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Zion National Park – Hiking the West Rim Trail

Am Lava Point, in ca. 2.300 Metern Höhe und damit am fast höchsten Punkt des Zion National Parks startet der längste und abwechslungsreichste Tageshike des Parkes – der West Rim Trail.

Auf einer Länge von rund 26 km überwindet er – meist bergab – etwas über 1.000 Höhenmeter, bevor er am Shuttle-Stop The Grotto endet.

Nachdem der Trail aussichtstechnisch eher verhalten beginnt, eröffnet er Euch nach rund 10 km (6,2 Meilen) einmalige und atemraubende Aussichten auf das Phantom Valley und die Canyons des Süden, bevor er dann – quasi als großes Finale – dramatisch durch die White Cliffs in den Zion Canyon hinabsteigt und dabei auch den meist bestiegenen Berg in National Park – Angel’s Landing – nicht auslässt.

Der West Rim Trail ist bei ausreichender Ausdauer als Tageshike zu bewältigen, viele machen jedoch auch eine Zweitagestour mit Camping daraus. Mehrere einfache Campgrounds liegen direkt am Trail.

– Aktualisiert April 2020 – 

Startpunkt für Euren Hike ist Lava Point. Ganz genau genommen beginnt der West Rim Trail hier zwar nicht, sondern erst rund 800 eter später, Lava Point ist aber der Punkt, an dem der Shuttle-Transfer endet.

Die “normalen” Zion-Park-Shuttles bedienen diesen Stop, der am nordöstlichen Rand des National Parks liegt, jedoch nicht, sondern Ihr müsst Euch z.B. bei der Zion Adventure Company für 40$ p.P. (Stand April 2020) einen kostenpflichtigen Transport buchen oder mit zwei Autos unterwegs sein.

Vorherige Reservierungen sind sinnvoll, aber leider nur telefonisch möglich.


Trail Facts

  • Lage: Zion National Park, Utah
  • Start: Lava Point
  • Traillänge: 26,2 km
  • Höhenunterschied: 1.000 Meter
  • Dauer: 8 Stunden (inkl. Pausen & Fotostopps)
  • Besonderheit: Ausblicke auf Phantom Valley und die Canyons des Süden, Abstieg über die White Cliffs in den Zion Canyon, Angels Landing, Scouts Lookout, Walter’s Wiggles
  • Mehr Infos: Zion National Park 


Pünktlich um 6.30 Uhr startet der Shuttle bei der Zion Adventure Company in Springdale. Da wir in Hurricane, also rund 30 Minuten von Springdale entfernt, übernachtet haben, heißt das für uns Aufstehen 04.45 Uhr. 

Die Fahrt zum knapp 30 km entfernten Lava Point dauert etwas über 1 Stunde, so dass Ihr den Trailhead zwischen 07.30 Uhr und 07.45 Uhr erreicht.

Die ersten Kilometer auf dem West Rim Trail sind eben und durch die guten Wege und die kühleren Temperaturen des Hochplateaus angenehm und ohne große Anstrengung zu laufen. Hier solltet Ihr versuchen so zügig wie möglich voranzukommen, um später Zeit für die wirklich eindrucksvollen Passagen und die atemberaubenden Ausblicke zu haben.

Den ersten nennenswerten Aussichtspunkt erreicht Ihr nach ca. 5 km. Vom SGA Teaser Viewpoint (heißt wirklich so) aus gibt es einen ersten, Lust auf mehr machenden, Ausblick auf die Left Fork of North Creek bis hin zum Guardian Angel Peak.

Die nächsten 3 bis 3 1/2 Kilometer führt Euch der Trail dann durch Wald und Wiese nach und nach in das Tal Potato Hollow. Besonders schön ist hier bei unserem Besuch Anfang Oktober 2017 der Ausblick auf den dichten Wald und die sich mittlerweile verfärbenden Bäume.

Habt Ihr Potato Hollow erreicht, endet der nette Downhill-Teil des Trail erstmal. Über die nächsten etwas über 3 Kilometer sind zwei kurze Steigungen zu überwinden, die nach dem langen ebenen/ bergab wandern furchtbar anstrengend erscheinen, obwohl der Höhenunterschied mit 120 Metern eigentlich gar nicht so schrecklich ist.

Nach dem zweiten Aufstieg erreicht Ihr den Gipfel des Horse Pasture Plateau. Nun beginnt sich die Landschaft zu verändern und bietet Euch bis nach Cabin Springs wundervolle, einmalige und unvergessliche Ausblicke auf das Phantom Valley und die Canyons des Süden.

Dann heißt es Abschied nehmen von dem angenehm kühlen, bewaldeten Hochplateau. Ab jetzt geht es eindrucksvoll und mit dramatischen Aussichten merklich bergab durch die White Cliffs dem Canyongrund entgegen. Und mit jedem verloren Höhenmeter steigen die Temperaturen.

Schließlich rückt auch schon Angels Landing in Euer Blickfeld und nun bieten viele Aussichtspunkte atemberaubenden Blick in die Hauptschlucht bis Ihr schließlich Scout’s Lookout unterhalb von Angels Landing erreicht.

Wer jetzt noch Lust und vor allem genug Energie hat, kann sich nun an den Aufstieg von Angels Landing machen (+800 Meter one-way, steil bergauf und an Eisenketten entlang, Zeitbedarf +1 Std.), den wir bereits 2015 und nochmals 2019 hinter uns gebracht haben.

Wir hätten dies auf jeden Fall noch gemacht, aber bei unserem Besuch werden gerade Reparaturarbeiten ausgeführt, so dass der Weg über die Eisenketten gesperrt ist. 

Unabhängig davon solltet Ihr bedenken, dass Angels Landing einer der am meisten besuchten Trails in Zion National Park ist und er – insbesondere zu der Uhrzeit, zu der Ihr dort ankommt – sehr überlaufen sein wird. Hier solltet Ihr Euch die Frage stellen, ob Ihr diesen Trail nicht auf ein anderes Mal in den frühen Morgen verschiebt, um das Erlebnis und die Aussicht auch wirklich genießen zu können.

Von Scout’s Lookout aus ist es nur noch eine weitere Stunde und weitere 4 km downhill bis zum Grotto Trailhead. Dieses letzte Stück des Weges führt Euch durch die berühmten Walter’s Wiggles-Serpentinen (zum Glück runter) und den Refrigerator Canyon bis Ihr schließlich und endlich am Ufer des Virgin Rivers steht, wo Euch der Shuttlebus am Grotto-Trailhead (Stopp 6) einsammelt.

Am Visitor Center könnt Ihr dann in den Springdale-Shuttle umsteigen und diesen bei Stopp 3 verlassen. Dann steht Ihr wieder bei der Zion Adventure  Company und Eurem Wagen.

Neben dem West Rim gibt es in Zion übrigens aber auch noch andere, ganz wundervolle Trails. Eine Übersicht findet Ihr in unserem Beitrag Zion National Park – Utah at it’s best. Von hier kommt Ihr auch in die entsprechenden Beiträge.

Vorab können wir aber vielleicht schon verraten, dass es uns besonders der Trail zum Observation Point, die Narrows und Angels Landing angetan haben. 

Viel Spaß beim Wandern!

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