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10 Tipps für Kruger National Park

Im Nordosten von Südafrika liegt einer der größten, bekanntesten und besten Nationalparks der Welt – der Kruger National Park.

Über eine Millionen Besucher pro Jahr kommen in den Park um hier die gigantische Tier- und Pflanzenvielfalt zu bewundern, immerhin finden sich in Kruger 147 verschiedene Säugetierarten inklusive der Big Five – Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Wasserbüffel.

Dazu kommen über 500 Vogel-, 114 Reptilien-, 49 Fisch- und 34 Amphibienarten, sowie mehr als 330 Baumsorten inklusive des berühmtesten Baums Afrikas – den Baobabbaum.

Ein wenig genauer bedeutet das zum Beispiel: um die 170.000 Impalas, mehr als 30.000 Zebras, über 25.000 Büffel und 11.000 Elefanten. Die Chance eines dieser Wildtiere zu Gesicht zu bekommen ist damit ziemlich groß.

Schwieriger wird es bei den Großraubtieren. Bei rund 2.000 Löwen und Hyänen, 1.000 Leoparden oder der nur 350 Wildhunden oder 200 Geparden müsst Ihr schon ein wenig mehr Glück haben.

Unabhängig davon gehört der Kruger National Park definitiv zu den Highlights einer Südafrikareise.

1. Anfahrt

Das gute am Kruger National Park ist, dass Ihr in aus vielen Ecken gut erreichen könnt. Von Johannesburg sind es beispielsweise je nach Gate nur zwischen vier und sechs Autofahrstunden, wobei Ihr auf dem Weg dann auch gut noch die grandiose Panorama-Route besuchen könnt.

Aber auch von der Küste bei St. Lucia sind es nur zwischen fünf bis sechs Stunden Fahrt und Ihr könnt dabei einen Stopp in Swasiland (z.B. im Hlane Royal National Park) einlegen.

Zusätzlich gibt es um Kruger auch diverse Flughäfen, die Ihr mit Inlandsflügen von Johannesburg, Kapstadt oder Durban erreichen könnt.

2. Gates

Neun Eingänge bringen Euch quasi aus jeder Richtung in den Park.

Von Norden nach Süden sind das: Pafuri und Punta Maria für Nordkruger, Phalaborwa, Orpen für Zentralkruger und Paul Kruger, Phabeni und Numbi für Südkruger. Ebenfalls für Südkruger gibt es von Osten nach Westen dann noch das Malelane Gate und Crocodile Bridge.

Von Johannesburg aus führt der kürzeste Weg zum Malelane Gate, für die Panorama Route geht es am kürzesten über das Phabeni Gate. Kommt Ihr von Swasiland eignet sich ebenfalls das Malelane Gate, aber auch Crocodile Bridge.

Achtet unbedingt auf die Öffnungszeiten der Gates, außerhalb derer ein Fahren im Park nicht erlaubt ist. Die aktuellen Opening- und Closing-Zeiten je nach Monat findet Ihr auf der Seite von Kruger National Park.

3. Kosten

Kruger National ist einer der teuersten National Parks in Südafrika. Derzeit (Stand März 2019) kostet der Eintritt 372 ZAR (= 23 EUR) pro Person und Tag. Da die Preise sich aber sehr schnell ändern, schaut vorher sicherheitshalber nochmal auf der Homepage von Kruger nach.

Außerdem solltet Ihr prüfen, ob sich für Euch eventuell eine Wild Card lohnt. Infos und ein Rechenbeispiel dazu findet Ihr in unserem Beitrag Wissenswertes für eine Südafrika-Reise .

Die Kosten für Aktivitäten liegen je nach Camp, Game-Drive oder Bush-Walk zwischen 15 EUR und 35 EUR.

4. Übernachtungsmöglichkeiten & WLAN

Im Park gibt es zwölf Main Camps, in denen es neben Hütten jeweils auch einen kleinen Supermarkt, eine Tankstelle, die im Notfall auch mal einen Reifen flickt und ein Restaurant gibt. Wer waschen möchte, findet hier in der Regel auch Self-Laundrys.

Das größte Rest Camp des Parks, Skukuza, ist sogar fast schon eine kleine Stadt. Hinzu kommen mehrere kleine Bushveld Camps, Overnight Hides, Camping-/ Zeltplätze und private Bush Lodges.

Im Westen außerhalb des Parkes liegen außerdem Unterkünfte in privaten Game Reserves, die luxuriös, aber auch teuer sind.

Ansonsten könnt Ihr natürlich auch in den an den Gates liegenden Städten übernachten.

Wo Ihr letztendlich übernachtet, hängt dann natürlich davon ab, welches Gate Ihr benutzt und wo Ihr im Park hinfahrt.

Allerdings solltet Ihr bei den Entfernungen ein wenig aufpassen, denn im Park dürft Ihr nicht schneller als 50 km/h auf geteerten Straßen und 40 km/h auf Dirtroads fahren. Meist seit Ihr jedoch deutlich langsamer (so um die 25-30 km/h) unterwegs, um die Tiere besser entdecken zu können bzw. Ihr steht länger an einer Stelle, um diese zu beobachten.

Wir selbst waren in den Rest Camps Berg-en-Dal, Lower Sabie und Satara und alle drei haben uns gut gefallen. Die Hüttchen sind zwar mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen, aber dafür waren sie groß und sauber. In allen drei Rest Camps gibt es ein gutes Restaurant zum Frühstücken und Abendessen.

Berg-en-Dal liegt außerdem an einem Wasserloch, so dass wir hier morgens eine Elefanten beim Baden sehen konnten. Und seine Irritation, als er plötzlich feststellte, dass sich auch ein Hippo im Wasser befindet.

Lower Sabie liegt wunderschön an Sabie River, insbesondere vom Restaurant aus gibt hier es einen einmaligen Blick.

Satara hat den Vorteil, dass es mitten im Großkatzengebiet liegt und wird deswegen auch oft “Cat-Camp” genannt. Uns hat es zwar leider nichts gebracht, aber vielleicht habt Ihr ja mehr Glück.

Alle Unterkünfte könnt Ihr vorab über die Seite von SanParks reservieren. Dies solltet Ihr auch unbedingt in Betracht ziehen, denn gerade die großen Camps sind oft ausgebucht. So haben wir rund acht Monate vor Beginn unserer Reise schon keine Unterkunft mehr in Skukuza bekommen.

Die Preise variieren je nach Unterkunft, die “normalen” Bungalows mit eigenem Bad kosten im Durchschnitt so um die 80 EUR.

Nehmt auf jeden Fall eine Taschen- und/ oder Stirnlampe mit in den Urlaub. Gegen 18 Uhr wird es in Südafrika stockdunkel und viele Camps sind nicht richtig beleuchtet. Ohne Taschenlampe hätten wir das ein oder andere Mal sicherlich Probleme gehabt unsere Hütte wiederzufinden.

WLAN gibt es im ganzen Park bisher nur Skukuza im Restaurant. Tipp: Das WLAN ist frei, Ihr könnt also auch vor dem Restaurant sitzen und surfen.

5. Verpflegung

Wie schon gesagt, gibt es in den großen Camps mindestens ein Restaurant. Wollt Ihr Euch selbst verpflegen, solltet Ihr das Wichtigste vorab einkaufen. In den Main Camps gibt es zwar auch kleine Shops, die die wichtigsten Lebensmittel vorrätig haben, Ihr solltet Euch aber nicht darauf verlassen dort alles zu bekommen, was Ihr braucht.

6. Beste Reisezeit

Generell ist Kruger ein ganzjähriges Reiseziel. Es gibt nur – je nach Jahreszeit – einige Besonderheiten.

Im südafrikanischen Sommer von November bis April ist es oft sehr heiß, aber auch schwül. In dieser Zeit gibt es auch die meisten Regenfällen und auch das Malaria-Risiko steigt.

Die niederschlagsreichsten Monate sind Dezember bis Februar. Aufgrund des Regens ist in dieser Zeit das Gras oft hoch und Tiere sind schwieriger zu entdecken. Dafür gibt es ab Anfang des Jahres auch Tierbabys zu sehen.

Beachten solltet Ihr auch, dass im Dezember in Südafrika Schulferien sind, dass heißt in dieser Zeit kann es überdurchschnittlich voll werden.

Der südafrikanische Winter von April bis Oktober bringt hingegen Trockenheit, was die Tiere an die Wasserstellen zieht. Allerdings kann es gerade morgens und abends ziemlich kalt werden. Dafür ist das Gras niedrig und Ihr könnt Tiere besser sehen.

Wir selbst hatten Anfang März schwül-heiß 30 – 35 Grad und nahezu keinen Regen. Die hohen Temperaturen waren – dank der Klimaanlagen in den Hütten und im Wagen – ertragbar, Tiere konnten wir trotz des hohen Grases ganz gut sehen. Richtig gut gefallen, haben uns die vielen Tierbabys, die wir in dieser Zeit beobachten könnten, insoweit hat es sich dafür schon gelohnt.

Mehr zur generellen Reisezeit in Südafrika findet Ihr in unserem Beitrag Wissenswertes für eine Südafrika-Reise

7. Nord-, Zentral- oder Südkruger

Natürlich hängt auch dies ein wenig davon ab, an welchen Gate Ihr in den Park einfahrt und wie viel Zeit Ihr in Kruger insgesamt eingeplant habt.

Grundsätzlich gilt:

Der Süden Krugers gilt als der landschaftlich schönste Teil des Parks. Überall ragen riesige Granitfelsen aus der hügeligen Graslandschaft hervor und aufgrund der Höhenunterschiede gibt es an vielen Aussichtspunkten grandiose Aussichten auf die scheinbar endlose Landschaft.

Der Süden ist zudem in der Regel deutlich grüner, denn hier regnet es fast doppelt so viel wie im Norden. Deshalb leben hier auch die meisten Tiere des Parkes, wobei es manchmal schwer fällt, diese im hohen Gras auch zu entdecken.

Südkruger ist allerdings auch der meistbesuchte Teil des Parks, von daher kann es hier in der Hochsaison auch schon mal voll werden.

Zentralkruger erstreckt sich ungefähr von Satara bis Olifantes. Zwar ist die Landschaft nicht so vielfältig wie im Süden, dafür ist die Wahrscheinlichkeit in der Savanne westlich und südöstlich von Satara Großkatzen zu sehen besonders hoch.

Im Norden Krugers geht es am ruhigsten zu. Hierher verschlägt es nur noch wenige Besucher. Auch das Landschaftsbild ändert sich.Der Nordzipfel um Punda Maria und Pafuri liegt nämlich komplett in den Tropen, so dass die Pflanzenwelt vielfältiger wird.

Am Ende ist es überall schön. Und da jeder Tag anders ist und Tiere sich bewegen wie es ihnen gerade passt, könnt Ihr eigentlich auch in einem Camp bleiben und werdet – auch wenn Ihr immer die selbe Stecke fahrt – jedes Mal etwas anderes erleben.

8. Straßenverhältnisse

Die Straßenverhältnisse im Park sind gut. Alle Hauptstraße zwischen den Camps sind asphaltiert. Anderes gilt bei den Nebenstraßen. Diese sind alle Dirtroads in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Die meisten sind allerdings auch gut zu befahren. Rechnet müsst Ihr hier jedoch immer mit Potholes (=Schlaglöchern) oder größeren Steinen auf der Straße.

Auf den Hauptstraßen dürft Ihr 50 km/h fahren, auf den Nebenstraßen maximal 40 km/h. Meist werdet Ihr jedoch deutlich langsamer unterwegs sein, da es ansonsten sehr schwierig ist Tiere am Wegesrand zu entdecken.

9. Geführte Safari oder selbst fahren in Kruger

Kruger eignet sich sowohl für geführte Game Drives, als auch für Self-Drives wunderbar. Und auch die geführten Bush-Walks sind ein echtes Erlebnis. Perfekt ist eigentlich eine Mischung aus allen drei Aktivitäten.

Da das Thema ein wenig umfangreicher ist, haben wir hierzu einen extra Beitrag geschrieben. Bei Safari in Kruger findet Ihr alles zu den Vor- und Nachteilen eines Game- und Self-Drives, zu den buchbaren/ geführten Aktivitäten und zu guten Strecken für einen Self-Drive. Und damit Euch auch nichts wichtiges fehlt, gibt es auch noch eine Safari-Packliste.

10. Malaria in Kruger

Der Kruger National Park ist Malaria-Gebiet. Insbesondere in den Regenmonaten zwischen Oktober und April besteht erhöhte Ansteckungsgefahr. Zwar ist die Anopheles-Mücke, die Malaria überträgt nur in den Dunkelstunden aktiv und auch nur in Höhen bis zu 600 Metern, trotzdem solltet Ihr – auch wenn Ihr Euch nur tagsüber im Park aufhaltet – auf eine Malariaprophylaxe nicht verzichten.

Die heutigen Medikamente sind in der Regel gut verträglich und lösen nur noch bei wenigen Menschen Nebenwirkungen aus. Lasst Euch ggf. vorher von einem Reisemediziner beraten.

Neben der Prophylaxe darf natürlich Mückenspray, am besten mit DEET (z.B. NoBite) nicht fehlen. In den Abenstunden empfiehlt sich außerdem helle, lange Kleidung, Socken und eine Hose, die sich am Fußgelenk zusammenziehen lässt.

In Unterkünften sorgen Klimaanlagen (Mücken mögen keine Kälte) und Moskitonetze und Fliegengitter für weiteren Schutz. Alle Unterkünfte in denen wir waren, waren auch entsprechend präpariert.

Mehr zu der Verbreitung von Malaria in Südafrika und weiteren Impfungen findet Ihr in unserem Beitrag Wissenswertes für eine Südafrika-Reise

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