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Lower Antelope Canyon

Die kleine US-Stadt Page im äußersten Norden von Arizona wäre an sich wohl eher unbekannt, läge sie nicht inmitten der Glen Canyon National Recreation Area und damit in unmittelbarer Nähe gleich mehrerer beeindruckender Naturlandschaften.

Mehr als zwei Millionen Besucher jährlich kommen in das 5.076 km² große Schutzgebiet, in dem unter anderem der Glen Canyon Dam und der dadurch entstandenen Lake Powell, das Grand Staircase-Escalante National Monument, Monument Valley, Antelope Canyon und Horseshoe Bend liegen. Und auch das South Rim des Grand Canyon erreicht Ihr von hier in rund 2 1/2 Stunden.

– Aktualisiert April 2021 – 

Allgemeines

Rund vier Kilometer von Page entfernt findet Ihr den Antelope Canyon, der aus dem Upper und Lower Antelope Canyon besteht. Bei beiden Canyons handelt es sich um enge, durch fließendes Wasser geschaffene Schluchten, die in den USA als Slot Canyons bezeichnet werden.

Charakteristisch für diese Canyons ist, dass ihre sonst trockene Schlucht bei starken Regenfällen oder kurzen Sommergewittern innerhalb kürzester Zeit komplett geflutet werden und sogenannte flash floods (Sturzfluten) entstehen. 1997 kamen bei einer solchen Sturzflut – die außerhalb der Canyons völlig unspektakulär verläuft – im Lower Antelope Canyon elf Touristen ums Leben, so dass heute – wenn Regenfälle angekündigt sind – für die Canyons ein Betretungsverbot besteht.

Sowohl Upper, als auch Lower Antelope Canyon gehören zu den meistbesuchten Slot Canyons im Südwesten der USA und können nur im Rahmen von geführten kostenpflichtigen Touren besucht werden und dabei haben die Navajo die Vermarktung des berühmten Canyons mehr als perfekt organisiert: In eng getakteten Slots schleusen diverse Anbieter für viel Geld so viele Besucher wie möglich durch die engen Canyons.

Eintritt u. Tickets

Der Preis hängt von der Art der gebuchten Tour ab. Die “normalen” einstündigen Touren für den Lower Antelope kosten ab 20 US-Dollar, die für den Upper Antelope ab 37 US-Dollar (Stand Mai 2015). Da sich beide Canyons im Navajo-Reservat befinden, kommt außerdem eine Reservat-Fee von 9 US-Dollar pro Person für das Betreten des Reservats hinzu. 

Während der Saison von April bis Juli und insbesondere zu den Zeiten, in denen das Licht in den Canyons am besten ist, sind die Canyons die Preise noch höher, trotzdem sind viele Touren – auch außerhalb der Prime Times – bereits Wochen oder sogar Monate im Voraus ausverkauft, so dass Ihr grundsätzlich immer vorher online (z.B. bei Antelope Canyon Tours) reservieren solltet.

Unterschied Lower oder Upper Antelope Canyon

Zwar sind sowohl der Upper, als auch der Lower Antelope Canyon Slot Canyons, trotzdem sind sie von ihrem Erscheinungsbild doch unterschiedlich.

Der Upper Antelope Canyon ist insbesondere aufgrund seiner sogenannten Beams weltberühmt geworden. Dabei handelt es sich um spektakuläre Lichtsäulen, die im Sommer gegen die Mittagszeit (11.00 bis 13.00 Uhr) von oben durch die schmalen Öffnungen hineinscheinen und einen Lichtkegel im Canyon bilden.

Der Lower Antelope Canyon hingegen ist deutlich dunkler, war vor allem daran liegt, dass er – im Gegensatz zum Upper Antelope Canyon – unter der Erde liegt und daher auch nur über diverse Treppen erreicht werden kann. Dafür ist er auch um einiger länger, als der gerade mal 400 Meter lange Upper Antelope.

Auch der Besucherandrang ist unterschiedlich. Während der Upper Antelope Canyon grundsätzlich immer total überfüllt ist, geht es im Lower Antelope Canyon in der Regel (noch) ein wenig ruhiger zu.

Lower Antelope Canyon Tour

Im Jahr 2015 haben wir uns dafür entschieden zunächst den Lower Antelope Canyon zu besuchen. Zwar sind die Beams hier nicht so spektakulär wie im Upper Antelope Canyon, dafür bietet der Canyon von seiner Gestalt her viel mehr unterschiedliche Motive.

Vom Tickethäuschen geht es zu Fuß mit dem Guide und einer ca. 20 Personen großen Gruppe einige Meter in die Wüste hinein, bis Ihr den Einstieg zum Upper Antelope Canyon erreicht, der hier zunächst nicht mehr als ein unscheinbarer Spalt im Felsen ist.

Durch die schmale Felsspalte steigt Ihr dann über eine steile Treppe in die bis über 30 Meter tiefe Schlucht des Canyon herab.

Unten angekommen ist es ein bisschen wie in einer anderen Welt. Hier haben Wasser und Wind im Laufe von vielen, vielen Jahren eine tiefe und schmale Schlucht in den roten Sandstein geschliffen, die gerade einmal genügend Platz dafür bietet, dass Ihr hier hindurchgehen könnt.

Schmale Treppen und kleine Leitern ermöglichen Euch an den zu steilen Stellen das Vorankommen.

Die Sandsteinformationen links und rechts des Weges reichen von bizarr geformt über sanft geschwungenen bis hin zu kantig scharf. Hinzu kommt, dass das hineinfallende Licht sie in die schönsten Schattierungen von rot, violett, orange oder braun hüllt.

Während der Tour gibt es von den Guides, die alle geborene Navajos sind, außerdem noch viele interessante Informationen zum Canyon und den Navajo-Indianern.

Viel zu schnell ist die Stunde vorbei und wir steigen zurück ins Tageslicht. Wir sind von dem Canyon so fasziniert, dass wir im Anschluss sofort eine Tour im Upper Antelope Canyon besuchen wollen, allerdings sind dort die nächsten Touren alle ausgebucht, so dass wir dies auf einen anderes Mal verschieben müssen.

Upper Antelope Canyon u. Canyon X

Die Tour durch den Upper Antelope Canyon haben wir schließlich im Jahr 2018 nachgeholt, unsere Erfahrungen dazu findet Ihr in unserem Beitrag Upper Antelope Canyon.

Als Geheimtipp und eine – derzeit noch ruhige – Alternative zu den stark besuchten Antelope Canyons bietet sich ansonsten die (wirklich empfehlenswerte) Tour zum Canyon X an.

Horseshoe Bend

Quasi direkt um die Ecke findet Ihr bei Horsehoe Bend übrigens auch noch eine der schönste Schleifen des Colorado Rivers.

Mehr dazu findet Ihr in unserem Beitrag Horseshoe Bend.

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