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Sian Ka’an und Muyil

Südlich der Riviera Maya liegt an der Karibikküste Yucatáns das Reserva de la Biósfera Sian Ka’an.

Mit über 4.000 Pflanzen- und 28 Säugetierarten, sowie einer Vielzahl verschiedener Vogelarten und einer vielfältigen Wasserwelt, gehört Sian Ka’an zu einer der artenreichsten Regionen der Welt.

Daneben gibt es in dem Reservat diverse archäologische Stätten, von denen die bekannteste Muyil (Chunyaxché) ist.

Aus diesen Gründen ist das Gebiet gleich mehrfach geschützt: Seit 1986 als Nationalpark und Biosphärenreservat der UNESCO, sowie seit 1987 zusätzlich als Weltnaturerbe. 

Anreise

Das Biosphärenreservat Sian Ka’an könnt Ihr über fünf offizielle und kontrollierte Zugänge erreichen, die in Pulticub, Santa Teresa, Chumpon, Chunyaxché und Chac Mool liegen, wobei der wichtigste Zugang bei Tulum, am südlichen Ende der Hotelzone liegt.

Von hier führt eine lange Stichstraße entlang der Küste bis zu dem Ort Punta Allen am Ende der Landzunge im Süden. Leider soll die Straße in einem desaströsen Zustand und die Fahrt mit einem Mietwagen ohne Allradantrieb nicht ratsam bzw. die meiste Zeit des Jahres sogar unmöglich sein.

Insoweit könnt Ihr Punta Allen in der Regel nur im Rahmen einer geführten Tour besuchen, wobei vielen von diesen einen Großteil der Straße ebenfalls meiden und den Transfer mit einem Boot organisieren. So oder so sind die Touren aber kein günstiger Spaß. Hier müsst Ihr in der Regel mit über 100,- EUR pro Person rechnen.

Alternativ und logistisch deutliche einfacher, ist ein Besuch über die Tempelanlage Muyil, deren Eingang direkt an der MEX 187 liegt.

Zona Arqueológica de Muyil

Die Anlage von Muyil war wahrscheinlich schon vor 2.000 Jahre besiedelt und gehörte zum karibischen Küstenhandelsnetz der Maya.

Zwar sind aus dem frühen Zeitalter keinerlei Bauten mehr vorhanden, dafür könnt Ihr aber noch die architektonischen Überreste aus der nachklassischen Periode ab 900 nach unserer Zeitrechnung bewundern, wobei das interessanteste Bauwerk sicherlich der 18 Meter hohe Tempel El Castillo ist.

 

Daneben gibt es noch einige andere (wenige) Bauten, insgesamt ist die Anlage jedoch sehr übersichtlich und die vorhandenen Ruinen relativ schnell besichtigt.

Muyil ist von 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 65 MXN pro Person. Kostenfreie Parkplatze stehen vor der Anlage zur Verfügung. Weitere Infos findet Ihr auch auf der Homepage der Zona Arqueológica Muyil.

Als Zeitbedarf solltet Ihr so um die 20 bis 30 Minuten einplanen.

Sian Ka’an

Von der archäologischen Stätte könnt Ihr außerdem einen Abstecher in das Biosphärenreservat Sian Ka’an und zu der Laguna Muyil machen.

Bis zum Eingang sind es vom Tempel El Castillo nur ein paar Meter, dort angekommen müsst Ihr dann den Eintritt für das Reservat i.H.v. 50 MXN pro Person zahlen.

Anschließend führt Euch ein rund 500 Meter lange Holzbohlenweg durch den dichten Dschungel bis Ihr nach circa 10 Minuten die Laguna Muyil erreicht.

 Von hier aus habt Ihr die Möglichkeit eine Bootstour zu unternehmen, die Ihr entweder direkt am Anleger oder bereits am Eingang der archäologischen Stätte buchen könnt.

Wir selbst haben – auch weil das Wetter nicht sonderlich gut war – auf die Tour verzichtet, sie führt aber unseres Wissens zu zwei angrenzenden Süßwasserlagunen und bringt Euch anschließend noch zu einem alten Maya-Kanal, in dem Ihr dann schwimmen und Euch von der Strömung treiben lassen könnt.

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Die Anlage von Muyil fanden wir nach den vielen sehr beeindruckenden Maya-Ruinen, wie Chichén Itza, Uxmal, Edzná, Calakmul oder den kleineren Stätten entlang der Ruta Río Becallenfalls ok und auch die Laguna Muyil hat uns jetzt nicht in Begeisterungsstürme versetzt.

Da wir von Bacalar nach Tulum gefahren sind, lag Muyil für uns allerdings ohnehin auf dem Weg. Andernfalls könnt Ihr diesen Stopp auch guten Gewissens auslassen, insbesondere lohnt es sich unseres Erachtens nicht extra von Tulum anzureisen.

Ein paar Ideen für weitere Stopps, die Ihr sonst noch so ansteuern könnt, findet Ihr in unserem Beitrag 13 Tage in Mexiko – Ein Routenbeispiel für die Halbinsel Yucatán.

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