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El Nicho – Naturwunder in der Sierra Escambray

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Nur rund 50 Kilometer liegt der Wasserfall El Nicho von Cienfuegos entfernt, trotzdem braucht man für die Strecke aufgrund des sehr, sehr schlechten Zustandes und der starken Steigung mit dem Auto mindestens eine Stunde.

Die Quelle des Rio Hanabanilla liegt inmitten der Sierra Escambray, einer der schönsten Mittelgebirgslandschaften Kubas, die sich über eine Fläche von etwa 600 qm zwischen den Städten Cienfuegos und Trinidad erstreckt. Die Gegend ist immer noch sehr naturbelassen, nur einige Randgebiete – wie El Nicho – sind touristisch erschlossen.

Pünktlich um neun holt uns Taxifahrer Eduardo an unserer Casa in Cienfuegos ab. Dann beginnt die einstündigen, holprige Fahrt in das Gebirge und zu El Nicho.

Die Straße ist in einem katastrophalen Zustand und übersät von riesigen Schlaglöchern und steigt zusätzlich ziemlich steil an. Zwischendurch müssen wir daher anhalten, um den Motor des Wagens zu kühlen.

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Unterwegs versorgt uns Eduardo mit wissenswerten Infos und lustigen Geschichten und hält ab und an, damit wir die wundervolle Aussicht genießen können.

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Schließlich schafft es das kleine Auto (gefühlt im ersten Gang) irgendwie den Berg hinauf. Am Parkplatz lässt Eduardo uns raus. Während wir zu El Nicho wandern, wird er hier auf uns warten.

Der Eingang ist nur einige Meter um die Ecke, nachdem wir 9 CUC p.P. Eintritt gezahlt haben, geht es direkt los. Der Rundweg führt einen durch eine dschungelartige Vegetation, und ist insgesamt lediglich 2 Kilometer lang.

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Bereits nach wenige Metern kommen wir an einem kleinen Restaurant vorbei. Hier kann man sich entweder vor oder nach der Wanderung stärken, auch halbwegs saubere Toiletten findet man hier.

Kubaner nutzen das Restaurant laut Eduardo allerdings noch für etwas anderes: Einige Meter weiter befindet sich nämlich ein wunderschöner Naturpool, in dem man baden kann. Das Wasser ist den Kubaner mit rund 16 Grad jedoch eigentlich viel zu kalt, so dass sie sich in dem Restaurant warm trinken, bevor sie in den Pool springen.

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Kurz vor der Brücke führt eine kleine Leiter auf den Felsen, damit man vor dort in den Pool springen kann

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Im Anschluss ist es dann nicht mehr weit, bis wir El Nicho erreichen und der Anblick, der sich uns bietet, ist einfach fantastisch.

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Bis zu 15 Meter stürzen die Wasserfälle über schöne Terrassen in einen smaragdgrünen Pool. Einfach beeindruckend.

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Im Anschluss führt uns der nunmehr etwas steiler ansteigende Weg zu einem weiteren Naturpool. Hier gibt es wieder die Möglichkeit zum Schwimmen.

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Danach haben wir nicht mehr viel Steigung zu überwinden, bis wir am höchsten Punkt des Rundwanderweges ankommen. Von hier haben wir eine wundervollen Blick über die Sierra Escambray bis zum Stausee Lago Hanabanilla.

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Und danach befinden wir uns schon auf dem Rückweg zum Restaurant.

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Insgesamt haben wir für den Rundweg mit den diversen Fotostopps und Schwimmen im ersten Naturpool rund 2 1/2 Stunden gebraucht. Am Parkplatz brauchen wir uns dann nur wieder ins Taxi zu setzen und uns auf den einstündigen Rückweg zu machen.

Auch hier hält Eduardo noch das ein oder andere Mal an, da mit wir Fotos von der einmaligen Landschaft machen können.

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Gegen 14.00 Uhr kommen wir dann wieder bei unserer Casa an, so dass auch noch genug Zeit bleibt noch das ein oder andere in Cienfuegos zu entdecken.

Gebucht haben wir den Ausflug übrigens über unsere Casa (siehe Unsere Unterkünfte auf Kuba). Die Kosten für das Taxi lagen bei 45 CUC für uns beide, hinzu kam noch der Eintritt von 9 CUC pro Person.

Uns hat die Tour sehr gefallen und die Wasserfälle sind einfach beeindruckend anzuschauen. Wir können Euch einen Ausflug zu El Nicho daher nur ans Herz legen.

Außerdem empfehlen wir Euch relativ früh aufzubrechen. Wir hatten z.B. das Glück, dass mit uns relativ wenig andere Leute unterwegs waren, so dass wir die Landschaft und die Wasserfälle richtig genießen konnten.

 

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