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Panorama Route & Blyde River Canyon

Fast mittig zwischen Johannesburg und dem Kruger National Park liegt eines der größten Naturwunder Südafrika – der Blyde River Canyon.

Auf einer Länge von 26 Kilometern durchzieht der drittgrößte Canyon der Welt in Nord-Süd-Richtung das bis zu 2.000 Meter hohe Highveld in der Provinz Mpumalanga.

Dabei verläuft der bis zu 800 Meter tiefe Canyon parallel zur Abbruchkante an der das Highvelt abrupt und steil zu den rund 1.000 Meter tiefer gelegenen Ebenen des Lowvelts am Rande des Kruger National Parks abfällt. Dadurch bieten sich phantastische Ausblicke in die Schlucht und auf das Lowvelt.

Doch das ist noch nicht alles. Hier über die zerklüfteten Höhenzüge der Ausläufer der Drakensberge verläuft auch die Panorama Route, an der – neben dem Blyde River Canyon – weitere grandiose Highlight, wie die Aussichtspunkte God’s Window und Lowveld View, die Felsformationen der Bourke’s Luck Potholes oder Pinnacle und diverse Wasserfälle, wie die Lisbon und Berlin Falls liegen.

Grandios, atemberaubend, unglaublich, phantastisch – anders kann man die Panorama Route und den Blyde River Canyon gar nicht beschreiben. Auf dem Weg nach bzw. von Kruger nach Johannesburg solltet Ihr einen Stopp hier daher auf gar keinen Fall auslassen.

Im folgenden findet Ihr alles Wichtige, was für für einen Tag auf der Panorama Route wissen müsst:

Route

Start und Ziel der Panorama Route sind je nach Reiseführer/ Blog ein wenig unterschiedlich definiert. Die wohl überwiegende Meinung bezeichnet als Panorama Route die rund 50 Kilometer lange Strecke über die R532 von Graskop bis zum Blyde Canyon A Forever Resort, zu welcher der rund 10 Kilometer lange Loops über die R534 noch hinzukommt.

Manchmal werden noch Orte wie Sabie, Pilgrim’s Rest, Hazyview oder Ohrigstad mit einbezogen.

Alle Highlights liegen an der R532 oder der R534 und können mit dem Mietwagen angefahren werden. Die Straße ist überwiegend in einem guten Zustand, nur ab und zu gibt es das ein oder andere (auch tiefere) Schlagloch.

Die Aussichtspunkte haben durchschnittlich von 07.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet, eigentlich überall müsst Ihr auch ein wenig Eintritt zahlen.

Achtung: In der Regel müsst Ihr hier mit Bargeld zahlen!

Dauer

Bei der Dauer kommt es natürlich wie immer darauf an, was Ihr vorhabt und auch wie Ihr die Strecke der Panorama Route für Euch definiert.

Für die klassische Route von Graskop bis zum Blyde Canyon A Forever Resort inklusiver aller Stopps und Viewpoint und des Loops über die R534 solltet Ihr einen ganzen Tag einplanen.

Wollt Ihr noch die ein oder andere Wanderung unternehmen, käme die Zeit dafür on top. Gleiches gilt für Besuche in den Städten Pilgrim’s Rest, Hazyview oder Ohrigstad.

Wollt Ihr zusätzlich noch die diversen Wasserfälle rund rum Sabie sehen, kommen hierfür nochmal rund 3-4 Stunden dazu.

Beste Reisezeit

Grundsätzlich geltend die normalen südafrikanischen Regeln: Regenzeit von Dezember bis März mit den schwül-heißen Temperaturen des afrikanischen Sommers und trockene Winter, die aber insbesondere hier in den höheren Regionen der Drakensberge auch frostig sein können.

Ganz unabhängig davon, ist die Region wettertechnisch jedoch ein wenig schwierig. Aufgrund der Höhenlagen kann das Wetter wahnsinnig schnell umschlagen, außerdem gibt es viele sehr neblige Tage, in denen die Aussichten gleich null sind.

Somit braucht Ihr selbst in der besten Reisezeit einfach auch wenig Glück.

Kleiner Tipp: Solltet es morgens neblig sein, fahrt God’s Window und die anderen Aussichtspunkte auf der R534 so spät wie möglich an. Wenn Ihr glück habt, hat sich der Nebel bis dahin verzogen.

Wir hatten im März unglaublich Glück und einen wunderschönen, überwiegend klaren Tag. Sicherheitshalber haben wir aber trotzdem die Aussichtspunkte erst ab dem späten Vormittag angefahren.

Als wir am nächsten Tag in Richtung Johannesburg aufgebrochen sind, sah das dann schon ganz anders aus, denn da haben dichte Wolke die eindrucksvollen Gesteinsformationen fast komplett verschwinden lassen.

Wir hatten also wirklich Glück!

Highlights entlang der Route

Die Panorama-Route verdankt ihren Namen der hohen Dichte an Aussichtspunkten und weiteren Highlights entlang einer relativ kurzen Strecken. Diese lassen sich grob wie folgt einteilen:

  • Zwischen Sabie und Graskop (Sabie-Waterfall-Route):
    • Horse Shoe Falls
    • Lone Creek Falls
    • Bridal Veil Falls
    • Sabie Falls
    • Mac Mac Falls
  • Zwischen Graskop bis zum Blyde River Canyon:
    • Graskop River Gorge Lift
    • Lisbon Falls
    • Berlin Falls
    • The Pinnacle
    • God’s Window
    • Wonder View
  • Am Blyde River Canyon
    • Bourke’s Luck Potholes
    • Lowveld View
    • Three Rondavels
    • Upper & Lower Blyde River Canyon Viewpoint

Als Ausgangspunkte bieten sich – je nachdem aus welcher Richtung Ihr kommt – insbesondere Sabie, Graskop und das Blyde Canyon, A Forever Resort an.

Im Folgenden zeigen wir Euch alle Stopps inklusiver der Eintrittspreise (Stand März 2019).

Sabie-Waterfall Route

Rund um Sabie, auf der sogenannten Sabie-Waterfall-Route, gibt es diverse kleine und große Wasserfälle, die Ihr alle gegen einen geringen Obulus von in der Regel 10 ZAR p.P. besuchen könnt. Der Zeitbedarf liegt bei circa 3-4 Stunden.

Genaueres hierzu findet Ihr in unserem Beitrag: Die 8 schönsten Wasserfälle rund um Sabie

Graskop Gorge River Lift

Der Graskop Gorge River Lift wurde erst Ende 2018 eröffnet und ist die damit die neuste Attraktion der Region. Ein Besuch lohnt sich fast schon alleine aufgrund der Aussicht, denn bereits von der oberen Plattform ist der Blick auf die Motitsi Falls und die Schlucht grandios.

Von hier geht es dann mit dem – nur an den Seiten gläsernen – Lift in wenigen Minuten 51 Meter hinunter auf den Boden. Dort wurde liebevoll ein rund 500 Meter langer Lehrpfad angelegt, der Euch entlang von diversen Informationstafel entlang des Mitsi-Flusses und zum Fuße des Wasserfalles führt.

Auf dem Lehrpfad könnt Ihr soviel Zeit verbringen, wie Ihr möchtet, bevor Ihr mit dem Fahrstuhl wieder auf die obere Ebene zurückkehrt.

Wir selbst haben hier – getrödelt – circa 45 Minuten verbracht, wenn Ihr weniger Zeit habt, reichen wahrscheinlich auch um die 20-30 Minuten.

Zum Komplex gehört übrigens nicht nur der Lift, sondern unter anderem ein Restaurant, eine Kunstgalerie, in der regionale Künstler ihre Werke ausstellen und ein überdachter Kunsthandwerksmarkt im Freien.

Geöffnet ist von 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr, der Eintritt kostet 20 ZAR Conservation Fee p.P. und zusätzlich 190 ZAR p.P. für den Lift.

Noch mehr Infos gibt es auf der Homepage der Lift Company.

Und für diejenigen von Euch, die noch auf der Suche nach einem Adrenalinkick sind: Direkt nebenan gibt es sowohl eine Zipline über die Schlucht als auch einen Big Swing in die Schlucht hinein.

Lisbon Falls

Nur wenige Kilometer hinter Graskop liegen die Lisbon Falls. Von der Hauptstraße, der R532, sind es noch rund 3 Kilometer auf einer Stichstraße bis zum Parkplatz. Die Abzweigung von der R532 aus ist gut ausgeschildert und nicht zu übersehen.

Grundsätzlich würde es mehr Sinn machen, erst den Loop der R534 zu God’s Window und den anderen sich dort befindenden Sehenswürdigkeiten zu machen, wir wollen allerdings den Wolken noch ein wenig Zeit geben sich vollends zu verziehen. Am Ende sind die Strecken auch kurz und der Zeitverlust marginal.

Mit rund 94 Metern sind sie die höchsten Wasserfälle entlang der Panorama Route und auch mit die Schönsten. Gerüchteweise kann es hier sehr voll werden, bei unserem Besuch sind aber nur noch ein paar andere Touristen da.

Der Trick hier ist übrigens nicht auf der oberen Aussichtsplattform zu verharren, sondern auf dem nicht ausgeschilderten, aber gut erkennbaren Weg ein paar wenige Meter bis vor die Wasserfälle zu laufen.

Der Eintritt kostet 10 ZAR p.P.

Der Abstecher lohnt sich auf jeden Fall, wir persönlich finden bereits die Anfahrt total grandios.

Berlin Falls

Als nächstes steuern wir die Berlin Falls an. Auch diese erreicht Ihr über eine ausgeschilderte Stichstraße von der R532 aus. Die knapp 80 Meter hohen Wasserfälle sind ebenfalls eine Blick wert, insbesondere ist das Farbspektrum – der weiße Wasserfall, der vor den roten Steine in einen blauen Pool fällt, wirklich schön anzusehen.

Die Berlin Falls verdanken ihren Namen übrigens deutschen Minenarbeitern, die während des Goldrauches hier in der Gegend waren und zahlreiche Orte nach deutschen Städten benannten.

Der Eintritt für die Berlin Falls kostet 10 ZAR p.P.

The Pinnacle

Danach fahren wir die R532 zunächst ein Stück zurück in Richtung Graskop und wählen – nun von Norden kommend – die untere Einfahrt auf die R534. Unser erster Stopp hier ist damit The Pinnacle Rock – ein circa 30 Meter hoher freistehender Felsen, hinter dem sich in der Ferne das Lovelt erstreckt.

Ein wirklich tolle Anblick, wobei uns der Felsen und die Landschaft ein wenig an die Sächsische Schweiz erinnert hat.

Der Eintritt kostet hier 17 ZAR p.P.

God’s Window

Der nächste und sicherlich beliebteste Stopp – God’s Window – liegt ebenfalls an der R534. Hier ist meist ziemlich viel los, aber auf dem großen Parkplatz solltet Ihr trotzdem ohne Probleme ein Plätzchen finden.

Von dort sind es dann nur wenige Schritte zu den drei Aussichtsplattformen, von denen Ihr bei klarer Sicht einen tollen Ausblick auf das 700 Meter tiefer liegende Lowveld habt.

Wer Lust hat, kann über einen weiteren Pfad ein kurzes Stück bergauf in ein Stück Regenwald laufen, wir haben darauf allerdings verzichtet.

Der Eintritt zum God’s Window beträgt 17 ZAR p.P.

Wonder View

Der Wonder View ist der nördlichste Aussichtspunkt auf der R534 und eigentlich nur ein Parkplatz, von dem Ihr einige Schritte zur Abbruchkante lauft.

Da hier in der Regel deutlich weniger los ist, als bei den andere Viewpoints und es auf den ersten Blick auch keinen richtigen sichtbaren Weg vom Parkplatz weg gibt, wirkt es eventuell auf den ersten Blick so, als gäbe es hier nichts zu sehen. Dies stimmt allerdings nicht, lasst Euch also davon nicht beeindrucken.

Der Eintritt ist frei.

Bourke’s Luck Potholes

Nach dem Wonder View erreicht Ihr kurze Zeit später wieder die R532. Wart Ihr zuvor nicht bei den Lisbon oder Berlin Falls würden diese als nächster Stopp anstehen, da wir dort jedoch bereits zu Beginn gewesen sind, geht es für uns weiter in Richtung Norden zu den Bourke’s Luck Potholes, die den Beginn des Blyde River Canyon markieren. Die Einfahrt von der Straße aus ist gut ausgeschildert und nicht zu übersenden.

Neben einem riesigen Parkplatz und diversen touristische Einrichtungen  findet Ihr hier auch das Besucherzentrum des Blyde River Canyons.

Die Potholes selbst sind eine sehr ungewöhnliche Felsformationen, die durch die Einmündung des Treur Rivers in den Blyde River Canyon entstanden sind. Über tausende von Jahren haben die im Wasser mitgeführten Steinchen und Kiesel den roten Standstein abgeschliffen und ausgewaschen, wodurch tiefe Strudellöcher entstanden sind.

Ein wirklich beeindruckender Anblick.

Die Potholes erreicht Ihr über einen kurzen und wirklich schön angelegten Rundweg, der Euch immer wieder neue Blickwinkel auf die Löcher und den Canyon eröffnet.

Der Eintritt hier ist im Verhältnis zu den anderen Viewpoints allerdings ziemlich hoch. Die Kosten liegen bei 63 ZAR p.P.

Lowveld View

Zwar gibt es noch schönere Ausblicke auf den Blyde River Canyon, als am Lowveld View, zur Einstimmung lohnt sich ein kurzer Stopp an dem Viewpoint trotzdem.

Hier bekommt Ihr nämlich einen Vorgeschmack darauf, welche großartigen Panoramen Euch auf den folgenden Aussichtspunkten noch erwarten.

Der Eintritt ist frei.

Three Rondavels Viewpoint

Der wohl schönste und beeindruckenste Aussichtspunkt ist der Three Rondavels Viewpoint. Von hier eröffnet sich eine grandiose Sicht auf den Canyon und die Three Rondavels, drei imposante runde Felsen, die mit Gras bewachsen sind und an die traditionellen afrikanischen Hütten erinnern.

Vom Parkplatz aus sind es nur wenige Meter zu den verschiedenen Viewpoints. Achtet auf jeden Fall darauf, dass Ihr nicht nur geradeaus auf den offensichtlichen Viewpoint zusteuert, sondern im Anschluss entlang der Abbruchkante auch weiter nach links lauft, sonst verpasst Ihr die wunderschöne und von vielen Bildern bekannte Schleife des Blyde River Canyons.

Der Eintritt kostet 15 ZAR p.P.

Upper & Lower Viewpoint im Blyde Canyon, A Forever Resort

Der letzte Stopp auf der Panorama Route sind die beiden Aussichtspunkte, die in der Hotelanlage des Blyde River Canyon – A Forever Resort liegen.

Hier lohnt sich inbesondere der Upper Viewpoint, von dem es nochmal wunderschöne Aussichten auf die Three Rondavels gibt. Da sich um einen privaten Viewpoint in der Hotelanlage befindet, sind hier auch deutlich weniger Besucher, als an allen anderen Aussichtspunkten. In unserem Fall ist tatsächlich sogar niemand anders da außer uns – voll schön!

Der Lower Viewpoint liegt – wie der Name schon sagt – deutlich niedriger und bei unserem Besuch ist die Aussicht von dichtem Gestrüp und Bäumen versperrt. Aber wieder ein Stück die Straße hinauf, finden wir nochmal einen Punkt mit einer wundervollen Aussicht.

Von beiden Aussichtspunkten starten übrigens auch verschieden lange Wanderwege, die Ihr gegen eine geringe Hiking-Gebühr unternehmen könnt. Zusätzlich müsst Ihr Euch bei der Rezeption anmelden.

Die Viewpoints und Wanderwege stehen grundsätzlich auch nicht Gästen zur Verfügung, einfach mal bei der Rezeption nachfragen.

Wir selbst haben allerdings auch im Resort übernachtet, was wir in jedem Fall empfehlen können.

Kosten im Überblick

Hier findet Ihr nochmal alle Kosten pro Viewpoint (Stand März 2019) zusammengefasst:

  • Graskop River Gorge Lift: Conservation Fee 20 ZAR p.P. + Lift 190 ZAR p.P.
  • Lisbon Falls: 10 ZAR p.P.
  • Berlin Falls: 10 ZAR p.P.
  • The Pinnacle: 17 ZAR p.P.
  • God’s Window: 17 ZAR p.P.
  • Wonder View: Frei
  • Bourke’s Luck Potholes: 63 ZAR p.P.
  • Lowveld View: Frei
  • Three Rondavels Viewpoint: 15 ZAR p.P.
  • Upper & Lower Blyde River Canyon Viewpoint: Frei für Gäste

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