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Slowenien – Im Soča-Tal

Berühmt für ihren smaragdblauen Fluss, die Soča, ist die Region rund um die Orte Bovec, Kobarind und Tolmin sicherlich eines der schönsten Reiseziele Sloweniens.

Von der Quelle aus bahnt sich die Soča auf 140 Kilometern ihren Weg zum Golf von Triest, wo sie schließlich in das Meer mündet. Dabei ist ihr Flusslauf von diversen Wasserfällen, Stromschnellen, engen Schluchten und zahlreichen Trögen geprägt. Besonders beeindruckend ist auch die charakteristische blaugrüne Farbe des Flusses, die von Aquamarin über Smaragd bis hin zu Türkis reicht.

Zudem eignet sich die wilde Strömung der Soča und ihrer Nebenflüsse ideal für Wildwassersportarten aller Art und so strömen im Sommer Scharen von Sportbegeisterten zum Wildwasser-Kajaking, Rafting oder Canyoning in das Tal.

Doch der Fluss ist nicht das einzige Highlight in der Region, vielmehr kommen in der umliegenden Berglandschaft des Triglav Nationalparks auch Wanderer, Fahrradfahrer und andere Aktivurlauber voll auf ihre Kosten.

Quelle der Soča

Insbesondere aufgrund der farbprächtigen Soča gilt das Soča-Tal als eines der schönsten Tälern der östlichen Alpenwelt. Es verwundert daher nicht, dass auch die Quelle der Soča ein Traum ist und zu einer der schönsten Karstquellen in den Julischen Alpen gehört.

Sie befindet sich im Triglav Nationalpark, ganz in der Nähe des Vršič-Pass und kann auf einer kurzen Wanderung schnell erreicht werden. Mehr zu dem Weg findet Ihr in unserem Beitrag Slowenien – Vršič-Pass.

Velika korita Soče

Nicht mehr am Vršič-Pass, aber kurz dahinter auf der Strecke zwischen Trenta und Bovec findet Ihr direkt an der Straße die großen und kleinen Soča-Tröge (Mala korita Soče und Velika korita Soče).

Von dem Parkplatz direkt an der Straße ist es nur ein kleines Stück zu der Hängebrücke, von der Ihr einen guten Blick auf die steilen Felswände und die beckenartigen smaragdgrünen Tröge habt.

Neben den Trögen habt Ihr entlang der Straße auch immer wieder die Gelegenheit an den Fluss heranzugehen und – wenn das Wetter mitspielt – auch mal Eure Füße in das (kalte) Wasser zu stecken.

Bovec

Mit rund 3.200 Einwohnern ist der Bovec bereits der größte Ort im oberen Soča-Tal, der aufgrund seines Rufes als “ultimativer Outdoor-Hotspot” jährlich Touristen ohne Ende anzieht.

Zu den beliebtesten Aktivitäten gehören sicherlich die verschiedensten Wassersportarten, wie Rafting oder Kajaking, die – dank der diversen Anbieter vor Ort – in der Regel auch von Anfängern ausgeübt werden können.

Zusätzlich kommen dank der Hochgebirgswelt der Julischen Alpen jedoch auch Wanderer und Kletterer auf Ihre Kosten.

Aber selbst das ist noch nicht alles. Daneben könnt Ihr in Bovec auch Schluchtenwandern (Canyoning), Fahrradfahren, Golfen, Reiten, Angeln, Zip-linen, Fallschirmspringen, Paragliden und noch vieles mehr.

Auch wir selbst konnte nicht widerstehen und haben mit dem Anbieter Bovec Rafting eine Rafting-Tour auf der Soča gemacht. Den Anbieter selbst können wir nur empfehlen, von der Buchung bis zum Rafting war alles super organisiert und unser Guide Ivan hat uns mit viel Wissen, aber auch Witz sicher über die Stromschnellen gelotst.

Mit allem drum und dran hat die Tour 3 Stunden gedauert, davon waren wir 1,5 Stunden auf dem Wasser. Die Kosten lagen (im September 2021) bei 50,- EUR p.P.

Mangartsattel

Ein weiteres absolutes Highlight im Soča-Tal, ganz in der Nähe von Bovec, ist die Fahrt zum Mangartstattel.

Über eine wundervolle Panoramastraße, die diverse Haltepunkte entlang der Strecke bietet und auf ihrem Weg einen Höhenunterschied von knapp 950 Metern überwindet, erreicht Ihr in rund 45 Minuten bis einer Stunde die Mangart-Hütte auf 1.906 Meter. Von hier geht es dann nur noch zu Fuß weiter, denn die weitere Straße bis ganz unter den Sattel ist bereits seit einigen Jahren wegen Steinschlags gesperrt.

Vom Parkplatz sind es dann noch one-way circa 1,5 Kilometer und 170 Höhenmeter bis zum Sattel, von dem Ihr dann einen unglaublichen Blick in das Tal, auf den Mangart und das umliegende Bergpanorama habt. Der Zeitbedarf für den Weg liegt für eine Strecke bei 20-30 Minuten.

Da hier diverse weiteren Wanderungen, u.a. auf den Mangart, starten und es zusätzlich einen Absprungspunkt für Paraglider gibt, sind die ohnehin eher wenigen Parkplätze oft schnell voll. Es lohnt sich daher früh zu kommen.

Insgesamt solltet Ihr für die Fahrt und den Weg zum Sattel um die drei Stunden einplanen. Sofern Ihr morgens früh gegen 08.30 Uhr startet, seid Ihr dann auch rechtzeitig wieder zurück um anschließend noch die Mittags-Rafting-Tour um 12.45 Uhr zu machen.

Für das Befahren der Straße wird übrigens eine Maut in Höhe von 10,- EUR pro PKW fällig.

Slap Boka

Nur rund 5 Kilometer von Bovec entfernt, könnt Ihr direkt von der Hauptstraße aus einen Blick den zweithöchsten Wasserfall Sloweniens, den Slap Boka, werfen.

Von Bovec kommend findet Ihr kurz vor der Brücke einen kleinen Parkplatz. Von dort könnt Ihr auf einem relativ kurzen Weg (15-20 Minuten one-way) zu einer Aussichtsplattform wandern und so näher an den Wasserfall heran kommen.

Bei unserem Besuch Anfang September war der Wasserfall aufgrund des wenigeren Wassers leider nicht ganz so eindrucksvoll, aber dafür hat der Weg auch nicht lange gedauert.

Wenn Ihr die ganze Wasserfallpracht bewundern wollt, dann solltet Ihr lieber im Spätfrühling (Mai und Juni) hier vorbei schauen.

Slap Kozjak

Ganz in der Nähe des Ortes Kobarid, hinter der Napoleonbrücke links, startet auf einem großen, kostenpflichtigen Parkplatz (1,50,- EUR für eine Stunde) der kurze Weg zu dem wundervollen Wasserfall Slap Kozjak.

Vom Parkplatz aus geht es auf einem breiten und gut ausgebauten Weg dann immer der Ausschilderung nach und schnell trefft Ihr dann die wunderschöne Soča.

Immer entlang des Flusses erreicht Ihr dann nach einiger Zeit das Kassenhäuschen. Hier werden 5,- EUR p.P. an Eintritt fällig.

Anschließend taucht der Weg dann in den Wald ein und führt Euch entlang eines Baches, den Ihr auch hin und wieder über kleine Steinbrücken überqueren müsst, durch eine immer enger werdende Schlucht.

Nun dauert es nicht mehr lange, bis Ihr den Slap Kozjak erreicht, der sich – versteckt in einer offenen Karsthöhle – 15 Meter in ein wundervoll blau-grün schimmerndes Becken ergießt. Von einer Holzplattform aus, habt Ihr einen gute Blick auf den unglaublich hübsch anzusehenden Wasserfall.

Seid Ihr dann bereit für den Rückweg, geht es über den nunmehr bekannten Weg zurück zum Parkplatz.

Insgesamt solltet Ihr für den Weg inkl. Fotos mindestens eine Stunde einplanen.

Panoramastraße zur Planina Kuhinja

Ebenfalls ganz in der Nähe von Kobarid startet die Panoramastraße zur Planina Kuhinja. Haltet Euch hierfür diesmal hinter der Napoleonbrücke rechts bzw. fahrt geradeaus, wenn Ihr vom Slap Kozjak kommt.

Auf einer steilen, kurvigen und immer schmaler werden Straße fahrt Ihr dann durch die kleinen Orte Ladra, Smast und Vrsno immer weiter bergauf, bis Ihr schließlich nach rund 13 Kilometern und 30 Minuten einen Parkplatz ganz in der Nähe der Planina Kuhinja auf 990 Metern erreicht.

Die Alm und die gleichnamige Berghütte liegen malerisch an den Osthängen des Soča-Tals und unterhalb des Bergmassiv des 2.244 Meter hohen Krn.

Wer mag kann von hier aus auch die Gipfelbesteigung des Krn in Angriff nehmen. Zwar ist der Weg mit insgesamt rund 10,5 Kilometer nicht lang, dafür hat es der Höhenunterschied mit über 1.000 Metern aber in sich. 

Während der Fahrt und vom Parkplatz aus habt Ihr immer wieder tolle Aussichten auf das Bergmassiv, dafür ist die Strecke aufgrund der teilweise sehr engen Straße aber auch anstrengend zu fahren. Letztendlich ist es unseres Erachtens auch kein Drama, wenn Ihr auf die Fahrt verzichtet. Es gibt Straßen mit deutlich besseren Aussichten, die sich mehr lohnen (z.B. Mangartsattel oder Vršič-Pass)

Tolminer Klamm

Letzter Stopp im Soča-Tal ist der Tolminer Klamm, die wichtigste Sehenswürdigkeit der gleichnamigen Ortschaft Tolmin.

Es gibt zwei Parkplätze, wobei es vom Parkplatz P2 nochmal ein gutes Stück zu laufen ist, bis Ihr schließlich den Eingang erreicht. Besser eignet sich der – leider ziemlich kleine – Parkplatz P1 quasi direkt vor dem Kassenhäuschen.

Versucht auf dem P1 ruhig auch einen Platz zu bekommen, wenn dieser als “voll” angezeigt wird. Bei uns waren trotzdem um die 3 Parkplätze frei. Das Parken kostet 6,- EUR pro Wagen. Wenn Ihr nur kurz durchfahrt, um nach einem Plätzchen zu schauen, ist dies kostenlos.

Anschließend müsst Ihr noch 8,- EUR p.P. Eintritt zahlen, danach kann Eure Tour starten. Der Weg durch die Klamm ist rund 2 Kilometer lang und führt Euch in einem stetigen auf und ab und über diverse Treppen an verschiedenen “Sehenswürdigkeiten”, wie der Thermalquelle, dem Zusammenschluss von Tolminka- und Zadlaščica, den Bärenkopf und schließlich der Dantes-Höhle und der Teufelsbrücke vorbei.

Der Zeitbedarf liegt bei rund 1 ½ Stunden.

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Einen Aufenthalt im Soča-Tal können wir Euch uneingeschränkt empfehlen. Nicht nur der Fluss ist wunderschön, sondern auch die umliegende Berglandschaft. Hier in der Gegend gibt es so viel zu tun und zu Erleben, dass Ihr eigentlich gar nicht weiterfahren müsstet. Allerdings wäre dies auch schade, denn Slowenien hat noch so viel mehr andere tolle Ecke. Eine paar Ideen für weitere Stopps findet Ihr in unserem Beitrag 15 Tage in Slowenien – Ein Routenbeispiel.

Für uns geht es von Tolmin weiter zum See Bohinjsko jezero und auf der Fahrt können wir noch die ein oder andere nette Aussicht genießen.

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