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Torres del Paine – Miradore

Wer eine Reise in den Parque Nacional Torres del Paine plant, der landet sehr schnell auf diversen Wander- und Trekkingseiten, immerhin gilt der Nationalpark als das Outdoorparadies schlechthin. Insbesondere der 4-5 Tage lange W-Trek wird oft als das Highlight des Parks und der Region beschrieben.

Aber auch wenn Ihr – aus welchen Gründen auch immer – lieber weniger oder gar nicht wandern wollt, habt Ihr ausreichend Möglichkeiten den Torres del Paine zu erkunden.

Wenn Ihr einen Mietwagen habt, dann könnt Ihr zum Beispiel an einem Tag wunderbar die vielen tollen Aussichtspunkte (“Miradore”) entlang der Strecke Puerto Natales – Portería Laguna Amarga – Portería Rio Serrano – Puerto Natales anfahren und zwischendurch zum Beine vertreten eine kurze Wanderung einplanen.

Insbesondere für Nichtwanderer, einen Pausentag oder bei wenig Zeit ist dies eine wundervolle Alternative zu den langen (Mehr-)Tagestouren.

Strecke

Die Rundtour startet bei uns in Puerto Natales, sofern Ihr in einer der Unterkünfte im/ vor dem Park untergekommen seid, würdet Ihr entsprechend dort startet. Die Fahrzeit würde sich dann entsprechend reduzieren.

Sofern Ihr jedoch in Puerto Natales startet, müsst Ihr erstmal einiges an Zeit investieren. Zwar liegen viele der Aussichtspunkte nicht direkt im Park, allerdings dauert es trotzdem in beide Richtungen rund eine Stunde, bis Ihr überhaupt in die Nähe des Parks kommt.

Ihr solltet daher an reiner Fahrzeit mindestens 4 Stunden einplanen, insbesondere da ein Großteil der Strecke nicht asphaltiert ist und Ihr dementsprechend länger braucht.

Außerdem solltet Ihr beachten, dass es im Park keine Tankstellen gibt, es ist daher sinnvoll vor der Tour in Puerto Natales den Wagen vollzutanken.

Folgendermaßen sieht die Rundtour dann aus:

Puerto Natales bis zur Portería Laguna Amarga

Der Weg von Puerto Natales zur Portería Laguna Amarga führt Euch zunächst unspektakulär über die gut ausgebaute Ruta 9, bis Ihr nach rund 50 Minuten das kleine Örtchen Cerro Castillo erreicht. Dort zweigt die Ruta 9 im Kreisverkehr nach links ab.

Hier wird die Umgebung dann nach und nach immer hübscher bis schließlich die berühmten Torres del Paine zum ersten Mal am Horizont erscheinen. Links und rechts der Straße könnt Ihr hier oft auch Guanakos oder Sträuße beobachten.

Kurze Zeit später erreicht Ihr dann den Mirador Lago Sarmiento, einen leuchtend blauen See, der sich vor dem Paine Massiv ausbreitet.

Hier lohnt es sich definitiv zu stoppen und die grandiose Aussicht zu genießen. Und für die Drohnen-Freunde unter Euch: Der Mirador befindet sich noch außerhalb des Nationalparks, d.h. Ihr könnt hier tatsächlich noch Eure Drohne fliegen lassen.

Auf dem weiteren Weg zur Portería Laguna Amarga habt Ihr dann die riesigen Türme immer gut im Blick und aufgrund der großartigen Aussichten werdet Ihr sicherlich – auch ohne offiziellen Mirador – das ein oder andere Mal am Straßenrand stoppen.

Nach rund 1 1/2 Stunden reiner Fahrzeit erreicht Ihr dann die Portería Laguna Amarga. Hier müsst Ihr nun den Eintritt entrichten oder – wenn Ihr bereits im Park gewesen seid – das Formular abstempeln zu lassen. Mehr hierzu findet Ihr in unserem Beitrag Alle wichtigen Infos rund um den Torres del Paine.

Quasi neben dem Gebäude auf der anderen Straßenseite führt Euch außerdem ein sehr kurzer Weg (2 min) zu einem Aussichtspunkt auf die Torres.

Portería Laguna Amarga bis Portería Rio Serrano

Der weitere Weg nach Rio Serrano führt Euch über eine meist unasphaltierte und sehr kurvige Straße in einem stetigen Auf und Ab durch den Park.

Vor Euch erhebt sich weiterhin das Paine-Massiv, links und rechts von Euch blickt Ihr – teilweise auch erhöht – auf die beiden großen Seen: Den windgepeitschen Lago Sarmiento auf der linken und den hellblauen Lago Nordenskjöld auf der rechten Seite. Links und rechts der Straße findet ihr diverse kleine Aussichtspunkte, es lohnt sich aber auch hier immer mal wieder einfach so am Straßenrand anzuhalten.

Schließlich ändert sich das Landschaftsbild, denn Ihr lasst die drei Torres hinter Euch und habt ab nun das andere Highlight des Parks im Blick: Los Cuernos (“Paine-Hörner”). Außerdem gibt es noch den ein oder anderen wundervollen Blick auf den Lago Nordenskjöld.

Schließlich passiert Ihr rechter Hand die Abzweigung nach Pudeto.

Sofern Ihr diese Abzweigung (Y-158) wählt, erreicht Ihr im weiteren Verlauf zunächst den Ableger der Katamarane über den Lago Pehoé, was für Euch dann interessant ist, wenn Ihr eine Wandertour zum Mirador Francés plant.

Am Ende der Straße trefft Ihr dann auf einen Parkplatz, von dem der kleine Spaziergang zum Salto Grande und die rund 2-stündige Wandertour zum Mirador Cuernos startet, die wir Euch nur wärmsten empfehlen können.

Der eher kurze und ebene Trail eignet sich gut, um sich nach der langen Autofahrt die Beine ein wenig zu vertreten und noch großartigere Ausblicke auf die Cuernos zu bekommen. Sofern es zeitlich für Euch zu knapp ist, solltet Ihr die Wanderung – sofern möglich – auf jeden Fall für einen anderen Tag einplanen.

Zurück auf der Hauptstraße erreicht Ihr kurze Zeit später den Mirador Salto Grande, von wo Ihr einen entfernten Blick auf den größten Wasserfall des Parks werfen könnt.

Weiter auf der Y-150 erreicht Ihr dann den Mirador Pehoé, von dem Ihr einen wundervollen Blick auf die kleine Hostería Peohé inmitten des Sees und den schönen, blauen Lago Pehoé habt.

Hier startet auch der rund 1 1/2 stündige Trail zum Mirador Condór, den Ihr – wenn es zeitlich bei Euch passt – zum Beine vertreten ebenfalls gut einschieben könnt.

Da bei uns Himmel allerdings mittlerweile ziemlich zugezogen war und wir – aufgrund der Wanderung zum Mirador Cuernos – zeitlich nicht mehr ganz so viel Luft hatten, mussten wir auf diesen Trail jedoch leider verzichten.

Mit den Cuernos im Rücken geht es nun weiter in Richtung Portería Rio Serrano, die Ihr – ohne den Abstecher nach Pudeto – nach rund 1 Stunde reiner Fahrzeit erreicht. Ihr solltet aber ab und an nochmal anhalten, um einen Blick hinter Euch zu werfen.

Portería Rio Serrano bis Puerto Natales

Schließlich erreicht Ihr die Portería Rio Serrano und kurze Zeit später eine Abzweigung, die zu der kleinen Siedlung Rio Serrano führt. Von dieser sind es nur wenige Minuten Fahrt zum Mirador Rio Serrano, von dem Ihr einen wunderschönen Blick auf das Tal und die riesigen Schlingen des Flusses habt, hinter dem sich in der Ferne die mächtigen Paine-Hörner erheben.

In Rio Serrano liegt übrigens auch das wunderschöne Refugio al Paine, dass im Gegensatz zu den anderen Unterkünften im und kurz vor dem Park, noch bezahlbar ist.

Und für den Preis gibt es dann diese Aussicht:

Wieder auf der Hauptstraße und weiter in Richtung Puerto Natales geht es nun weiter über eine gut ausgebaute Schotterpiste. Auch hier liegen noch einige wunderschöne Miradore, so zum Beispiel der Mirador los Cuernos und der Mirador Lago Toro – einfach atemberaubend!

Nun seid Ihr bereits auf dem Rückweg nach Puerto Natales und könnt beobachten, wie die Landschaft nach und nach wieder abflacht.

Vorbei an der Cueva de Milodón, die wir selbst nicht besucht haben, geht es zurück auf die Ruta 9 bis Ihr – von der Portería Rio Serrano aus – nach rund 1 1/2 Stunden wieder in Puerto Natales angekommen seid.

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Sofern Ihr jetzt Lust bekommen habt noch mehr zu sehen oder doch die Wanderschuhe zu schnüren, schaut am besten in unseren Beitrag Die schönsten Wanderungen und Tagestouren im Torres del Paine vorbei.

Außerdem beantworten wir Fragen zur Anreise, zum Eintritt und zu vielem mehr in unserem Beitrag Alle wichtigen Infos rund um den Torres del Paine.

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