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Wissenswertes für eine Reise durch Yucatán in Mexiko

Gerade in den Wintermonaten gehört Mexiko mit der Halbinsel Yucatán zu den beliebtesten Winterreisezielen der Europäer.

Dies liegt jedoch nicht nur an den sonnigen Temperaturen, sondern auch an den kilometerlangen Küstenabschnitten am Karibischem Meer und dem Golf von Mexiko. Daneben hat Yucatán insbesondere mit den sagenhaften Ruinenstätten der Maya aber auch kulturell einiges zu bieten.

Mit den Ruinen von Chichén Itzá, Uxmal, Calakmul und Palenque, sowie der historischen Stadt und Festung von Campeche findet Ihr alleine fünf UNESCO-Weltkulturerben auf der Halbinsel Yucatán und in dem angrenzenden Bundesstaat Chiapas. Zusätzlich ist das Biosphärenreservat Sian Ka’an als Weltnaturerbe geschützt.

Allgemeines
  • Sprache: Spanisch
  • Geld: Mexikanischer Peso (MXN)
  • Zeitverschiebung: Je nach Bundesstaat zwischen -6 und -7 Stunden
  • Internet: In den meisten Unterkünften und in einigen wenigen Restaurants gibt es freies WLAN.
  • Adapter: Die Steckdosen in Mexiko sind Typ A und B, was bedeutet, dass Ihr auf jeden Fall einen Adapter benötigt. Auch unsere flachen “flachen” deutschen C-Stecker passen in Mexiko nicht in die Steckdose.
Reisezeit & Reisedauer
Yucatán bezeichnet sowohl den Bundesstaat Yucatán, als auch die Halbinsel, die eigentlich aus den drei Bundesstaaten Yucatán, Quintana Roo und Campeche besteht.

Mit einer durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur von 34 Grad ist Yucatán eine der wärmsten Regionen in Mexiko. Da der Süden des Landes außerdem zu den tropischen Klimazonen zählt, solltet Ihr grundsätzlich ganzjährig mit einer hohen Luftfeuchtigkeit rechnen.

Die beste Reisezeit, gerade für eine Rundreise, liegt in der Trockenzeit von November bis April. Hier sind die Temperaturen zwar auch oft sehr hoch, dafür ist aber die Luftfeuchtigkeit meist geringer.

In der Regenzeit von Mai bis Oktober müsst Ihr mit viel Niederschlag rechnen, zudem ist zwischen Juni und November offiziell Hurrikansaison.

Baden könnt Ihr, aufgrund der ganzjährig konstanten Wassertemperaturen, übrigens zu jeder Jahreszeit.

Hinsichtlich der Dauer kommt es natürlich darauf an, was Ihr geplant habt. Sofern Ihr Euch auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschränkt und keine oder nur wenig Zeit am Strand einplant, könnt Ihr in zwei Wochen viele der Highlights sehen. Deutliche entspannter ist es aber, wenn Ihr mindestens drei Wochen Zeit habt. Dann könntet Ihr auch in Betracht ziehen mit einem Gabelflug noch einige Tage in Mexiko Stadt zu verbringen.

Flüge

Sofern Ihr eine Reise nach Yucatán plant, ist Cancún der Flughafen Eurer Wahl. Condor, Lufthansa und Eurowings Discover fliegen von Frankfurt direkt nach Cancún. Die Flugdauer liegt zwischen 10 und 12 Stunden.

Mit Zwischenstopp(s) gibt es zudem von allen deutschen Flughäfen diverse weitere Möglichkeiten.

Daneben wird von Deutschland aus insbesondere der Flughafen von Mexiko Stadt angeflogen. Sofern Ihr neben Yucatán auch Interesse an der Hauptstadt des Landes habt, lohnt es sich über einen Gabelflug nachzudenken. Inlandflüge sind in Mexiko eher günstig.

Die Flugkosten für einen Direktflug liegen so zwischen 800,- EUR und 1.000,- EUR. Je nach Abflughafen, Airline, Datum und Zwischenstopps wird es auch mal günstiger oder teurer.

Route

Einen Vorschlag wie eine 13-tägige Route über die Halbinsel Yucatán aussehen könnte, zeigen wir Euch in unserem Beitrag 13 Tage im Mexiko – Ein Routenbeispiel für die Halbinsel Yucatán.

Einreise

Die Einreise nach Mexiko ist einfach, Ihr braucht lediglich einen noch sechs Monate gültigen Reisepass. Ein Visum ist für deutsche Staatsbürger nicht erforderlich.

Bei der Einreise erhaltet Ihr eine Touristenkarte (FMM), die für maximal 180 Tage gültig ist. Die Kosten dafür liegen bei knapp 600 MXN. Sofern Ihr mit einem internationalen Flug einreist, sind sie im Flugticket bereits enthalten.

Auf die Ausfertigung der Touristenkarte, die bei Euch verbleibt, solltet Ihr im Übrigen gut aufpassen, denn Ihr müsst diese bei der Ausreise wieder abgeben.

Impfungen

Ein besonderer Impfschutz ist für Mexiko nicht erforderlich. Natürlich solltet Ihr über die allgemein empfohlenen Standardimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Masern und Polio verfügen, außerdem kann eine Impfung gegen Hep A und B auch nie schaden.

Zudem solltet Ihr – gerade wenn Ihr “unter einfachen Bedingungen” reist – Impfungen gegen Tollwut, Cholera, Typhus oder Meningokokken in Betracht ziehen.

Lasst Euch im Zweifelsfall von einem Arzt beraten und schaut auch mal auf der Seite der CRM vorbei

Unterkünfte

Unterkünfte könnt Ihr problemlos bei Booking oder jeden anderem Onlineportal buchen. Achtet lediglich darauf, dass die Standard ein wenig anders sind/ sein können. WLAN ist in der Regel im Preis inbegriffen.

Chilaquiles sind ein traditionelles mexikanisches (Frühstücks-)Gericht. Sie bestehen aus frittierten Tortillas und Salsa und enthalten oft weitere Zutaten, wie Bohnen oder Spiegeleier

Auch Frühstück ist immer mal wieder inklusive, hier solltet Ihr allerdings nicht zu viel erwarten. Meist gibt es Weissbrot mit Marmelade und Cornflakes. Ab und an könnt Ihr auch mal in den Genuss von Eier in jeglichen Ausprägungen oder sogar Chilaquiles kommen.

Zu unserer Reisezeit im Februar/ März haben wir für unsere Unterkünfte im Durchschnitt 50,- EUR für eine Nacht und zwei Personen gezahlt, wobei wir auch nur in sehr gut bewerteten Unterkünften und in Doppelzimmern mit eigenen Bad übernachtet haben.

Ihr bekommt aber natürlich auch günstigere (oder teurere) Unterkünfte.

Fortbewegung

Grundsätzlich könnt Ihr Mexiko und Yucatán gut mit dem Bus bereisen. Das Landstreckennetz ist gut ausgebaut und die verschiedenen Gesellschaften (z.B. ADO) bedienen nahezu alle wichtigen Orte und Sehenswürdigkeiten. Tickets könnt Ihr teilweise vorab online buchen, ansonsten könnt Ihr sie direkt vor Ort am Busbahnhof erwerben.

Der Nachteil mit dem Bus ist unseres Erachtens, dass Ihr dann an die Abfahrtszeiten der Busse gebunden seid und die Fahrt deutlich länger dauert, als mit einem Mietwagen. Hinzu kommt, dass Ihr vor Ort dann oft auf einen extra Transfer angewiesen seid und viele Sehenswürdigkeiten nur im Rahmen von geführten Touren erreichen könnt.

Wir selbst lieben Freiheit und Flexibilität und waren daher mit dem Mietwagen unterwegs. Damit konnten wir uns ganz nach unseren Vorlieben fortbewegen und oft auch vor den Bus-Touristen an den Stopps sein.

Auf der Halbinsel war das Autofahren sehr einfach und auch sicher. Die meisten Straßen sind asphaltiert und gut ausgebaut. Nur zwei Nebenstrecken haben uns mit ziemlichen vielen und tiefen Schlaglöchern gequält.

Sofern Ihr allerdings plant auch außerhalb von Yucatán unterwegs zu sein, solltet Ihr Euch vorab gut über die Regionen und die Sicherheit der Strecke(n) informieren.

Doch auch auf Yucatán gibt es einiges zu beachten. Wir haben zu dem Thema daher einen gesonderten Beitrag geschrieben. In Yucatán mit dem Mietwagen findet Ihr alle wichtigen Infos, wie z.B. zu Versicherungen, Tanken, Verkehrsregeln und Maut.

Verpflegung

Kulinarisch waren von Mexiko grundsätzlich sehr angetan.

Das Frühstück in den Unterkünften bestand zwar in der Regel leider oft nur aus Weissbrot, Marmelade und Cornflakes, ab und an gab es aber auch mal leckere Chilaquiles, Eier oder sogar Fajitas.

Zum Abendessen waren wir in der Regel in typischen mexikanischen Restaurants, Longerias oder Taquerias unterwegs. Natürlich bekommt Ihr nahezu überall auch klassische Gerichten, wie Pizza, Pasta und Burger, aber die regionalen Gerichte, die oft etwas mit Tortillas zu tun haben, fanden wir deutlich besser.

Außerdem hatten wir viel Spaß dabei uns durch die diversen Varianten, wie Tacos, Quesadillas, Enchiladas, Fajitas, Salbutes, Gringos, Burritos usw. zu probieren.

Zusätzlich solltet Ihr Euch – gerade in den küstennahen Orten – auch mal an ein Fischgericht und Ceviche heran trauen.

Als Trinken können wir Euch unbedingt Agua de Jamaika (Hibiskussaft) empfehlen. Wir waren nach dem ersten Glas total süchtig und machen ihn mittlerweile zu Hause selbst.

Bezahlung

Bei dem ganzen Thema “Bezahlung” wurden wir in Mexiko ehrlicherweise ein wenig überrascht. Wir waren, auch nach den Angaben im Reiseführer und im Internet, davon ausgegangen, dass wir fast überall mit Kreditkarte bezahlen können, aber das war leider nicht der Fall.

Ganz im Gegenteil, mit Ausnahme der Unterkünfte und des Benzins mussten wir nahezu alles in bar bezahlen.

So hat zum Beispiel der überwiegende Teil der Restaurants, in denen wir zum Abendessen war, keine Kreditkartenzahlung akzeptiert und auch die Cenoten mussten wir (mit einer Ausnahme) alle in bar bezahlen.

Gleiches gilt für die Ruinen. Lediglich in Chichén Itzá und in Ek Balam konnten wir den Eintritt mit Karte zahlen und dann auch nur die “allgemeine Gebühr”. Den stattlichen Teil i.H.v. 85 MXN p.P. musste wir dann auch dort in bar bezahlen.

Wir empfehlen Euch daher immer ausreichend (aber natürlich nicht zu viel) Bargeld dabei zu haben und dieses auch rechtzeitig zu besorgen. In einigen Orten, wie auf der Isla Holbox, Xpujil oder Bacalar, gab es nur sehr wenige Geldautomaten und diese waren dann alle gleichzeitig leer/ kaputt. So hatten wir einige Male echt Probleme an das benötigte Bargeld zu kommen.

Anders ist es allerdings in den (größeren) Städten und Orten, wie Mérida, Campeche oder Tulum. Hier gab es immer genügend Banken und Automaten.

Sicherheit/ Korruption/ Betrug

Mexiko ist sicherlich nicht das sicherste Reiseland und auch Yucatán bleibt davon nicht verschont.

In Auseinandersetzungen sind Touristen allerdings nie das Ziel, sondern allenfalls zur falschen Zeit am falschen Ort. Insoweit gilt unseres Erachtens: Vorsicht, Wachsamkeit und gesunder Menschenverstand: ja – Angst und Panik: nein.

Insgesamt gibt es nichts zu beschönigen oder zu verharmlosen: Mexiko hat ein großes Drogenproblem und in Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Drogenkartellen oder der Kriminellen mit der Polizei/ dem Militär können mit viel Pech versehentlich auch unbeteiligte Personen geraten.

Bei einer Reise in Yucatán gilt sonst zunächst dasselbe, wie bei jeder anderen Reise auch: Tragt Euren Schmuck, Eure Kameras oder Eurer Geld nicht offensichtlich herum und seid nachts nur zu Fuß unterwegs zu sein, wenn Ihr wisst, dass die Gegend in Ordnung ist.

Wir selbst haben uns wären der ganzen zwei Wochen nie unsicher gefühlt. Auf der Strecke von den Ruinen von Edzná und Calakmul wurden wir einmal von der Polizei angehalten, die uns freundlich eine andere Strecke empfahl, da auf unserer wohl “Narcos” unterwegs seien. Wir sind diesem guten Rat natürlich gefolgt.

Ansonsten gibt es im Internet viele Berichte über korrupte Polizisten. Wir selbst wurden während der ganzen Reise nur einmal gleich am Anfang in Cancún einmal angehalten, da wir falsch/ verboten abgebogen waren. Wir kamen spät vom Flughafen und hatten noch nicht einmal mexikanisches Geld dabei. Das Bußgeld sollten wir offiziell zwei Tage später in der Polizeistation zahlen. Da wir eine Rundreise geplant hatten, ließ der Polizist uns aber gegen 10,- EUR so weiterfahren.

Auch betrugstechnisch haben wir nur eine unschöne Erfahrung gemacht: Beim Tanken in Bacalar wollten wir mit Kreditkarte zahlen, aber beim Zahlvorgang funktionierte das Gerät dann angeblich nicht. Daraufhin empfahl uns der Tankstellenwart einen Geldautomaten im Supermarkt gegenüber. Als wir zurück kamen und bezahlen wollten, verlangte er für eine ¼-Tankfüllung dann plötzlich 550 MXN, dabei hatten wir sonst immer für eine ¾-Tankfüllung gerade mal um die 400 MXN bezahlt. Nach einigem hin und her lies er sich auf 400 MXN “runter handeln”, was immer noch zu viel war, aber wir waren die Diskussion dann Leid.

Daneben soll an Tankstellen bei Barzahlung manchmal auch behauptet werden, dass zu wenig bezahlt wurde oder statt 100 MXN nur 50 MXN gegeben wurden. Außerdem haben wir von Restaurantrechnungen gehört, die angeblich nicht bestelle Positionen mit abrechnen. Alle dies ist uns jedoch nicht passiert, ganz im Gegenteil: Wir haben mit den zwei Ausnahmen nur sehr positive Erfahrungen gemacht und die Menschen als sehr freundlich und hilfsbereit empfunden.

Kosten

Abschließend findet Ihr zur Orientierung nun noch die Kosten unser Reise. Mexiko ist zwar kein absolutes Billigreiseland, grundsätzlich sind aber gerade Unterkünfte, Transport und Verpflegung deutlich günstiger als in Deutschland und den meisten Ländern Europas.

Da Yucatán allerdings die “Touristenhochburg” Mexiko ist, solltet Ihr hier – gerade in Cancún oder in den Badeorten der Playa Maya – keine Niedrigpreise erwarten. Ganz im Gegenteil, gerade in den sehr touristischen Orten solltet Ihr gut darauf achten, dass das Preis-/ Leistungsverhältnis auch noch angemessen ist.

Wir selbst sind keine Low-Budget-Reisende, achten aber trotzdem auf unsere Ausgaben.

Bei den Flügen könnt Ihr natürlich Geld sparen, wenn Ihr statt eines Direktfluges einen Flug mit Zwischenstopp(s) wählt. Bei den Unterkünften zahlt Ihr in nicht so guten/ komfortablen Unterkünften und Hostels (deutlich) weniger, als für ein nettes Doppelzimmer mit eigenem Bad. Zudem wäre die Reisen mit dem Bus sicherlich günstiger gewesen, als mit dem Mietwagen.

Frühstück war bei uns in vielen Unterkünften inklusive. Mittags haben wir uns meist mit selbst gemachten Tortillas verpflegt. Die Kosten für das Abendessen inklusive (alkoholfreiem) Getränk lagen bei uns für zwei Personen im Durchschnitt bei um die 18,- EUR.

Flüge1.641,- €
Unterkünfte755,- €
Mietwagen448,- €
Verpflegung384,- €
Eintritte323,- €
Sonstiges (insb. Parken)193,- €
Benzin148,- €
Aktivität80,- €
Transport (Fähre)38,- €
Maut18,- €
Trinkgelder12,- €
Gesamt für zwei Personen4.040,- €

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