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Zion National Park – Der Aufstieg zu Angels Landing

Fließendes Wasser hat im Laufe der Zeit die Navajo-Sandsteine durchschnitten und so die bis zu 670 Meter tief abfallenden Steilwände von Zion erschaffen. Im 19. Jahrhundert galten die Felsen als “die natürlichen Tempel Gottes”, so dass die Pionieren die Canyons nach der Himmelstadt Zion benannten.

Heute erheben sich rot-weiße Sandsteinfelsen und malerische Canyons aus dem grünen Tal, durch das sich der Virgin River seinen Weg bahnt.

Aussichtspunkte gibt es viele, aber Angels Landing ist mit Sicherheit der wohl am häufigsten bestiegene Berg im gesamten National Par.

Die 1.765 Meter hohe und markante Felsformation liegt prominent in einer Flussschlinge des Virgin Rivers und bietet dadurch unglaubliche Ausblicke auf den gesamten National Park und das Tal, dass rund 500 Meter unter Euch liegt. 

Auf dem rund 9 Kilometer langen Trail überwindet Ihr einen Höhenunterschied von über 450 Metern, wobei der erste Teil des Weges noch gut ausgebaut ist. Der letzte Kilometer bis zum Gipfel führt Euch jedoch über einen steilen, engen und sehr ausgesetzten Grat, der nur mit einer Stahlkette gesichert ist. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind daher ein absolutes Muss!

– Aktualisiert Februar 2020 – 

Der Trail startet am Shuttle Stop #6 The Grotto.

Da es von circa Februar bis November und in der Ferienzeit im Dezember nicht erlaubt ist mit dem Wagen in den Park zu fahren, könnt Ihr den Trailhead in der Regel nur mit dem kostenfreien Shuttle-Bus erreichen, der in regelmäßigen Abständen vom Visitor Center aus verkehrt.

Genaueres hierzu findet Ihr in unserem Beitrag Zion National Park.


Trail Facts

  • Lage: Zion National Park, Utah
  • Start: The Grotto (Shuttle Bus Stop #6)
  • Traillänge: 9,1 km
  • Höhenunterschied: 467 Meter
  • Dauer: 4 Stunden (mit ausgiebiger Pause auf dem Gipfel)
  • Besonderheit: Ausblicke auf das Tal, Walter’s Wiggles, Scouts Lookout, Graderklimmung an Eisenketten
  • Mehr Infos: Seite des NPS (auch als eHike)


Von der Bushaltestelle aus überquert Ihr zunächst die Straße und im Anschluss eine Brücke, die Euch über den Virgin River bringt, dann beginnt bereits der anstrengende und steile Anstieg – hier zunächst noch auf einem asphaltierten Wanderweg.

Als Belohnung für den Höhenunterschied erhaltet Ihr dafür aber schnell tolle Aussicht auf das Tal und den Virgin River.

Einige Zeit später führt der Weg dann jedoch weg vom Tal und zwischen den Canyons hindurch, Ihr habt nun den sogenannten Refrigerator Canyon erreicht, der seinen Namen den hier immer herrschenden kühlen Temperaturen verdankt. Hier könnt Ihr Euch bei angenehmen Temperaturen und einem nahezu ebenen Weg nochmal erholen, bevor der nächste Anstieg auf Euch wartet.

Direkt hinter dem Refrigerator Canyon wartet dann die nächste Herausforderung auf Euch: Walter’s Wiggles. Hinter dem Namen verstecken 21 kurzen und sehr steilen Serpentinen, die Ihr besiegen müsst, bevor Ihr dann Scout Lookout erreicht.

Ab hier gibt es keinen normalen Weg mehr, vielmehr müsst Ihr Euch nun mit Hilfe einer Eisenkette über Steine nach oben ziehen. Doch wer denkt, dass es mit dem ersten kleinen Hügelchen schon geschafft ist, der irrt gewaltig.

Erst wenn Ihr “den Gipfel” des ersten Berges erreicht, könnt Ihr den eigentlichen Aufstieg zu Angels Landing sehen.

Bis zu 366 Meter geht es hier senkrecht nach unten – alles ohne Geländer natürlich. Aber keine Sorge, es ist schlimmer, als es aussieht. Wenn Ihr Euren Kopf nicht Überhand gewinnen lasst, dann ist der Weg eine machbare Herausforderung und wird Euch am Ende wahrscheinlich sogar richtig Spaß machen. 

Und woran Ihr noch immer denken solltet: Der Aufstieg lohnt sich. Die Aussicht, die sich Euch bietet, ist einfach unbeschreiblich, spektakulär, einzigartig, atemberaubend,…!

Von hier oben blickt Ihr nicht nur 500 Meter tief zum Virgin River hinunter, der sich um The Organ windet, sondern Ihr könnt auch den Great White Throne im Südosten, den Cable Mountain im Osten und den Observation Point im Nordosten sehen.

Viel zu schnell ist es dann meisten soweit, dass Ihr Euch wieder an den Abstieg machen müsst und – wie Ihr Euch sicherlich gedacht habt – runter geht es den gleichen Weg wieder zurück. 

Am Ende werdet Ihr ziemlich kaputt, aber auch glücklich wieder im Tal ankommen und im Shuttle Bus zurück zum Visitor Center sitzen.

Uns selbst begeistert nicht nur Angels Landing immer wieder, sondern auch die Einzigartigkeit des Parks – ein Grund, warum wir seit unserem ersten Besuch in 2015 immer wieder nach Zion zurück kommen.

Neben Angels Landing gibt es in Zion übrigens aber auch noch andere, ganz wundervolle Trails. Eine Übersicht findet Ihr in unserem Beitrag Zion National Park – Utah at it’s best. Von hier kommt Ihr auch in die entsprechenden Beiträge.

Vorab können wir aber vielleicht schon verraten, dass es uns besonders der Trail zum Observation Point, die Narrows und der West Rim Trail angetan haben. 

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