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Timna Park

Ganz in der Nähe von Eilat liegt eine der schönsten Landschaften Israels – Timna Park. Hier in dem nahezu halbkreisförmigen Talkessel, der auf der einen Seite von den bis zu über 800 Meter hohen Timna Klippen begrenzt wird, erheben sich diverse außergewöhnliche Felsformationen, die bereits vor Urzeiten durch Erosion erstanden sind.

Durch den 60 km² National Park führt eine asphaltierte Straße zu den beeindruckensten Felsformationen und dabei gleich im weiten Bogen auch noch um den höchsten Berg der Umgebung – den Mount Timna im Osten – herum.

Doch das ist noch nicht alles was Timna Park zu bieten hat. Antike Kupferminen und ägyptische Felszeichnungen weisen darauf hin, dass in der Gegend schon seit dem 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr. immer wieder Rohstoffe, insbesondere Kupfer, abgebaut wurde.

Nachdem Ihr von der Route 90 abgebogen seid, erreicht Ihr bereits nach rund 3 Kilometern das Besucherzentrum von Timna Park, der von 08.00 Uhr – 16.00 Uhr und Freitag und an Feiertagen bis 15:00 Uhr geöffnet ist.

Achtung: Im Juli und August schließt der Park allerdings bereits um 13:00 Uhr.

Hier müsst Ihr zunächst Euren Wagen abstellen und im Gebäude den Eintritt von 49 NIS (=12,- EUR) p.P. zahlen, bevor es weitergehen kann. Außerdem bekommt Ihr hier auch eine gute Karte des Parks, auf der auch alle Wander- und Fahrradwege eingezeichnet sind.

Wenn Ihr nicht mit dem Wagen, sondern lieber mit dem Fahrrad durch den Park fahren wollt, könnt Ihr Euch diese hier außerdem ausleihen.

Bei Euren Plänen, solltet Ihr allerdings beachten, dass das Klima im Timna Parks eines der trockensten der Welt ist. Hier regnet es nur alle paar Jahre und im Sommer können die Temperaturen bis weit über 45 Grad steigen. Hiervon bekommen wir bereits im Mai einen Vorgeschmack, den bei unserem Besuch liegen die Temperaturen schon bei über 40 Grad. Insoweit müssen auch wir unsere Pläne ein wenig ändern, denn an Wandertouren ist bei diesem Wetter einfach nicht zu denken. Glücklicherweise könnt Ihr aber nahezu alle Felsformationen mit dem Wagen anfahren.

Direkt gegenüber vom Besucherzentrum erfahrt Ihr in einem kurzen Film ein wenig mehr über die Geschichte des Kupferabbau, der hier über viele tausend Jahre stattgefunden hat.

Hab Ihr Eurer Eintrittsticket erhalten, geht es durch eine Schranke hinein in den Park, wo Ihr kurzer Zeit später bereist auf die erste interessanten Felsformation trefft – den Spiral Hügel.

Weiter die Hauptstraße entlang, zweigt kurze Zeit später rechts eine Straße ab. Dieses heben wir uns jedoch für später auf und fahren weiter bis auch auf der rechten Seite eine Stichstraße abzweigt. Diese bringt Euch nach wenigen Metern zu den Säulen Salomons und nach einem kurzen Spaziergang vom Parkplatz aus zu dem Schrein von Hathor.

Ein kurzer Weg über einige Treppen bringt Euch außerdem ein wenig den Felsen hinauf, wo Ihr einige Felszeichnungen finden könnt.

Danach geht es zurück zur Hauptstraße und weiter in Richtung des Timna Sees. Zuvor kommt Ihr jedoch noch an einer Felsformationen vorbei, die gleich drei Namen trägt: Der Löwenkopf, die Sphinx und der Gral.

Je nachdem von welcher Seite Ihr die Felsen betrachtet, könnt Ihr die Strukturen schlechter oder besser erkennen.

 

Kurz danach erreicht Ihr auch bereits den Timna See, der im Zentrum des Parks liegt. Hier findet Ihr neben einem Campingplatz auch ein Restaurant mit Souvenirladen, wenn Ihr mögt könnt Ihr auch kostenlos bunten Sand in Flaschen füllen.

In der Nähe des Campingplatzes befindet sich außerdem eine Nachbildung eines Tabernakels (= Ein Zelt für die Aufbewahrung von Relikten)  mit, der von den Israeliten in der Wüste benutzt wurde.

Auf dem künstlichen angelegten Timna See könnt Ihr mit Tretbooten fahren, außerdem könnt Ihr auch hier Fahrräder ausleihen.

Für uns selbst geht es jedoch nach einer kurzen Pause wieder zurück ins Auto und die Hauptstraße zurück zu der Abzweigung, die wir auf dem Hinweg ausgelassen haben.

Dort abgebogen stoßt Ihr kurz hintereinander direkt auf drei weitere Felsformationen: Das Krokodil, den Valley View Point mit einem kleinen Pilz und den richtigen Pilzfelsen.

In der nähe des Pilzes startet außerdem auch der Trail zu der “Schlucht der Gesichter” (rund 3 Std.). Hier könnt Ihr auf dem Weg je nach Tageszeit verschiedene Gesichter entdecken, die sich in den Felsen verstecken.

Wir hätten diesen Trail wirklich gerne gemacht, aufgrund der unglaublichen Temperaturen von über 40 Grad war das aber leider nicht möglich.

Kurz danach zweigt sich die Straße wieder. Wir fahren zunächst die Stichstraße nach rechts und gelangen, wobei an der Rückseite des kleinen Pilzes und eines wundervollen View Points zu den Chariots. Die antiken Wagenzeichnungen erreicht Ihr über einen kurzen Weg vom Parkplatz aus.

Die Straße ist hier übrigens nicht asphaltiert, aber trotzdem problemlos zu befahren.

Zurück zur Abzweigung und nun die andere Richtung gewählt, erreicht Ihr kurz Zeit später die Arches.

Auch hier starten diverse Trails, wobei Euch der Trail “Großer Bogen und Kupferminen” (1-2 Std.) nicht nur zu den Steinbögen bringt, sondern auch zu den Überresten der ältesten Minen der Welt.

Aber auch das ist für uns wettertechnisch leider einfach nicht machbar, so dass wir uns auf dem Rückweg zum Visitor Center und auf den Weg zu unserem nächsten Stopp Eilat machen.

Insgesamt haben wir rund 3 Std. im Timna Park verbracht, wenn Ihr natürlich Fahrrad fahren oder hiken wollt, braucht Ihr entsprechend länger.

Timna Park hat uns allerdings richtig gut gefallen. Die Felsformationen sind toll und einige der Aussichten einfach nur grandios. Einen Stopp hier solltet Ihr daher wirklich nicht versäumen.

Auch schön fanden wir, dass es – im Gegensatz zu nahezu allen weiteren Stopps, die wir in Israel angefahren haben – es hier ausnahmsweise mal nicht hoffnungslos überfüllt war. Ganz im Gegenteil hatten wir den Park nahezu fast für uns alleine.

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