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Wissenswertes für einen 4-Tages-Kurztrip nach Jordanien

Seit rund 30 Jahre herrscht in Jordanien Frieden. Doch die geografischen Nähe zu Syrien und dem Irak hält trotzdem viele von einer Reise in den arabischen Staat ab. Die Grenzgebiete solltet Ihr natürlich nicht besuchen, aber ansonsten gilt Jordanien als sicher und auch die Kriminalitätsrate ist niedrig.

Dazu bietet Jordanien wahnsinnige Landschaften, wie die Wüstenlandschaft Wadi Rum und einzigartige Sehenswürdigkeiten, wie Petra, die Felsenstadt der Nabatäer, die als eines der neuen sieben Weltwunder gilt. Und auch Meerliebhaber kommen mit dem roten und dem toten Meer auf Ihre Kosten. Hinzu kommt nun noch, dass die Infrastruktur gut ausgebaut ist, womit einer Rundreise im Mietwagen nichts mehr im Weg steht.

Zu Recht hat Jordanien daher auch als eins von zehn Ländern einen Platz auf der Lonely Planet “Best in travel”-Liste 2019 ergattert.

Warum Jordanien?

Wie Ihr in der Einleitung schon gelsen habt, gibt es für eine Reise nach Jordanien viele gute Gründe. Falls Ihr bisher noch nicht vollständig überzeugt seid, hier nochmal ein paar Punkte zusammengefasst:

  • Jordanien liegt auf der Mittelstrecke, dass heißt die Flugzeit hält sich mit 4 – 5 Stunden in Grenzen.
  • Wenn es hier schon kalt ist, ist es in Jordanien noch warm (im November um die 25 Grad)
  • Da viele Jordanien noch nicht auf ihrer Bucket-List haben, habt Ihr noch die Möglichkeit ein wenig Ursprünglichkeit zu erleben
  • Die Menschen in Jordanien sind einfach unglaublich freundlich und herzlich und sie sprechen tatsächlich auch fast alle Englisch.
  • Das Essen ist einfach der Wahnsinn
  • Jordanien hat viele beeindruckende Sehenswürdigkeiten, unter anderem viele antike Stätten und archäologische Ausgrabungen und natürlich mit Petra sogar eines der sieben Weltwunder
  • Mit der Wüstenlandschaft Wadi Rum, dem Toten Meer und dem Taucherparadies Akaba am roten Meer gibt es zusätzlich auch noch einzigartige Naturlandschaften

Überzeugt? Dann kann es ja jetzt losgehen!

Allgemeines
  • Lage: Vorderasien, mit Grenzen zu Israel und die Palästinensischen Autonomiegebieten, Syrien, Irak, Saudi-Arabien und einer Seegrenze nach Ägypten
  • Sprache: Arabisch, aber eigentlich hat jeder auch Englisch gesprochen. Verständigung war nie ein Problem
  • Geld: Jordanische Dinar (JOD)
  • Zeitverschiebung:  Im Vergleich zu Deutschland +1 Stunde im Winter, im Sommer keine Zeitverschiebung.
  • Internet: In allen Hotels, aber auch in den meisten Restaurant gibt es freies Wlan.
  • Adapter: Die Steckdosen in Jordanien sind C, D, F, G und J. Wir kamen allerdings die ganze Zeit ohne Adapter aus, da auch unsere Steckdosen vorhanden waren.
Reisezeit & Reisedauer

Grundsätzlich könnt Ihr Jordanien aufgrund der vorherrschenden Wüstenklimas das ganze Jahr gut bereisen. Im Sommer kann es allerdings sehr warm werden und im Winter in einigen Gegenden (Wadi Rum und Petra) doch ziemlich kühl und auch feucht. Die besten Reisezeiten sind daher Frühling (März/ April) oder Herbst (Oktober/ November). Wir hatten Ende November sowohl in Akaba, als auch in Wadi Rum und Petra angenehme 20 – 25 Grad, das war perfekt.

Obwohl Jordanien nicht besonders groß ist, gibt es viel zu sehen. Vier Tage sind natürlich viel  zu kurz. Für alle Highlights solltet Ihr mindestens eine Woche einplanen, ideal wären wahrscheinlich 10 – 14 Tage.

Flüge

Die meisten Flüge von Deutschland gehen in die Hauptstadt Amman, die durchschnittlichen Kosten variieren je nach Airline und Reisezeit. Als Alternative fliegt Ryanair dienstags und samstags nach Akaba. Auch hier sind die Preise natürlich unterschiedlich, wir hatten allerdings das Glück tatsächliche Flüge für 20,- EUR hin und zurück p.P. zu ergattern. Da Ryanair seit November seine Gepäckregeln komplett geändert hat, ist in diesem Preis jedoch nur eine kleine Handtasche enthalten. Ein zusätzliches Handgepäck mit 10 kg mit gleichzeitigem Priority-Status kostet je Flug 6,- EUR extra. Das Gepäck dürft Ihr dann auch mit in die Kabine nehmen. Ist diese Option ausgebucht, gibt es die Möglichkeit für 8, EUR pro Flug mit gleichzeitigem Priority-Status, das Handgepäckstück als Koffer aufzugeben. Ein richtiges Gepäckstück (20 kg) kostet 25,- EUR extra. Hier müsst Ihr einfach ein wenig genauer hinschauen.

Uns selbst hat für 4 Tage das Handgepäckstück gereicht, so dass wir pro Person auf 32,- EUR für Hin- und Rückflug gekommen sind, wer kann da schon widerstehen.

Die Flugzeit von Köln beträgt hin übrigens etwas über vier, zurück um die fünf Stunden.

Einreise & Visum

Für die Einreise nach Jordanien braucht Ihr zunächst einen mindestens noch 6 Monate gültigen Reisepass, der noch mindestens zwei freie Seiten hat. Außerdem benötigt Ihr ein Visum, dass Ihr sowohl in Amman, als auch in Akaba direkt am Flughafen erwerben könnt. Das Visum zur einmaligen Einreise kostet 40 JOD und ist vier Wochen gültig.

Angeblich ist das Visum am Flughafen in bar in JOD zu bezahlen, was interessant ist, da die Visumsvergabe – zumindest in Akaba – direkt nach dem Aussteigen aus dem Flugzeug erfolgt und es davor definitiv keinen ATM und auch keine Bank gibt. Wir haben auch nicht gesehen, dass dort irgendjemand irgendwas bezahlt hat, allerdings hatten auch viele Besucher einen Jordan Pass (siehe unten) dabei, in dem die Einreisegebühr enthalten ist, sofern Ihr mindestens drei Nächte in Jordanien verbringt.

Gerüchteweise wird derzeit überhaupt keine Einreisegebühr mehr erhoben, dies ließ sich im Hinblick auf die offiziellen Seiten des Auswärtigen Amtes und der Jordanischen Botschaft jedoch nicht verifizieren.

Von daher solltet Ihr sicherheitshalber das Geld in JOD oder den Jordan Pass dabei haben.

Nachdem Ihr Eurer Visum erhalten habt, geht es noch ganz formlos, aber nicht ohne Foto durch die Immigration.

Und in der Flughafenhalle findet Ihr dann auch Bank und ATM.

Jordan Pass

Habt Ihr vor mehrere Sehenswürdigkeiten zu besuchen, lohnt sich in der Regel der Jordan Pass. Dieser kostet 70 JOD, dafür gibt es kostenlosen Eintritt zu 40 Attraktionen inkl. Petra. Zusätzlich sind die Visagebühren in Höhe von 40 JOD enthalten, wenn Ihr mindestens 3 Nächte in Jordanien verbringt.

Der Kauf lohnt sich aufgrund der enthaltenen Visums-Gebühr bereits dann, wenn Ihr lediglich den Besuch in der Petra (Eintritt 50 JOD) einplant.

Den Pass könnt Ihr unproblematisch online kaufen und Euch dann daheim einfach ausdrucken.

Unterkünfte

Unterkünfte könnt Ihr problemlos bei Booking buchen. Achtet lediglich darauf, dass die Standard ein wenig anders sind/ sein können. Wlan ist grds. im Preis inbegriffen, Frühstück oft auch. Zu unserer Reisezeit im November konnten wir Last Minute sehr gute Hotels für um die 50 EUR pro Nacht (inkl. Frühstück) bekommen.

Fortbewegung

Da Ihr die meisten Gegenden nur mit einem Auto erreichen könnt, ist die einzige gute Alternative ein Mietwagen. Damit könnt Ihr in Jordanien problemlos fahren. Die Straßen waren gut ausgebaut und der Verkehr die meiste Zeit eher übersichtlich. Die Schilder sind (fast) alle auch auf Englisch. Zwischendurch gibt es immer mal wieder (fest installierte) Polizeikontrollpunkte, an denen Ihr kurz anhalten müsst, hier waren jedoch alle immer sehr freundlich und haben uns schnell passieren lassen.

Einen Abend mussten wir im Dunkel fahren, was schon ein wenig ungewohnt war, denn der Highway war weder beleuchtet und haben die Schilder oder Begrenzungslinien reflektiert. Da ist es manchmal schon sehr dunkel! Aber wenn Ihr nicht zu schnell fahrt, dann ist auch das gut machbar.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist auch die Fahrweise der Jordanier. Die LKWs fahren oft links oder auf mehreren Spuren, überholt wird wie es gerade passt und manchmal läuft auch ein Mensch über die Autobahn. Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält (in Jordanien gibt es viele Kontrollen) und ein wenig achtsam ist, sollte aber auch damit keine Probleme bekommen.

Einen günstigen Mietwagen findet Ihr entweder auf billiger-mietwagen oder beim Adac.

Wenn Ihr nicht zu viele Touren geplant habt, reicht ggf. auch ein Taxi. Vom Flughafen Akaba sind die Preise fest (es gibt eine offizielle Preistafel, in die Stadt kostet 8,50 JOD), später ist das dann allerdings Verhandlungssache. Ggf. solltet Ihr Euch vorher online oder im Hotel über die durchschnittlichen Preise informieren.

Bezahlung

In Jordanien könnt Ihr häufig mit Kreditkarte bezahlen, selbst an vielen Souvenirständen der Beduinen. Lediglich im Taxi und an einer einzigen Tankstelle brauchten wir Bargeld. ATMs und Banken sind überall gut zu finden.

Jordanien als 4-Tages-Kurztrip

Unsere Reise nach Jordanien war sehr spontan und da wir nicht mehr besonders viele freie Tage zur Verfügung hatten, kam für uns (leider) nur ein verlängertes Wochenende (Samstag bis Dienstag) in Frage.

Da uns Jordanien sehr gut gefallen hat, waren wir sehr traurig, als wir nach kurzer Zeit schon wieder abreisen mussten, wir haben den Kurztrip aber kein Stück bereut, denn alleine in dieser kurzen Zeit konnten wir wirklich Beeindruckendes sehen. Uns wir haben ein Land gefunden, das wir auf jeden Fall nochmal wiedersehen werden.

Folgendermaßen sah dabei unsere kurze Route aus:

Im Folgenden zeigen wir Euch jetzt noch die verschiedenen Teilstrecken. Wenn Ihr auf die unterstrichenen Unterpunkte klickt, kommt Ihr automatisch zu den entsprechenden Reiseberichten.

Tag 1: Ankunft

Tag 2: Von Akaba nach Wadi Musa

Tag 3: Wadi Musa

Tag 4: Von Wadi Musa nach Akaba (Abflug)

Kosten
Position Kosten für zwei Personen*
Flug (inkl. Handgepäck)

78 EUR

Mietwagen

90 EUR

Benzin

45 EUR

Hotels

150 EUR

Verpflegung

130 EUR

Jordan Pass

120 EUR

2. Tag Petra, Petra by Night, Jeep Tour

185 EUR

Parken Flughafen Köln

45 EUR

Gesamt

843 EUR

*1 JOD = 1,24 EUR (Stand Nov. 2018)

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