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Ek Balam – Der Geheimtipp unter den Maya-Ruinen

Nur rund 30 Minuten von Valladolid entfernt liegt mitten im Dschungel die relativ unbekannte Maya-Ruine Ek Balam.

Das Areal wird erst seit 1997 freigelegt, dementsprechend sind derzeit gerade mal 1/3 des knapp 1,25 km² großen Gebietes aus dem umliegenden Dschungels befreit. Die anderen Ruinen befinden sich noch im Verborgenen und schauen lediglich als überwucherte Steinhaufen aus dem dichten Dickicht hervor.

Trotzdem hat Ek Balam bereits jetzt einige sehr eindrucksvolle Gebäude vorzuweisen, wobei das Highlight sicherlich das Besteigen der heute noch knapp 31 Meter hohen Akropolis ist.

Anreise

Ek Balam könnt Ihr von Valladolid aus innerhalb von 30 Minuten gut mit dem Mietwagen erreichen. Vor dem Areal steht ein großer kostenloser Parkplatz zur Verfügung.

Die dort herumlaufenden “Parkplatzwächter” müsst Ihr daher nicht bezahlen, falls Ihr Ihnen aber einen kleinen Obulus zukommen lassen wollt, reichen hier 10 MXN.

Achtet bei der Anreise darauf, dass – sofern Ihr von Cancún oder der Isla Holbox anreist – die Strecke über die mautpflichtige 180D führt. Gleiches gilt, wenn Ihr die von Google vorgeschlagene Standardroute von Valladolid aus akzeptiert. Gerade auf dieser Strecke könnt Ihr das mehr als kurze Stück auf der 180D allerdings gut vermeiden.

Öffnungszeiten, Tickets u. Zeitbedarf

Die Ruinen sind täglich von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet, wobei es hier nie so richtig voll wird. Im Gegensatz zu den bekannten Anlagen, wie Chichén Itzá, könnt Ihr Euren Besuch hier daher ganz entspannt angehen.

Der Eintritt kostet 409 MXN pro Person plus 85 MXN staatliche Gebühr. Den “normalen” Eintritt könnt Ihr mit Kreditkarte bezahlen, der staatliche Teil muss aber zwingend bar bezahlt werden.

Aktuelle und offizielle Informationen findet Ihr sonst auch auf der Homepage der Zona Arqueológica Ek Balam.

Der Zeitbedarf für die eher kleine Anlage liegt bei rund einer Stunde.

Das Areal

Das Areal von Ek Balam umfasst rund 1,25 km² innerhalb und 12 km² außerhalb des doppelten Mauerringes, der die Stadt einst umgab.

Wie bereits erwähnt, sind viele der Gebäude der Anlage bis heute nicht vollständig freigelegt, doch bereits jetzt ist Ek Balam berühmt für den hervorragenden Zustands der Stuck-Fassaden, die als das größte und besterhaltene Relief der Maya-Welt gelten.

 

Zudem könnt Ihr in Ek Balam – im Gegensatz zu vielen anderen Tempelanlagen – noch alle Gebäude betreten, so auch die Akropolis, die das Herzstück der Anlage darstellt.

Eine andere Besonderheit von Ek Balam ist übrigens, dass Ihr vom Eingang aus zunächst noch 5-10 min. durch den einsamen Dschungel laufen müsst, bis Ihr die eigentliche Anlage schließlich erreicht.

Die wichtigsten Bauten

Nach Eurem Spaziergang durch den Dschungel erreicht Ihr zunächst den südlichen Hof.

Hier findet Ihr einige “kleinere” Bauten, unter anderem die Zwillingsbauten des Gebäudes Nr. 17 und den Ballspielplatz.

 

Vom südlichen Hof sind es dann nur einige Meter zum nördliche Hof, der von dem Gebäude Nr. 1, der sogenannten Akropolis, dominiert wird.

Das beeindruckende Gebäude, dessen alter Name Sac Xoc Naj lautet, ist mit einer Länge von 160 Metern und einer Breite von 70 Metern eines der größten erhaltene Gebäude der Maya-Kultur auf der Halbinsel Yucatán.

Die Akropolis umfasste mindestens 72 Räume auf sechs Stockwerken und ist heute noch 31 Meter hoch, wobei sie ursprünglich nochmal rund 6 Meter höher war.

 

Eine große, mehrfach unterbrochene Treppe führt Euch hinauf bis zum höchsten Stockwerk. Auf dem Weg nach oben könnt Ihr außerdem zweimal nach links und rechts abbiegen, um dort einige der damaligen Räume und die hervorragend erhaltenen Stuckfassaden zu betrachten.

 

Habt Ihr die ewig lange Treppe mit den unterschiedlich hohen Stufen schließlich bezwungen und seid oben angekommen, werdet Ihr mit einem unglaublichen Blick über den Dschungel und die anderen Gebäude belohnt.

 

Wenn Ihr anschließend noch ein wenig Zeit habt, könnt Ihr diese dafür nutzen die Akropolis zu umrunden. Dabei passiert Ihr auch zwei weitere, sich neben der Akropolis befindende Gebäudekomplexe. Obwohl diese mit einer Länge von 110 Metern und einer Breite von 80 Metern relativ groß sind, wurden sie bis heute nicht ausgegraben.

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Die Ruinen von Ek Balam sind sicherlich nicht vergleichbar mit anderen bekannten Maya-Ruinen, wie zum Beispiel Chichén Itzá oder Uxmal, aber sofern Ihr hier in der Nähe seid, lohnt sich – gerade aufgrund der Akropolis und der eindrucksvollen Stuck-Fassaden – ein Stopp unseres Erachten trotzdem.

Wir selbst kamen von der Isla Holbox und wollten nach Valladolid, insoweit lagen die Ruinen quasi auf dem Weg.

Daneben gibt es auf Yucatán aber natürlich noch viel mehr zu sehen. Ein paar Ideen für weitere Stopps findet Ihr in unserem Beitrag 13 Tage in Mexiko – Ein Routenbeispiel für die Halbinsel Yucatán.

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