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Teneriffa – 11 kleine und große Highlights

1.274 Kilometer von der Südküste Spaniens entfernt liegt Teneriffa – die Größte der kanarischen Insel. Mit ganzjährig milden Temperaturen, einer vielfältigen Vegetation, unberührten Wanderwegen und einzigartigen Stränden zieht sie jährlich rund 12 Millionen Urlauber aus aller Welt an.

Dabei ist es die Vielfältigkeit, die die Insel so wundervoll macht: Der Süden bietet Sonne und endlose Strände, der grüne Norden Natur und Ursprünglichkeit. Im Westen bestimmt das eindrucksvolle Teno-Gebirge das Landschaftsbild, während im Nordosten das märchenhafte Anaga-Gebirge spektakuläre Aussichten bereit hält.

Und über all dem thront im Herzen Teneriffas das Wahrzeichen der Insel – der Vulkankegel von El Teide.

Auf Teneriffa gibt es – je nach Vorliebe – unendlich viel zu sehen und zu entdecken. Im Folgenden zeigen wir Euch unsere 10 großen und kleinen Highlights der Insel. 

Daneben könnt Ihr auf Teneriffa auch unglaublich toll wandern, wenn Ihr ein paar Tourenideen sucht, dann schaut einfach in unserem Beitrag Wandern auf Teneriffa – 6 Touren zum Nachmachen.

– Aktualisiert April 2021 –

Mirador San Pedro

Direkt an der Autobahn TF-5 in Richtung Icod de los Vinos liegt auf einer Höhe von 130 Metern kurz vor San Juan de la Rambla der Mirador de San Pedro. Von hier aus habt Ihr entlang der Bananenplantagen und der Küsten einen wundervollen Blick auf Puerto de La Cruz und San Juan de la Rambla.

Vom Mirador aus starten außerdem die Wanderungen in das Naturschutzgebiet Rambla de Castro, dass zu den Fruchtbarsten und Grünsten im Norden von Teneriffa gehört.

Nur 10 Minuten entfernt startet außerdem die eindrucksvolle Wanderung durch den Barranco de Ruíz nach San Juan de la Rambla.

Playa Jardín

Die Playa Jardín ist der Hausstrand von Puerto de la Cruz und gilt als einer der schönsten Strände der Insel. Felsbänke teilen den rund einen Kilometer langen Strand in drei Abschnitte, die durch eine von Palmen gesäumte Promenade miteinander verbunden sind. Entworfen wurde der Strand von dem bekannten kanarischen Künstler César Manrique entworfen.

Zwar schützen eine Mole und ein künstliches Riff den Strand vor zu starken Wellen, trotzdem kann es an der Playa Jardín auch schon mal so windig werden, dass die rote Flagge gehisst wird. Sonnenanbeter kommen trotzdem auf Ihre Kosten. Ausreichend Liegestühle sind vorhanden, nur die Schirme werden ab und an eng. Wer es auf dem dunklen Sand aushält, kann natürlich auch einfach sein Handtuch auf dem Boden ausbreiten.

Gut gefallen hat uns, dass man hier trotz Hochsaison immer ein nettes Liegeplätzchen findet, ohne auf dem Handtuch des Nachbarn zu liegen.

Die – insbesondere von Instagram bekannten – Steintürme, die neben der Mole aufgestapelt waren, wurden im August 2019 von Umweltschützer abgebaut, weil sie dem Ökosystem schaden, doch leider werden sie von den Touristen wieder aufgestapelt. Hier bleibt zu hoffen, dass die mittlerweile angebrachten Informationsplakate und Hinweisschilder doch noch Wirkung zeigen werden.

Drago Milenario

In dem beschaulichen Städtchen Icod de los Vinos steht eines der Wahrzeichen Teneriffas – der “tausendjährige” Drago Milenario, der bereits 1917 unter Naturschutz gestellt wurde. Der Baum ist etwa 16 Meter hoch und besitzt einen Umfang von etwa sechs Metern – damit ist er der größte Drachenbaum der Kanaren.

Mittlerweile haben Botaniker zwar festgestellt, dass der 1.000-jährige Drachenbaum “nur” etwa 300 bis 800 Jahre alt ist, dies tut seiner Beliebtheit jedoch keinen Abbruch.

Teno-Gebirge

Bis zu 1.200 Meter steigt das Teno-Gebirge im nordwestlichen Teil Teneriffas an. Es verwundert daher nicht, dass es dadurch auch viele, tief eingeschnittene Barrancos und Miradore mit einzigartigen Ausblicken gibt.

Besonders beliebt im Teno-Gebirge ist das kleine Bergdorf Masca. Schon die Auffahrt über die enge, kurvige Straße ist atemberaubend und bietet einzigartige Tief- und Weitblicke, doch zieht es viele Touristen auch aufgrund des beliebtesten Wanderwegs der Insel – den Abstieg in den Barranco de Masca – in das Bergdörfchen.

Rund 700 Höhenmeter legt Ihr hier auf rund 5 Kilometern zurück, bis Ihr die kleine Badebucht erreicht. Von hier aus, beginnt dann der anstrengende Rückweg den Barranco hinauf. Alternativ könnt Ihr von hier unten auch mit dem Boot nach Los Gigantes zurückkehren.

Natürlich gibt es hier auch andere tolle Wanderungen (z.B. von Tamaimo auf den Guama), allerdings sind die meisten aufgrund der zu überwindenden Höhenunterschiede ziemlich anstrengend.

Schrecklich nett ist übrigens auch das kleine, total gepflegte Örtchen Santiago del Teide, dass sich bei einer Durchfahrt für ein Mittagspäuschen anbietet.

Playa del Médano

Nur 10 Fahrtminuten vom Flughafen entfernt liegt einer der bekanntesten Strände Teneriffas und das Surferparadies der Insel, die Playa del Médano. Aufgrund der beständigen Winde bestehen hier die besten Voraussetzungen für das Wind- oder Kitesurfen und so könnt Ihr vom Ufer aus in der Regel die Sportler mit ihren vielen bunten Segeln beobachten oder natürlich selbst auf ein Brett steigen.

Aber auch Sonnenanbeter kommen an der Playa del Médano auf ihre Kosten. Der Strand ist mit einer Länge von über drei Kilometern der längste natürliche Sandstrand auf Teneriffa und erstreckt sich sichelförmig vom Hafenbecken El Médano bis hin zum Montaña Roja.

An dem gemütlichen Strandabschnitt direkt an der Plaza del Médano könnt Ihr euch Liegen und Sonnenschirme mieten und die Sonne genießen.

TF-24 von El Teide nach La Esperanza

Die Strecke vom Nationalpark El Teide nach La Esperanza solltet Ihr auf keinen Fall verpassen, denn die kurvenreiche TF-24 bietet immer wieder tolle Aussichtspunkte, die zum Anhalten und Staunen einladen.

Und wenn Ihr Euch nach der ganzen Fahrerei noch ein wenig die Beine vertreten möchtet, dann findet Ihr im duftenden Eukalyptuswald bei La Esperanza ein wundervoll idyllisches Wandergebiet, das sich hervorragend dazu eignet.

Playa de las Teresitas

Im Nordosten Teneriffas bei San Andrés liegt die Playa de las Teresitas, der Hausstrand der Inselhauptstadt Santa Cruz. Entlang des langen Sandstrandes könnt Ihr unter Palmen herrlich entspannen oder im ruhigen Meer ein kühles Bad nehmen.

Im Gegensatz zu den vielen schwarzen Stränden auf Teneriffa präsentiert sich die Playa de Las Teresitas als heller Sandstrand. Dieser hat jedoch keinen natürlichen Ursprung, sondern in den 70-iger Jahren wurden dafür tausende Tonnen goldgelber Saharasand per Schiff auf die Insel gebracht und der Strand aufgefüllt. Dies tut seiner Beliebtheit jedoch keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, die Playa de Las Teresitas gilt als einer der attraktivsten Strände der Insel und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Anaga-Gebirge

Ganz in der Nähe der Playa de Las Teresitas findet sich eine der schönsten Landschaften der Insel – das Anaga-Gebirge. Die Kombination aus steilen Erhebungen, bizarren Felsformationen, tiefen Schluchten und großen Lorbeerwäldern macht den Gebirgskamm einfach einzigartig.

Besonders lohnenswert ist zum Beispiel ein Besuch in dem Dörfchen Taganana, dass in den 1960-iger Jahren als letzter Ort der Insel an das Straßennetz angeschlossen wurde oder Ihr besucht das Höhlendorf Chinamada, wo rund 15 Menschen in Höhlenwohnungen im Berg leben.

Das Gebirge ist mittlerweile über serpentinenreiche Straßen gut zu erreichen und bietet überall auf dem Weg immer wieder Aussichtspunkte, die Ihr aufgrund der spektakulären Aussicht nicht verpassen solltet.

Es erklärt sich sicherlich von selbst, dass Ihr im Anaga-Gebirge auch wunderbar wandern könnt. Eine Strecke die uns besonders gut gefallen hat, ist die Wanderung zum Roque de Taborno, aber es gibt natürlich auch viele andere tolle Alternative.

Parque Nacional del Teide

Die Hauptattraktion der Insel und ein Muss für jeden Teneriffa-Urlauber ist sicherlich der Nationalpark El Teide. Hier wird Euch – neben der Möglichkeit auf den Gipfel des höchsten Berg Spaniens zu fahren – eine einzigartige Landschaft voller Krater, Vulkane und erstarrter Lavaströme geboten, in dessen Mittelpunkt der 3.718 Meter hohe El Teide, das Wahrzeichen Teneriffas, thront.

Den Park könnt Ihr bequem mit dem Auto erreichen und aus allen drei Richtungen ist bereits die Anfahrt ein Erlebnis.

Die Strecke von La Esperanza aus führt Euch über eine kurvige Straße an wundervollen Aussichtspunkten vorbei (siehe oben Fahrt über die TF-24). Von Vilaflor kommend durchquert Ihr dichte Wälder und könnt einen Abstecher in das höchste Bergdorf Spaniens machen. Die Straße über Guia de Isora führt Euch durch Naturschutzgebiete und Pinienwälder mit schönen Ausblicken und von Puerto de la Cruz aus geht es steil und in Serpentinen durch den dichten Wald den Berg hinauf. Auch hier laden diverse Aussichtspunkte zu Zwischenstopps ein.

Auch der Park selbst ist gut erschlossen und von vielen Aussichtspunkten aus könnt Ihr entweder den Panoramablick genießen oder tiefer in die Vulkanlandschaft wandern.

Aber auch sonst lohnt es sich während der Fahrt immer mal wieder anzuhalten und die unglaubliche Landschaft zu genießen.

Einer der beliebtesten Haltepunkte sind die Roques de García, eine Felsformation unterhalb des Teide, die Ihr schon lange vor dem offiziellen Haltepunkt gegenüber des Hotel und Restaurants sehen könnt.

Der bekannteste der bizarr geformten Türme aus vulkanischem Gestein ist der Roque Cinchado, der auch Finger Gottes genannt wird und als eines der Wahrzeichen Teneriffas gilt. Aber auch die 200 Meter hohe Catedral bietet einen imposanten Anblick.

Zwei Aussichtspunkte bieten hier einen schönen Panoramablick auf die Umgebung. Wenn Ihr den Gesteinsformationen jedoch noch näher kommen möchtet, dann empfehlen wir Euch den rund 5 Kilometer langen Rundweg um die Roques de García, bei dem Ihr die Felsen nochmal aus der Nähe und aus anderen Perspektiven betrachten könnt.

Teide Seilbahn

Der Pico del Teide ist mit seinen 3.718 Metern nicht nur die höchste Erhebung der kanarischen Inseln, sondern gleichzeitig auch der höchste Berg Spaniens. Rund 3 Millionen Gästen pro Jahr nutzen die Seilbahn, die Euch von der Talstation auf 2.356 Meter bis auf 3.555 Meter, 163 Höhenmeter unterhalb des Gipfels, bringt.

Die Fahrt dauert nur 8 Minuten und ist mit 37 Euro pro Person nicht gerade günstig, Ihr solltet Sie aber trotzdem nicht verpassen, denn die Aussichten während und nach der Fahrt sind einzigartig. 

Oben angekommen habt Ihr – ohne Permit – zwei Möglichkeiten: Der Wanderweg Nr. 11 führt Euch durch die beeindruckende Vulkanlandschaft zum Aussichtspunkt Mirador de la Fortaleza, von dem Ihr einen tollen Panoramablick auf die Nordseite der Insel habt. 

Die Tour Nr. 12 hingegen führt Euch zum Aussichtspunkt auf den Pico Viejo und bietet eine großartige Sicht auf die Südseite der Insel. Außerdem seht Ihr hier z.B. auch die Caldera Cañadas del Teide und die Roque de García.

Den eigentlichen Gipfel und höchsten Punkt Spaniens könnt Ihr nur mit Permit erklimmen. Die Genehmigung ist kostenlos online unter www.reservasparquesnacionales.es erhältlich. Den nur noch 200 Meter langen Weg zum Gipfel hinauf, solltet Ihr aufgrund der Steigung und der dünnen Luft nicht unterschätzen und genügend Zeit einplanen.

Ohne Permit könnt Ihr den Gipfel nur außerhalb der Betriebszeiten der Seilbahn und damit vor 09.00 Uhr oder nach 17.00 Uhr erklimmen, hierfür müsst Ihr jedoch vorab zu Fuß auf den Teide wandern. Für die rund 19 Kilometer lange Strecke, die am Parkplatz Montana Blanca startet, solltet Ihr den ganzen Tag einplanen und Euch gut vorbereiten.

Wir haben unseren Urlaub leider so spontan gebucht, dass es schon keine Permits mehr gab, deswegen mussten wir uns leider ohne die Erklimmung des Gipfels wieder auf den Rückweg machen. 

Ein letzter Tipp: Wenn Ihr den Touristenmassen entkommen wollt, solltet Ihr die Auffahrt so früh wie möglich (spätestens bis 10 Uhr) starten, denn sonst werden die Parkplätze knapp und die Wartezeiten lang. Die Seilbahn fährt täglich von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Schaut am besten vorher auch nach dem Wetter, denn bei schlechtem Wetter und/ oder starkem Wind ist die Seilbahn nicht in Betrieb. Dies war bei uns an einem Tag der Fall. 

Los Gigantes

Im Westen von Teneriffa, ganz in der Nähe von Santiago del Teide, liegt der Touristenort Los Gigantes, der insbesondere für seine über 450 Meter hohen Steilkippen bekannt ist.

Die Acantilados de los Gigantes erstrecken sich auf einer Länge von 9,6 Kilometer und sind die zweitgrößte Steilküste Europas.

Den besten Blick auf die Klippen habt ihr sicherlich im Rahmen einer Bootstour, die von Los Gigantes aus angeboten werden, es gibt mit dem Aussichtspunkt El Mirador Archipenque allerdings aber auch eine gute Alternative.

Der Aussichtspunkt liegt direkt an der TF-454 und bietet neben einer gepflasterten Aussichtsplattform außerdem ein kleines Restaurant mit Souvenirshop. Parken könnt Ihr problemlos am Straßenrand.

Früher gab es mit dem Aussichtspunkt Acantilado de los Gigantes mal einen weiteren Aussichtspunkt, den Ihr von Los Gigantes aus erreicht habt, dieser ist mittlerweile (Stand Mai 2021) aber gesperrt.

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Jetzt bleibt uns nur noch Euch viel Spaß auf Teneriffa zu wünschen. Und den Aktiven unter Euch können wir nur ans Herz legen, auch das ein oder andere Mal die Wanderschuhe zu schnüren, es lohnt sich. In unserem Beitrag Wandern auf Teneriffa – 6 Touren zum Nachmachen, stellen wir Euch hierfür ein paar schöne Möglichkeiten vor.

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