hier ist alles vorhanden.

Aufgrund der milden Temperaturen und des vielen Regens reicht der dichte Wald der Halbinsel fast bis an die Küste, an die – durch die oft vorherrschenden starken Winde – oft riesige Bäume und Äste aus dem Wald angespült werden, die dann als durcheinander geworfen Treibholz am Strand liegen bleiben.

Trotz der vielen Strände ist Sonne und Baden in der Regel leider Mangelware, denn die Küste ist oft in Nebel eingehüllt und das Pazifikwasser ist auch im Sommer zum Baden zu kalt. Dafür sind an den diversen Strandbuchten, wie La Push, Rialto Beach, Second Beach, Ruby Beach oder Kalaloch Beach 4 lange Strandspaziergänge und Tidepooling möglich.

Rialto Beach

Rund 20 Kilometer nordwestlich von Forks liegt mit Rialto Beach einer der am besten zugänglichen Strände des Olympic National Park. Vom Parkplatz sind es nur wenige Meter bis zum Strand, der mit Steinen und Treibholz jeder Art und Größe wunderbar naturbelassen ist.

Von hier sind es dann auch nur 20 Minuten Autofahrt nach La Push, einem weiteren sehr bekannten Strand des National Parks. Wir haben diesen Stopp aufgrund des eher nicht einladenden Wetters jedoch ausgespart.

Second Beach

Ein Stückchen weiter die Küste hinunter, ebenfalls nur 20 Minuten von Forks entfernt liegt Second Beach mit seinen bekannten Felsformationen.

Der Weg zum Strand startet hinter den Parkplätzen, die Ihr aufgrund der dort geparkten Autos nicht verfehlen könnt. Von dort aus geht es  circa 1,1 Kilometer stetig leicht bergab durch dichten Küstenregenwald bis Ihr schließlich vor einer riesigen Ansammlung von Treibholz steht.

Habt Ihr dieses dann überwunden steht Ihr direkt am Strand und seht rechts bereits eine ausgesprochen fotogene Ansammlung von kleinen bewaldeten Felsen, den sogenannten Quillayute Needles. Aber auch zur anderen Seite reihen sich ein paar hübsche Inselchen auf und warten darauf fotografiert zu werden.

Am Second Beach könnt Ihr übrigens auch wunderbar tidepoolen. Das bedeutet, dass Ihr auf Niedrigwasser, also Ebbe, wartet und dann in den zurückgebliebenen kleinen Wasserpützen allerlei Meeresbewohner beobachten könnt. Und auch an den dann freiliegenden Steinen und Inselchen findet dich dann die ein oder andere Muschel- oder Anemonenkolonie.

Beachtet beim Tidepoolen unbedingt den Gezeitenplan, damit Ihr nicht von der zurückkehrenden Flut überrascht werdet. Diesen bekommt Ihr entweder im Visitor Center oder online. Auf der Seite des National Park Service findet Ihr außerdem weitere Tipps, Hinweise und Regeln für das Tidepooling.

Rialto  und Second Beach haben wir übrigens noch an dem Tag nach unserer Tour um Lake Crescent besucht. Dies hat sich für uns angeboten, da wir in Forks übernachtet haben und von dort die Anfahrt jeweils nur rund 20 Minuten beträgt.

Ruby Beach

Am nächsten Morgen ging es dann bei gleichbleibenden schlechten Wetter von Forks zum rund 43 Kilometer entfernten Ruby Beach.

Wie viele der belieben Strände, besticht auch Ruby Beach mit tollen markanten Felsen, riesigen Ansammlungen von Treibholz und tollen Möglichkeiten zum Tidepoolen.

Zum Strand selbst ist es vom Parkplatz nicht weit, nur circa 350 Meter one-way müsst Ihr dafür hinter Euch bringen.

Kalaloch Beach 4

Ein wenig weiter als zum Ruby Beacht ist es zum Kalaloch Beach 4, DEM Strand für’s Tidepooling. Hier sind es rund 1,3 Kilometer one-way durch den Küstenregenwald, wobei es auch schon ein wenig bergab geht.

Am Beach 4 finden außerdem vom National Park Service geführten Tidepool-Touren statt, sofern Ihr hieran Interesse habt, besorgt Euch am besten im Visitor Center ein paar Infos.

Hoh Rainforest

Ganz in der Nähe der beiden Strände, nämlich gerade mal 40 – 50 Minuten Autofahrt entfernt, liegt der Hoh Rainforest, eines der am meisten besuchten Gebiete des National Parks.

Er ist einer der wenigen gemäßigten Regenwälder des Landes und einer der Üppigsten der Welt, weshalb er auch als eine ganz besondere Sehenswürdigkeit im National Park und in ganz Washington gilt.

Hinzu kommt, dass der Hoh Rainforest auch eines der niederschlagreichsten Gebiete der USA ist. Das liegt daran, dass die Westhängen der Olympic Mountains das erste sind, was von den feuchten Wind- und Regenstürmen, die vom Pazifik herkommen, getroffen wird. Steigt die Luft dann entlang der windabgewandten Hänge der Berge auf, kühlt sie ab und liefert dadurch Niederschlag und davon nicht zuwenig.

Auf nasses, nebliges Wetter solltet Ihr daher vorbereitet sein, wobei davon unter dem dichten Baumbestand fast kaum etwas zu merken ist.

Der verwunschene Wald kann auf diverse Trails, die fast alle in der Nähe des Visitor Centers startet, erkundet werden, besonders schön soll hier der 1,3 Kilometer lange Trail of Moses sein.

Bei uns war der Hoh Rainforest aufgrund Restaurierungsarbeiten an der Zufahrtsstraße jedoch leider gesperrt, so dass wir hierzu selbst keine Infos geben können. Wenn Ihr mehr wissen wollt, dann schaut einfach auf die Seite des National Park Service.

Quinault Rainforest

Da wir auf Regenwald nicht verzichten wollen, nutzen wir aus, dass Olympic gleich über mehrere Gebiete mit Regenwald verfügt und machen uns auf den Weg zum zweitgrößten Regewald – dem sehr südlich liegenden Quinault Rainforest direkt am Lake Quinault, wo sich auch einige Lodges zum übernachten befinden.

Wollt Ihr ohnehin die Oregon Coast runter, so liegt dieser Teil des Parks quasi auf dem Weg, wollt Ihr jedoch in Richtung Port Angeles zurück, lohnt sich der Weg aber nur, wenn Ihr den Hoh Rainforest wegen Sperrung nicht besuchen konntet.

Durch Quinault führt eine Loopstrecke, auf der Ihr mit dem Auto durch den Regenwald fahren könnt und an der auch viele der Trails beginnen. Für andere müsst Ihr eventl. noch eine der Stichstraßen ein Stück hinauf fahren. Der Loop ist prima zu fahren, allerdings wird er nach kurzer Zeit eine unasphaltierte Dirtroad. Dies sollte Euch hier jedoch nicht abschrecken, denn die Straße ist immer noch so gut, dass Ihr Sie problemlos auch mit einem normalen Wagen fahren könnt.

Wir selbst spazieren in Quinault zunächst über den 800 Meter langen, ebenen Maple Glades Trail, auf dem Ihr den schönsten Teil des Regenwaldes zu Gesicht bekommt.

Danach fahren wir zunächst den Loop in össtliche Richtung und biegen auf die Stichstraße zum Irely Lake Trailhead ab. Der insgesamt rund 2 Kilometer lange und nur leicht ansteigende Trail führt eigentlich zu dem auf Bildern sehr nett aussehenden Irely Lake, aber als wir am Ziel ankommen, müssen wir feststellen, dass dieser jetzt Anfang September komplett ausgetrocknet ist und wir den Weg umsonst auf uns genommen haben. Glücklicherweise war es nicht zu anstrengend.

Danach kehren wir zurück auf den Loop und fahren an der Lake Quinault Lodge vorbei zurück zum Hwy. #101.

Mt. Ellinor

Eigentlich solltet unser nächster Stopp von hier Shelton sein, von dort wollten wir am nächsten Morgen zum Gipfel des Mt. Ellinor starten. Aufgrund der anhaltenden schlechten Wetters mit Regen und Nebel lassen wir diesen Hike jedoch ausfallen und fahren stattdessen nach Seaside, eine kleine, aber bei Urlauberns sehr beliebte Stadt direkt an der Küste Oregons. Von hier aus werden wir dann am nächsten Morgen unseren Tag an der wilden und wunderschönen Oregon Coast verbringen.

More Olympic?!?

Ihr wollt noch mehr von Olympic? Kein Problem – wen Euch Strände und Regenwald nicht reichen, dann gibt es noch die Berge am Hurricane Ridge oder die diversen Sehenswürdigkeiten rund um den Lake Crescent, wie z.B. die Marymere oder die Sal Duc Falls. Und allgemeine Infos zu Olympic gibt es dann hier. Viel Spaß damit!

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