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Sequoia und Kings Canyon National Park – Mammutbäume und die tiefste Schlucht Nordamerikas

Hohe Berge, tiefe Schluchten, rauschende Flüsse, dramatische Wasserfälle und die größten Bäume der Welt – all das und noch viel mehr bieten die unmittelbar aneinander grenzenden National Parks Sequoia und Kings Canyon, die aufgrund Ihrer räumlichen Nähe von National Park Service als eine gemeinsame Einheit verwaltet werden.

Zwar ziehen die Parks, die unter dem Namen SeKi National Park zusammengefasst werden, nicht so viele Besucher an, wie ihr berühmter Nachbar Yosemite, trotzdem besuchen die Parks über eine Millionen Touristen im Jahr und das aus gutem Grund:

Immerhin liegt innerhalb der Parkgrenzen der Mount Whitney, mit 4.417 Metern der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas. Dazu kommt der Kings River Canyon, das tiefste Tal Nordamerikas und der General Sherman und General-Grant Tree, die größten Mammutbäume und gleichzeitig auch Lebewesen der Welt. Zusätzlich ist Sequoia National Park einer der ältesten National Park im National Park System.

Beste Reisezeit

Aufgrund des extremen Höhenunterschiedes in beiden Parks, der von 412 Meter in den Foothills bis auf 4.418 Metern auf dem Gipfel des Mount Whitney in der Sierra Nevada reicht, bieten die Parks vom heißen und trockenen Tiefland bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada eine unglaubliche Vielfalt von Wetter- und Lebensbedingungen. Und so kann es schon mal vorkommen, dass im Frühjahr einige Straße noch wegen Schnee gesperrt sind, während die Temperaturen in anderen Parkteilen schon an die 30 Grad erreichen.

Die beste Reisezeit ist daher entweder der später Frühling oder der frühe Herbst, wenn die Temperaturen schon bzw. noch angenehmen sind und sich das Touristenaufkommen in ertragbaren Grenzen hält, denn gerade rund um die berühmten Mammutbäume kann es schon mal eng werden.

Park Facts
  • Gegründet:
    • Sequoia: 25. September 1890
    • Kings Canyon: 4. März 1940
  • Größe: 3.504 km²
  • Höhenlagen: 412 Meter bis 4.418 Meter
  • Lage: Sierra Nevada, Kalifornien
  • Öffnungszeiten: Ganzjährig, aber im Winter (Anfang November bis Ende April/ Mai) sind einige Parkabschnitte wegen Schnee geschlossen (z.B. Mineral King in Sequoia und Cedar Grove in Kings Canyon). Infos gibt es auf der Seite des National Park Service.
  • Eingang:
    • Sequoia: Ash Mountain Entrance über Hwy. #198 von Visalia/ Three Rivers
    • Kings Canyon: Big Stump Entrance Hwy. #180 von Fresno
  • Eintritt: 35 $ pro Wagen und Wochen oder Annual Pass
  • Besucher:
    • Sequoia rund 1.300.000 jährlich (Rank 22/63)
    • Kings Canyon rund 630.000 jährlich (Rank 35/63)
  • Mehr Infos: National Park Service SeKi
Generals Highway

Beide National Park sind durch den Generals Highway verbunden, so dass es auch möglich ist zwischen beiden Parks hin und her zu fahren. Auf der Fahrt durch die Parks durchquert Ihr außerdem teilweise das Giant Sequoia National Monument, welches Teil des Sequoia National Forest ist und an beide Parks angrenzt.

Einige Sehenswürdigkeiten und Trails liegen daher offiziell im National Forest, wobei eine genau Abgrenzung wegen der fließenden Übergänge oft schwierig ist.

ACHTUNG: In Sequoia und Kings Canyon finden nahezu in jedem Sommer Straßenbauarbeiten in unterschiedlichen Umfängen statt. Neben der allgemeinen Wartung und der Räumung der steilen Bergstraßen können auch Projekte zur Verbesserung und Verbreiterung der Straßen stattfinden. Wenn dies geschieht, kann es zu (teilweise erheblichen) Verzögerungen kommen. Informiert Euch daher am besten vorher auf der Seite des National Park Service.

Parkabschnitte

Sequoia und Kings Canyon lassen sich grob in folgende Parkabschnitte teilen:

  1. Foothills (Sequoia)
  2. Giant Forest und Lodgepole (Sequoia)
  3. Mineral King (Sequoia)
  4. Giant Sequoia National Monument
  5. Grant Grove (Kings Canyon)
  6. Cedar Grove (Kings Canyon)

In Mineral King gibt es –  insbesondere bis Mitte Juli – leider das Problem, dass sich die dort lebenden Murmeltiere liebend gern an Kühlerschläuchen und Autokabeln genüsslich tun und so Eurer Fahrzeug unbrauchbar machen können. Es wird daher empfohlen den Wagen murmeltiersicher zu verpacken, was bedeutet, dass die Besucher Ihre Wagen mit riesigen Tüten umwickeln. Zum Verschnüren wird von einigen Besuchern sicherheitshalber teilweise sogar Hühnerdraht verwendet. Weitere Infos findet Ihr auf der Seite des National Park Service.

Da uns dies ein wenig zu viel Aufwand und auch Risiko war, haben wir aufgrund des “Murmeltier-Problems” (diesmal) schweren Herzens auf Mineral King verzichtet. Alle anderen Abschnitte konnten wir an den drei ganzen und zwei halben Tagen, die uns zur Verfügung standen, jedoch ausgiebig erkunden.

What to do, wenn Ihr …
… einen Tag im SeKi habt

Wenn Ihr nur einen Tag Zeit habt, dann verbringt Ihr Eure Zeit am besten im Sequoia National Park, denn für den Kings Canyon ist die Anfahrt dann eigentlich zu lang.

In Sequoia könnt Ihr dann im Giant Forest am Generals Highway und an der Cresent Meadow Road an einigen der beliebtesten Stopps, wie zum Beispiel den Four Guardsmen, der Parker Group oder dem Tunnel Log halten.

Zudem habt Ihr Zeit für einige der eher kurzen Trails, insbesondere solltet Ihr hier folgende Wege nicht verpassen:

  • General Sherman Trail und Congress Loop
  • Tokopah Falls
  • Crescent Meadows
  • Hanging Rock Trail
  • Moro Rock
… zwei bis drei Tag im SeKi habt

Habt Ihr zwei oder drei Tage Zeit, dann könnt Ihr zusätzlich den den Stopps an Tag eins in Sequoia auf dem Generals Highway durch den Kings Canyon National Park fahren und anschließend im Kings Canyon noch ein oder zwei kurze Trails wandern, zum Beispiel zu den Roaring River Falls oder den Zumwalt Meadow Trail.

An einem weiteren Tag könnte dann noch einen oder zwei etwas länger Trails in Sequoia (z.B. in den Foothills zu den Marble Falls) oder in Kings Canyon (z.B. der Mist Falls und/ oder Big Stump Trail) wandern.

… vier und mehr Tage im SeKi habt

Habt Ihr vier Tage oder mehr Zeit oder seid Ihr Wiederholungstäter, dann könnt Ihr die o.g. Vorschläge kombinieren oder auch zusätzliche Trails einbauen. Noch mehr als die hier genannten Trails findet Ihr auf der Seite des National Park Service.

Alternativ könnt Ihr Euch auch auf einen der High Sierra Trails wagen (z.B. Alta Peak Trail).

… Ihr Euch an unseren Trips orientieren möchtet

Bei unserer Rundreise durch Kalifornien im Jahr 2018 standen uns zwei halbe und zwei ganze Tage zur Verfügung. In dieser Zeit war folgendes geplant:

Tag 1: Foothills (Übernachtung in Three Rivers)

Tag 2: Giant Forest (Übernachtung in Three Rivers)

  • Am Generals Highway:
    • Four Guardsmen
    • General Sherman Trail und Congress Loop
    • Tokopah Falls
  • An der Crescent Meadow Road:
    • Parker Group
    • Tunnel Log
    • Crescent Meadows
    • Hanging Rock Trail
    • Moro Rock

Tag 3: Giant Forest/ Wolverton (Übernachtung in Grant Grove)

Tag 4: Auf dem Generals Highway durch den Kings Canyon National Park (Übernachtung in Cedar Grove)

  • General-Grant Tree (Grant Grove)
  • Buena Vista Peak Trail (Grant Grove)
  • Buck Rock Fire Lookout (Sequoia National Forest)
  • Panoramic Point (Grant Grove)
  • Kings Canyon Scenic Drive mit Grizzly und Roaring River Falls 
  • Zumwalt Meadow Trail (Cedar Grove)

Tag 5: Kings Canyon National Park (Übernachtung in Fresno)

  • Mist Falls Trail (Cedar Grove)
  • Big Stump Loop Trail (Grant Grove)

Außer Acht gelassen haben wir die Crystal Cave, da wir aufgrund unserer Besuche in den Mammoth Caves und Carlsbad Cavern wahrscheinlich die beeindruckendsten Höhlen bereits gesehen und genug Höhlenerfahrung gesammelt haben. Auch nicht besichtigt haben wir das Giant Foret Museum, das sehr toll sein soll. Wir sind aber einfach lieber draußen.

Ansonsten hat die Route für die insgesamt 4 Tage gut gepasst und war auch nicht zu stressig. In Fresno sind wir dann gegen 16.00 Uhr angekommen und hatten noch genügend Zeit für Einkaufen und WLAN (da es in Three Rivers und im Park oft nur sporadisch und/ oder langsam gab).

Und jetzt bleibt nur noch eins zu wünschen: Viel Spaß in SeKi!

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